Außenminister Kurz forderte die "Allahu akbar" rufenden Erdogan-Fans quasi zur Rückkehr in die Türkei auf, Präsidentschaftskandidat Hofer fordert einen Einbürgerungsstopp für Türken und Bundeskanzler Kern sucht den Dialog.

Von Marco Maier

Für Österreichs Außenminister, Sebastian Kurz (ÖVP) ist es bezüglich der Erdogan-Anhänger klar: "Wer sich in der türkischen Innenpolitik engagieren will, dem steht es frei, unser Land zu verlassen". Mit dieser gestrigen Aussage sorgte er für heftige Diskussionen, zumal auch Auslandsösterreicher an der heimatlichen Politik interessiert sind und sich dementsprechend bei Diskussionen einbringen und auch bei den Wahlen aktiv sind.

Der freiheitliche Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer weist wieder auf das alte Thema der illegalen Doppelstaatsbürgerschaften von Austrotürken hin und verlangt ein Aussetzen von Einbürgerungen türkischer Staatsbürger, bis Ankara hinsichtlich des Datenaustauschs kooperiert. Denn wer die österreichische Staatsbürgerschaft annimmt, muss seine vorherige Staatsbürgerschaft (bis auf wenige Ausnahmen) ablegen. Die Türkei jedoch erlaubt solche Doppelstaatsbürgerschaften und ermöglicht den eigenen Bürgern das falsche Spiel, zuerst auf die türkische Staatsbürgerschaft zu verzichten um die österreichische anzunehmen, und dann eben die türkische Staatsbürgerschaft wieder anzunehmen.

Hofers Kontrahent, Alexander Van der Bellen (Grüne) äußerst lediglich seine Besorgnis über die Entwicklung in der Türkei und appelliert an die Staats- und Regierungschefs der EU, gemeinsam auf Erdogan und die türkische Regierung einzuwirken.

Indessen sucht Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) das Gespräch mit den muslimischen Gemeinschaften, deren Mitglieder mehrheitlich türkischer Abstammung sind. Dabei wurde er von der zuständigen Staatssekretärin, Muna Duzdar (SPÖ) unterstützt, die sich selbst als liberale Muslima sieht. Kern selbst erklärte, dass er die Vermischung von politischen und religiösen Motiven bei den Demonstrationen in Österreich "mit einem gewissen Unbehagen" sehe. Auch die Attacken auf kurdische Einrichtungen wurden von ihm kritisiert. Allerdings will er keine Verallgemeinerungen aussprechen.

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Angesichts der unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Parteien zu den Vorgängen in der Türkei und den Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft, werden die Diskussionen darüber wohl noch weiter zunehmen. Vor allem auch hinsichtlich des wachsenden politischen und religiösen Extremismus in der (türkischen) Zuwanderergesellschaft.

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12 thoughts on “Österreich: Nach Türken-Demos folgt politische Diskussion”

  1. Wahnsinn !!! EILMELDUNG

    Schüsse in Münchner Einkaukszentrum -mehrere Tote . Täter schießt wahllos um sich .

    Wieder einsame geisteskranke Wölfe ????

  2. Nachtrag: es sollen 3 Täter sein.

    Bin gespannt welcher Herkunft die Täter sind, wenn sie dann gefunden werden. Denn sie sind noch flüchtig !

    1. Laut Münchner Polizei meldeten Zeugen die Schießerei in der Hanauer Straße. Von 3 "Schützen" ist die Rede. Die Behörden geben (bewußt?) noch keine Angaben über Opfer und Täter. –  Huffington Post spricht von Tätern mit "südländischem Aussehen), andere Medien berichten von Todesopfern und einem Täter mit Schnellfeuerwaffe und kugelsicherer Weste. Die Täter sind auf der Flucht  — Überraschend kommen solche Meldungen nicht, als Zyniker würde ich sagen, die Einschläge rücken näher. interessant wird der "Umgang" der Medien mit diesem Ereignis sein.

      1. @edmundotto
        Sie haben bestimmt das Video (von dem MC Doof) gesehen. Der „Schütze“ tritt aus der Tür und feuert – und trifft SCHEINBAR niemand. Dann der obligatorische Schwenk.

        Ich lehne mich schon jetzt ganz weit aus Fenster, hier sollen die Menschen auf „etwas“ „eingestimmt“ werden.

        Wenn das der richtige Felix Urbauer ist, dann ist der Regisseur (u.a. Musikvideos).

        Mein Tip jetzt und hier: man wird das „dem rechten Spektrum“ zuordnen.

  3. Türken die für den Diktator Erdogan in Österreich demonstriren haben hier nichts verloren also ausweisen bitte! Ach ja Herr Van der Bellen wo gibt es in der Türkei eine Demokratie? Nich einmal in der EU gibt es eine Demokratie!

