Paris-Attentäter: Waffen von Waffenhändler mit CIA-Verbindungen?

Einem Bericht zufolge nutzten die Attentäter von Paris zumindest eine Waffe, die von einem Waffenhändler aus Florida stammt. Diese Firma war bereits in die "Iran-Contra-Affäre" der CIA verwickelt. Nur ein Zufall, oder doch ein Mosaikstein?

Von Marco Maier

Die US-Tageszeitung "Palm Beach Post" (siehe auch Bericht hier) berichtet davon, dass ein amerikanischer Waffenändler offenbar die Terroristen, die am 13. November 2015 in der französischen Hauptstadt ein Blutbad anrichteten, verwickelt ist. Das Brisante daran: Der Waffenhändler "Century Arms" war schon in die sogenannte "Iran-Contra-Affäre" der CIA verwickelt. Dies war jene Aktion, in der der US-Geheimdienst Waffen an die rechtsgerichtete Guerilla in Nicaragua (die "Contras") lieferte, sowie Geld, welches aus geheimen Waffengeschäften mit dem Iran stammte. Dafür revanchierten sich die Contras dann mit Kokain für die USA.

Nun stellte es sich heraus, dass eine Zastava M92, die bei den Terroristen gefunden wurde, eine Seriennummer aufweist, die auf den berüchtigten Waffenhändler aus Florida zurückzuführen ist. Milojoko Brzakovic von der Zastava Waffenfabrik sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die Seriennummer der gefundenen M92 im Mai 2013 an "Century Arms" geliefert wurde. Die Zastava M92 gilt als "sehr ordentliche Kopie" des russischen Kalaschnikow-Sturmgewehres. Doch Michael Sucher von "Century Arms" will keine Angaben dazu machen, wie das Automatikgewehr von Florida aus nach Paris gelangte.

Doch auch wenn man nicht genau nachvollziehen kann, wie die Waffe über den "großen Teich" in die Hände der Attentäter kam, so weiß man doch sehr genau, dass die Waffenfirma eng mit der CIA zusammenarbeitet. Immerhin sind legale Waffenexporte aus den USA nur mit umfangreichem Papierkram zu bewerkstelligen – außer man bekommt Hilfe von der CIA.

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Auch wenn sich dadurch (noch) kein direkter Zusammenhang zwischen der CIA und den Anschlägen in Paris erstellen lässt, so wirft dieser Umstand zumindest ernsthafte Fragen auf. Immerhin gehören solche verdeckte Aktionen durchaus zum Repertoire der US-Schnüffler und decken sich durchaus mit jenen Aktionen, die früher von der NATO-Stay-behind-Organisation "Gladio" durchgeführt wurden. Zufall? Verschwörung? Wer weiß das schon?

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3 Kommentare

  1. Ich dachte bisher das es Legal Waffen von Jägern oder Sportschützen waren …. ironie off

    Der größte Waffenhändler in der Welt ist die CIA, nun darf sich jeder die Frage beantworten wer der größte Terrorunterstützer ist …

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