Jeder dritte Arbeitnehmer lässt Urlaubstage verfallen

Vor allem die Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes sorgt dafür, dass in etwa jeder dritte Arbeitnehmer zugunsten der Arbeit Urlaubstage verfallen lässt. Haben Sie auch schon aus Sorge um Ihren Arbeitsplatz auf Ihren Urlaub verzichtet?

Von Redaktion/dts

Jeder dritte Beschäftigte (33 Prozent) in Deutschland lässt zugunsten der Arbeit Urlaubstage verfallen. Hauptgrund für den Verzicht ist nach einer Befragung des Deutschen Gewerkschafts-Bundes (BDG) die Sorge um den Verlust des Jobs. Das berichtet die "Bild".

Die größte Verbreitung von Freizeitverzicht findet sich in den Reinigungs- und Bauberufen, am geringsten ist sie in Dienstleistungsbereichen wie Werbung, Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit. Zudem gibt es einen Zusammenhang mit der Arbeitsbelastung: Je länger die wöchentliche Arbeitszeit ist, desto häufiger wird auf Urlaub verzichtet. So hat jeder Zweite (50 Prozent), der 48 Stunden oder mehr in der Woche arbeitet, Anspruch auf Ferientage verfallen lassen. Bei einer Wochenarbeitszeit von bis zu 20 Stunden betrifft es nur jeden Vierten (26 Prozent).

Gewerkschafter sehen den Arbeitgeber in der Pflicht "Er hat dafür Sorge zu tragen, dass die Beschäftigten in seinem Betrieb oder in der Verwaltung ihren Urlaub auch nehmen können", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zu "Bild". "Gerade bei großem Arbeitsdruck ist die Erholung im Urlaub noch wichtiger, um gesund zu bleiben."

Angesichts der angeblich doch so guten Lage am deutschen Arbeitsmarkt stellt sich die Frage, warum dem so ist. Gemäß der Theorie von Angebot und Nachfrage müsste es doch eigentlich – wenn man der Regierungspropaganda folgt – längst so sein, dass sich die Arbeitgeber um die Arbeitnehmer reißen. Haben Sie auch schon aus Sorge um Ihren Arbeitsplatz auf Ihren Urlaub verzichtet?

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9 Kommentare

  1. Das ist erst der Anfang, gehört zur vereinbarten Angleichung der Arbeits- u. Lebensbedingungen in der EU. Inzwischen hat sich das Regime im Rahmen der Agenda 2030 zu globaler Angleichung verpflichtet.

    1. Richtig, die Eliten planen uns ins Mittelalter zurück zu schicken. 16 Stunden Arbeitstag, Hungerlöhne etc. 

      Sozialstaat, was ist das? Die Lebenserwartung muss rapide gesenkt werden. 

      Privilegien nur für den Geldadel.

      Aber mit viel Glück ist heute der Tag, an dem wir den Finanzadel für immer in die Wüste schicken werden.

  2. Die Angst vorm Arbeitsplatz-Verlust dürfte nur ein Aspekt sein. Der zweite ist, daß in vielen Betrieben und Ämtern die Personaldecke mittlerweile derart dünn ist, daß Ausfälle durch Urlaub, Krankheit oder Mutterschutz nicht mehr aufgefangen werden können. Ich darf in diesem Jahr auch auf  Urlaub verzichten. Dafür wird sich mein Arbeitgeber dann über eine Krankmeldung meinerseits freuen dürfen . Wer sich eben über tariflich vereinbarte Dinge hinwegsetzt, muß auch mit den Konsequenzen leben

  3. Das ist die Vorwegnahme von TTIP und CETA! Aber die Menschen werden es erst begeifen, wenn sie maximal 5 Tage Urlaub pro Jahr zugesprochen bekommen, wenn überhaupt, die Feiertage abgeschafft und die 7 Tagewoche eingeführt wurde! Ebenso wird der bezahlte Krankenstand abgeschafft, das heißt, Kranksein bedeuted Einkommensvelust. Die Menschen sterben früher und man spart sich für das"Pack" die Pension. Dafür wird die Euthanasie eingeführt, die höchstwahrscheinlich auch noch selbst bezahlt werden muß! Eigentum wird abgeschafft. Das Ächzen und Stöhnen der Menschen wird man dann auch am an Ende unseres Sonnenssystems vernehmen können. Aber dann ist es zu spät!!! Die Erde wird in eine Strafanstalt umgewandelt, die Insassen arbeiten wie Sträflinge für ihren Gefängnisdirektor, die Hochfinanz und den Konzernen.

  4. Kein Mitleid, wer seinen Urlaub verfallen lässt ist selbst schuld. Solche  Leute werden ein Leben lang ausgebeutet und am Ende dann gegen noch billigere "Fachkräfte "ersetzt. Das Volk verblödet zunehmend und hat es somit nicht besser verdient. 

    Man muss um seine Rechte kämpfen aber dazu gehört eben Mut .

    1. Dieser Meinung war ich schon immer. Genauso wenig Mitleid habe ich mit Leuten, bei denen Hunderte von Überstunden auflaufen, die sie dann nicht abbummeln – oder die monatelang ohne Gehalt weiterarbeiten. Im Grunde nehmen solche Leute damit auch anderen die Arbeit bzw. den Arbeitplatz weg, weil die Arbeitgeber ja dann keine neuen Leute einzustellen brauchen!

  5. Wer aufhört zu jammern und sein Leben selbst in die Hand nimmt, der wird auch nicht ausgebeutet. So langsam hasse ich euch Pfeiffen! Bekommt endlich den Arsch hoch und wehrt euch. Übrigens ich habe vor2 Jahren zu meinem Ausbeuter gesagt, dass jetzt Schluss ist! Besser als heute ging es mir nie im meinem 53 Jahre langem Leben.

    1. @Strafgefangener 106

      Könnten Sie den Prozess "Ihrer Selbstbefreiung" etwas näher beschreiben?

      Wäre bestimmt anregend und motivierend für andere Knechte… 

  6. NEHMEN WIR DOCH DAS FOLGENDE DOCH ALS HEBEL UND ZWINGEN SIE ZUM STOP !

    Nie wieder Krieg!

    Aus dem Grund das mit Hilfe der Bundeswehr im Baltikum und in Polen angeblich Militärübungen stattfinden, sollten wir ein Schild in Englisch und Deutsch vor jeder Fa. hinstellen mit der Aufschrift das nach GG Artikel 20 Abs: [4] ein Generalstreik stattfindet und jeder Ruhe bewahren möge und zu Hause bleiben sollte und dort warten bis von neutralen Fachleuten geklärt ist, ob es eine Vorbereitung zum Angriffskrieg gibt, der nach GG Artikel 26 Abs::[1] verboten ist. Zu dem muss geklärt werden ob Personen in der BRD nach Artikel 18 ihre Grundrechte verwirkt haben.

    Wirtschaft ist Krieg im Frieden.Erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu gewinnen gibt,folgt der Satz: “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

    “Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”, lautet ein berühmtes Zitat des preußischen Generals Carl von Clausewitz,der Anfang des 19. Jahrhunderts in den napoleonischen Kriegen eine entscheidende Rolle spielte.

     

     

     

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