  4. @edmundotto
    Sie haben bestimmt das Video (von dem MC Doof) gesehen. Der „Schütze“ tritt aus der Tür und feuert – und trifft SCHEINBAR niemand. Dann der obligatorische Schwenk.

    Ich lehne mich schon jetzt ganz weit aus Fenster, hier sollen die Menschen auf „etwas“ „eingestimmt“ werden.

    Wenn das der richtige Fel. Urb. ist, dann ist der Regisseur (u.a. Musikvideos).

    Mein Tip jetzt und hier: man wird das „dem rechten Spektrum“ zuordnen.

    @c-m: eure Moderationspraxis ist zum Mäuse melken, man hat keine direkte Rückmeldung.

  5. "Bundeskanzler Kern sucht den Dialog?" Die ganze Wahrheit ist eine andere! Der bespricht mit den Türken welche Politik zur weiteren Verprellung der Österreicher gefahren werden soll. Alles was links ist (rotgrünrosa) in Österreich steckt mit denen unter einer politischen Decke und  die Zustände wie sie jetzt immer sichtbarer werden wurden von ihnen in den letzten Jahren mit allen Mitteln herbeiagitiert. Die FPÖ die als einzige Partei seit Jahren dagegen auftritt und warnt wurde geächtet und ausgegrenzt! Haider hat schon vor 20 Jahren genau vor dem Eintreten jener Zustände gewarnt die jetzt bereits für alle sichtbar geworden sind. Insbesondere und unter anderem die Gründung von parallelgesellschaftlichen politischen Vereinen wurden von linken Aktivisten angeleitet, beraten und mit österreichischen Steuergeldern auch gefördert. Es darf nicht zugelassen werden, daß sich die Verantwortlichen  dieser Zerstörerpolitik über die heuchelnd davonstehlen können.

  6. im letzten Satz muß es heißen:…………..daß sich die Verantwortlichen dieser Zerstörerpolitik heuchelnd davonstehlen können.

  7. An ihren Taten werdet ihr Sie erkennen! Das Kern und Van der Bellen, die SPÖ und die Grünen nicht das geringste Problem mit solchen Auswüchsen in Österreich haben war klar. Sehen Sie sich doch als Nutznießer des Bundes mit solchen einflussreichen ausländischen Gruppierungen in Österreich! Daher sind ja in der Vergangenheit auch schon Wahlplakate der SPÖ in Türkischer Sprache aufgetaucht!
    Und schließlich hat man sich schon im März 2016 im Kurier gefragt, ob Zitat: “ Die SPÖ nun mit den grauen Wölfen heult“
    Von ein bisschen Nähe wird da gesprochen, aber das das Bild auch wenig Spielraum für Interpretationen ließe, als ein Linzer SPÖ Gemeinderat applaudierte, während die faschistischen Grauen Wölfe ihre Hand zum Gruße hoben! Nicht in der Türkei, sondern in Österreich!
    http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/spoe-heult-mit-grauen-woelfen/120.207.564

    Und wenn wir schon bei Muna Duzdar (SPÖ) sind, die sich laut Contra als liberale Muslima sieht, dann sollte man recherchieren ob Sie es tatsächlich auch ist, oder ob Sie sich nicht nur als Solche gibt. Denn ihrem Bruder, dem Betreiber eines Schischa Lokals werden ebenfalls Kontakte zu diesen grauen Wölfen nachgesagt!

    https://www.unzensuriert.at/content/0021238-Hat-Muna-Duzdars-Bruder-Kontakt-zu-den-rechtsextremen-Grauen-Woelfen

    Da könnte man nun mutmaßen, dass die Spö in Wien mit ziemlicher Sicherheit bald die absolute Mehrheit einzementieren wird, und das die Unterwanderung der heimischen Politik und Gesellschaft durch ausländische Gruppen mit einer klaren Radikalisierungstendenz in Österreich bald zur Normalität gehört, und dadurch noch getoppt werden wird, dass die erste Muslimische Partei in Österreich einen Macht Anspruch einfordern wird.

    Und das selbstverständlich mit großer Hilfe der SPÖ und eines Vielleicht Präsidenten und (Ex) Freimaurers Van der Bellen!

  8. Türken Anhänger in Deutschland die für Erdogan demonstrieren haben in Deutschland nichts verloren und sollten zurück in die Türkei gehen.

    Auch MUSS das Merkel Regime diese Demos knallhart verbieten.

    Dazu ein passender Artikel: Kopp online: Die Islamisierung Deutschlands verursacht islamischen Terror ( dieser Artikel wurde vor "München" erstellt).

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