Medien & Medienkonsumenten: Der Kampf um die Deutungshoheit

Ein Blick in die Leserforen und die sozialen Medien zeigt immer deutlicher, wie oft sich Journalisten des Mainstreams und Leserschaft über grundlegende Punkte nicht einig sind. Gerade im Internet verlieren die Massenmedien zunehmend die Deutungshoheit.

Von Marco Maier

Die politische Verortung der Journalisten im medialen Mainstream ist oftmals leicht zu erkennen. Und selbst wer noch versucht, neutral zu bleiben, sieht nicht selten dann – nach der Prüfung durch die leitenden Redakteure – entsprechende Eingriffe in Titel und Teaser, nur um ein bestimmtes Stimmungsbild zu erzeugen. Besonders in Deutschland und auch in Österreich ist die Richtung klar: Pro-Amerika, Pro-EU, Anti-Russland, Anti-China in Sachen Außenpolitik. Innenpolitisch geht der Trend eher hin zu einer "grünen" Sichtweise. Und in der Wirtschaftspolitik? Da gilt es vor allem den neoliberalen (bzw. neokonservativen) Weg zu beschreiten und vor allem dementsprechende Ökonomen zu Wort kommen zu lassen, sofern Gegenstimmen (wie z.B. Piketty, Wagenknecht oder Varoufakis) nicht überhört werden können.

Dementsprechend dürfen sich die Redaktionen und Geschäftsführungen der Medien nicht wundern, wenn ihnen seitens der Leserschaft und Konsumenten ein immer wieder erfolgender eiskalter Gegenwind ins Gesicht bläst. Ebenso geht damit der Leser- und Zuschauerschwund einher, mit dem diese Medien zu kämpfen haben. Braucht man sich da noch zu fragen, warum einige der einstigen Mainstream-Journalisten heute bei alternativen Medien (siehe beispielswiese Udo Ulfkotte bei Kopp) arbeiten, wenn eine Meinungsvielfalt und -freiheit nicht mehr gegeben ist? Warum gibt es zu selten auch wirklich kritische (egal ob "linke" oder "rechte") Artikel in den großen Medien? Und wenn sich (alternative) Medien kritisch äußern, dann wird seitens des Mainstreams stets versucht, diese zu desavouieren und wenn schon nicht auf rechtlicher, dann wenigstens auf wirtschaftlicher Ebene kaputt zu machen.

Lesen Sie auch:  Indiens Ivermectin-Blackout

Doch die Stimmung im Land dreht sich. Die veröffentlichte Meinung spiegelt nur eingeschränkt die öffentliche Meinung wieder. Die Zeiten, in denen die "Tagesschau", die "Bild", die "ZiB" und die "Krone" die uneingeschränkten "Meinungsmacher" waren, sind – auch Dank des Internets – vorbei. Die mediale Deutungshoheit hat sich umgekehrt: nicht mehr die Medienmacher, sondern vielmehr die Medienkonsumenten haben diese inne. Man könnte dies auch als eine "Direkt-Demokratisierung" der Medienlandschaft bezeichnen. Denn während die Stimme des Volkes in der Politik kaum ein Gewicht hat, so kommt sie auf der Medienebene immer stärker zu tragen. Und das ist auch gut so.

Wir jedenfalls wollen unseren Lesern auch die Möglichkeit bieten, in Form von Gastartikeln (und nicht nur Kommentaren unter den Artikeln selbst) aktuelle Ereignisse und grundsätzliche Themen anzusprechen. Da wo "Zeit Online" und "derstandard.at" jedoch unliebsame Ansichten nicht zulassen, gilt bei uns der Grundsatz von Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt im Rahmen der rechtlichen Grenzen. Die "vox populi" (Stimme des Volkes) muss gehört werden, solange es noch möglich ist. Die Menschen selbst müssen sich die mediale Deutungshoheit erobern.

Loading...

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit das neue ePaper oder ein eBook im Shop (hier) käuflich zu erwerben. 

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

13 Kommentare

    1. Für einen Artikel, der Medienmündigkeit und Unabhängigkeit behandelt ist eine solche Pauschalverurteilung sicher auch nicht hilfreich.

       

      1. Der Artikel soll nicht "hilfreich" sein, er spiegelt nur den aktuellen Trend wieder! Es ist nun einmal eine Tatsache, dass sich immer mehr Menschen den Medien im Netz zuwenden – ob einem das jetzt gefällt oder nicht, das Informations- und Meinungsmachermonopol hat sich schon verschoben!

      2. Man sollte auf Grund einer "Einzelerscheinung" keine Pauschalurteile abgeben.  Wenn es sich aber um Zustände handelt  von der die allergrößte Mehrheit der derzeitigen Medienlandschaft geprägt ist, ist das Pauschalurteil gerechtfertigt. Der Pauschalurteilvorwurf wird auch als Unterdrückungskeule gegen die Darstellung der Realität mißbraucht.

