Jemen: Vom Frieden weit entfernt

Wegen unzumutbarer Forderungen der sunnitischen Regierung sind die Friedensgespräche mit den Houthi-Rebellen vorerst gescheitert. Der Jemen wird wohl noch länger im Krieg versinken.

Von Marco Maier

Die jemenitische Regierung, welche von Saudi-Arabien und anderen sunnitisch geführten Golfstaaten gestützt wird, hat ein vorläufiges Ende der Friedensgespräche mit den vom Iran unterstützten schiitischen Houthi-Rebellen verkündet. Zuvor waren Rebellenvertreter zu den Friedensgesprächen nach Kuwait gereist. Ihr Sprecher Mohammed Abdel-Salam sagte: "Wir wissen, dass die andere Seite keine politische Lösung und auch keine friedliche Lösung will."

So fordern Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi und dessen Regierung die Anerkennung der Rechtmäßigkeit deren Administration durch die Houthis und sich diese an UNO-Resolutionen halten müssten. Doch die Houthi-Rebellen wollen sich nicht länger dem Diktat der sunnitischen Führung unterwerfen. Zudem sind es vor allem die Regierungstruppen und deren Verbündeten, die Saudis, die das bitterarme Land mit Terror überziehen, Schulen, Krankenhäuser und Hochzeitsgesellschaften bombardieren und weiterhin repressiv gegen Oppositionelle vorgehen.

Leiden müssen unter der Verweigerung von Friedensgesprächen jedoch wieder vor allem die Menschen. Bislang hat der Konflikt, in dem auch die regionalpolitischen Interessen Saudi-Arabiens und des Irans eine Rolle spielen, bereits rund 9.000 Menschenleben gefordert.

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2 Kommentare

  1. Endlich mal wieder ein Artikel über Yemen. Ist doch ne absolute Sauerei was man diesem Land und dessen Volk antut…und niemanden aus unserer ach so humanen Mainshitgesellschaft juckt es. Wahrscheinlich haben manche von denen noch nie in ihrem Leben was von Yemen gehört

    Mein Respekt gilt diesen wahren Kriegern genannt Houthi-rebellen die es schaffen standzuhalten gegen eine feindliche Übermacht bestehend Marionettenregierung, Golfkooperationsrat, irgendwelchen ausländischen Söldner und natürlich der yemenitischen Tochterfilialen unserer Freunde von Al-qaida und Islamischer Staat

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