  1. Gut, dass es solche Seiten wie das Contra-Magazin gibt. Es müssen immer mehr Menschen über die Mainstreammedien und ihren Schulterschluss mit den Herrschenden aufgeklärt werden. Dieses Propagandasystem muss endlich offentlich entlarvt werden, damit es zusammenbricht.

    Wie wird jetzt wieder Putin als der große Bösewicht aufgebaut und die Kriegshetze in Gang gesetzt. "Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien." (M.A.Verick)  Dieser Satz muss zum geflügelten Wort werden.

    Hier ein wichtiger Hintergrund-Artikel über den transatlantischen Zusammenhang von Politik und Medien in den transatlantischen Clubs:

    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/10/31/der-journalismus-als-herrschafts-instrument/

     

  2. @Falkenauge

    ………wahr gesprochen, dem ist nicht,s zu zufügen………

    ……
    Die Politiker pinkeln in Reihen auf die Deutschen und die Presse schreibt “es regnet”

  3. Die Deutungshoheit, so glauben die wenigen Medienkonzerne, liege in ihrer Macht. Das war vielleicht noch vor 20 Jahren der Fall. Im Internetzeitalter können sie allenfalls noch die Rückständigen erreichen und die sterben so langsam weg und somit auch die Leserschaft, die bislang alles geglaubt haben, was ihnen vorgesetzt wurde. Das betrifft die Printmedien aber auch das Fernsehen, insbesondere das 1. und 2. Programm und ihre Regionalsender. Anders ist es bei den Internetnutzern. Die können weltweit jederzeit alle Informationen abrufen und natürlich auch zu gleichen Themen vielfältige Meinungen und Kommentare einholen und dann ergibt sich für den Betrachter ein völlig anderes Bild als durch den konstruierten Einheitsbrei der deutschen Staatssender. Unter dieser Prämisse haben die wohlwissend, daß sie ihre Kunden verlieren, den Zwangsbeitrag eingeführt, denn wäre der nicht, dann hätten sie unter dem gleichen Kundenschwund zu leiden, wie die Mainstreampresse. Nur mit dem Unterschied, daß sich diese selbst finanzieren müssen und der Staat bei den Fernsehkunden diesen ungeniert in die Tasche greift. Für eine vorgefertigte Meinung auch noch Gebühren per Zwang bezahlen zu müssen ist schon ein Stück aus dem Tollhaus. Aufgeweckte Konsumenten ignorieren die Staatssender und suchen sich ihre eigenen Informationskanäle, von denen es ja gottseidank mehr als genügend gibt und wer braucht deshalb schon unsere großen Pressehäuser und das staatsgelenkte Fernsehen.

  4. Ey zum Glück gibt es das Internet…ich meine wo sonst kannst du dir die Scheisse von der Seele schreiben und geile Porno-huren reinziehen

    Contra ist leiwand, denn hier wird selten was zensiert und die Atmosphäre ist entspannt. Ich mag das wenns trotz der ernsthaften Themen auch etwas humorvoll zugeht hier, was auch der Grund ist warum ich Kommentare verfasse

  5. die Tagessau, Heute-Journaille, Blöd-Zeitung und die weiteren Massenverblödungsmedien ziehe ich mir schon seit Jahren nicht mehr rein. Unsere Qualitätsmedien werden in absehbarer Zeit auf dem Müllhaufen landen, dort wo sie hingehören. Wir werden in Bälde den Sprung in ein neues Zeitalter erleben, völlig ohne staatliche Gängelungen, Manipulationen etc. Wirkliche Freiheit für alle Menschen wird dann Realität. Und das noch in diesem Jahr!

  6. Was werden die Mainstreammedien nach dem Brexit, sollte er denn wirklich kommen, tun.
    Sie müssen ein Exempel statuieren, damit nicht andere auf die Idee kommen, dasselbe zu machen.
    Wie kann das gelingen.
    Es müssen

    -Horrorszenarien inszeniert werden

    – Es müssen Schuldige gesucht werden

    – Es wird versucht, den Brexit mit allen Mitteln noch zu verhindern.

    – Es wird in Zukunft nur über negative Folgen, falls man welche findet oder erfindet, berichtet, positive Entwicklungen werden ignoriert, das können Mainstreammedien ganz besonders gut.

    – Es wird so dargestellt, als hätten die Brexit-Befürworter ihre Entscheidung bereut oder sie wüssten gar nicht genau, worüber sie abgestimmt hätten.

    – Es wird sogar die direkte Demokratie infrage gestellt.

    – Dann drücken wir noch ein bißchen auf die Tränendrüse.

    – Es werden endlose Diskussionen mit sog. „unabhängigen Experten“, die natürlich den Brexit ablehnen, geführt, die dann dem „dummen“ Bürger erklären, warum der Brexit so schlecht ist.

    – Es werden Prominente eingespannt, die erklären, warum der Brexit nicht gut für England ist.

    – Die Nazikeule darf natürlich auch nicht fehlen.

    – Es wird versucht, England zu isolieren, aber nur für die Öffentlichkeit, denn keiner will diesen Markt auslassen.

    – Lächerlichmachen gehört natürlich auch dazu.

    – Alles, was nur irgendwie falsch läuft für England, und wenn es ein verlorenes Fußballspiel ist, wird dem Brexit angelastet.

    – Es werden entsprechende Begriffe kreiert, die den Brexit negativ erscheinen lassen.

    – Es wird nichts über die Vorteile des Brexit berichtet:

    England ist Nettozahler in der EU gewesen, sie sparen viel Geld.
    England kann über die Einwanderung selbst bestimmen.
    Der Handel mit der EU wird nicht leiden (siehe Schweiz, Norwegen)
    England kann eigene Handelsabkommen (Indien, China) schließen.
    England hat den Commonwealth, der wesentlich größer als die EU ist.
    England hatte schon eine eigene Währung, kann dadurch natürlich abwerten und wettbewerbsfähiger werden.

    Die Mainstreammedien haben sehr viele Möglichkeiten der Manipulation. Der Brexit ist eine von vielen Beweisen, dass die Mainstreammedien GLEICHGESCHALTET sind, sie sind eine riesige Gehirnwäsche- und Manipulationsmaschine.
    Die Mainstreammedien sind in wichtigen Dingen manipuliert bzw. gesteuert, das ist nicht wirklich schwer zu machen, es gibt 3 große Nachrichtenagenturen (AP, AFP, Thomson-Reuters, https://swisspropaganda.wordpress.com/der-propaganda-multiplikator/), die ein eigenes Korrespondentennetz haben, der Rest schreibt ab. Die meisten Nachrichtenagenturen sind im Besitz der Medienkonzerne, es gibt also so eine ähnliche Struktur wie bei den Banken und den Ratingagenturen.
    In Deutschland gibt es 5 Medienkonzerne, die ca. 80 Prozent des Marktes abdecken.
    Sie brauchen also nur die 5 Chefredakteure bzw. Herausgeber „auf Linie“ bringen, dann haben sie hunderte Zeitungen, Zeitschriften, Online-Medien und Fernsehstationen im Griff. So einfach ist das.
    Medien sind eine gigantische Gehirnwäsche- bzw. Manipulationsmaschine, die im Schnitt zwischen 3 und 4 Stunden pro Tag die Köpfe der Menschen mit ausgefeilten, psychologisch raffinierten Methoden „bearbeitet“ und das 365 Tage im Jahr. Da müssen sie erst einmal etwas entgegensetzen, denn einmalige Aktionen helfen wenig. Da geschätzte 95 Prozent der Bevölkerung das Ausmass der Gesteuertheit nicht kennen, sind sie dieser Maschine fast hilflos ausgeliefert, denn nachdem ca. 88 Prozent der Deutschen (Parteien, die den Kurs von Frau M. im Wesentlichen unterstützen) immer noch dieser Regierung das Vertrauen aussprechen, haben es mindestens soviele Leute noch nicht kapiert, was hier läuft.

    Nur wenn man diese Gehirnwäsche unterbricht, hat man eine Chance.
    Schafft eigene unabhängige, hochwertige und objektive Mainstreammedien.

  7. Ich hasse diese Lügenpresse, ich hasse diese BRD und die Verbrecherbande um IM Merkel und den stasibegünstigten Gauck, ich hasse die irren und korrupten Kommunalpolitiker, Lehrer, Richter, Verwaltungsbeamte, Kirchenheinis,Gewerkschafter, Radfahrer auf Fußwegen, das ganze linke Gesindel, Asylanten und diese verblödeten Konsumhomoniden westlich der Zonengrenze. Deshalb bete ich : Lieber Erich komm hernieder und baue deinen Schutzwall wieder, befreie uns von Asylantenquoten und wir verzeihen dir die Mauertoten.

  8. Diese Lügenmedien nehme ich schon lange nicht mehr zur Kenntnis. Gegen diese war der DDR Sudelede ein Mann der Wahrhaftigkeit und die Vorgänger dieser Tintenkleckser dienten bereits Goebbels. Mein Hass auf diese BRD und ihr Verbrechersystem ist so groß, daß diesem Maas die Schädeldecke platzen würde, würde ich diesen hier artikulieren.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.