Japan: In weniger als 10 Jahren ist Schicht im Schacht

Eine überalternde Gesellschaft, fehlende Sanierungspläne für den Staatshaushalt und wirtschaftliche Probleme sorgen dafür, dass Japan spätestens 2025 finanziell die Luft ausgehen wird. Der Countdown zum Schuldencrash läuft.

Von Marco Maier

Der japanische Staat ist mit rund 230 Prozent der Wirtschaftsleistung verschuldet. Ein Wert, der weltweit gesehen derzeit wohl einen Spitzenwert darstellt. Hinzu kommt der Umstand, dass dieser Wert in etwa dem Siebenfachen der Staatseinnahmen entsprechen. Zum Vergleich: In Griechenland liegt die Staatsverschuldung bei 170 Prozent des BIP und in etwa dem Vierfachen der jährlichen Staatseinnahmen. Dieser Umstand führt dazu, dass Japans Schuldenberg gerne als "tickende Zeitbombe" betitelt wird.

Derzeit geht das Spiel noch gut: Weil rund 90 Prozent der Staatsschulden in nationaler Hand liegen und die japanische Regierung dafür faktisch keine Zinsen bezahlen muss, dafür jedoch bei den Steuern zurückhaltend agiert, erkaufen sich die Japaner dies eben zu diesem Preis. Höheren Nettoeinkommen und geringeren Konsumsteuern stehen dafür eben quasi unverzinste Staatspapiere als Anlageform gegenüber.

Doch das Ganze hat ein Ablaufdatum. Die wirtschaftlichen Probleme im Land sorgen dafür, dass die jüngeren Japaner deutlich schlechter bezahlte Jobs erhalten als noch ihre Eltern und Großeltern. Im Falle von Erbschaften dürften dann nicht wenige dieser Papiere zu barem Geld gemacht werden, was dazu führt, dass dem Staat die Käufer für die Staatstitel abhanden kommen.

Inzwischen zeigen Studien, dass die Mehrwertsteuer von derzeit 8 auf mindestens 23 Prozent erhöht werden müsste, um zumindest mittelfristig eine Konsolidierung des Staatshaushalts zu erreichen. Doch nachdem schon die jüngste Erhöhung um drei Prozentpunkte zu einer Rezession führte, ist der Wille in der Politik doch recht schwach, wenn es um eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer geht. Selbst bei den Unternehmenssteuern traut man sich nicht wirklich, die Steuerschraube anzuziehen.

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Spätestens im Zeitraum von 2022 bis 2025 herum dürfte die japanische Schuldenblase in sich zusammenfallen, wie diverse Studien aufzeigen. Denn schon jetzt fließen rund die Hälfte der Steuereinnahmen und etwa ein Viertel des gesamten Staatshaushalts in den Schuldendienst. Die Tendenz ist trotz der niedrigen Zinsen weiterhin steigend, weil die teuren Konjunkturprogramme der rechtskonservativen Regierung die Verschuldungsspirale weiter antreiben. Der Countdown zum finalen Crash läuft indessen immer weiter…

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11 Kommentare

  1. Auch der beliebte Marco Maier hat’s noch immer nicht verstanden: In einem Land, wo alles radioaktiv verstrahlt ist, ist jetzt schon Schicht im Schacht.

    „Wir sind alle tot“. Nur Marco nicht. Er erklärt uns den Begriff „total tot“ 😀

  2. Tatsächlich wird es allen Ländern früher oder später so gehen in denen sich der Bandwurm (USA) festgesetzt hat .Sie werden langsam ausgesaugt!

  3. Selbst Steuererhöhungen werden dass Problem nur mäßig verlangsamen. Das liegt zum einen daran, dass "Schuldtitel/Staatsanleihen" üblicherweise verzinst sind (der Schuldenberg wächst stetig weiter) und zum anderen an dem Rückgang der inländischen Kaufkraft (es werden weniger Waren konsumiert, der Lebensstandard sinkt -> weniger Steuereinnahmen). Im Endeffekt ist Japan bereits Pleite. Ein Hoch auf das Schuldgeld-System. Im übrigen ist die BRD in ca. einem Jahtzehnt an gleicher Stelle (vorausgesetzt der Euro kann bis noch einige Male reanimiert werden und die restlichen Probleme holen uns nicht führer ein).

    1. Steuererhöhungen sind auf jeden Fall gut. Die kennt der Bürger, darunter kann er sich was vorstellen. So lange es Steuererhöhungen gibt, ist die Politik in Ordnung, und Spektrum für Gespräche da. Gäbe es keine Steuererhöhungen mehr, würde die Kommunikation in den Kneipen zusammenbrechen. Die Gespräche würden verstummen, der Bierumsatz zurückgehen, weniger Steuern eingenommen werden. Was dann zu Steuererhöhungen führen würde. Jeder halbwegs gebildete Bürger begrüßt daher Steuererhöhungen.

      Interessant wird es, wenn die Steuern die 100% Marke übersteigen. Dann werden sie negativ, so wie wir es von den Zinsen kennen. Jede weitere Steuererhöhung würde dann die Taschen klingeln lassen. Wir müssen uns nur noch ein wenig gedulden, auf dem Weg zu den 100% Wenn wir drüber sind, haben wir gewonnen.

      1. Ja. Dem kann ich ungeteilt zustimmen! Das mit den negativen Steuern ab einen Steuersatz von 100% könnte ich ja noch verkraften. Aber dass die Kommunikation in den Kneipen zusammenbrechen und der Bierabsatz sinkt, das ruft geradezu Panik bei mir hervor. Deshalb bin ich für Steuerhöhung bis zu Steuersätzen von über 100%. Dann geht es den Bierbrauern auch wieder gut..

      2. Und was ist mit euch anderen? Es kann doch nicht sein, dass Herr Winzig der einzige habwegs gebildete Mensch im deutschsprachigen Internet ist?

  4. …da hast du aber etwas gewaltiges vergessen was Nippon von allen anderen Staaten der Welt unterscheidet. Nippon und seine Bewohner, die von westlicher Seite in altbekannter Arroganz gern "Japaner" gerufen werden obwohl es dieses Wort in Nippon ueberhaupt nicht gibt, sind im Inneren und erst recht in der Gefahr "Eine-Grosse-Familie" und genau das ist auch der Grund warum ueber 90% der Schulden im eigenem Land verortet sind bei den eigenen Leuten! Dieses Volk wird auch kommende Krisen meistern, so, wie sie es immer taten…und ganz entgegen der westlichen Untergangsprognosen! Wir sollten unsere Langnasen besser in den eigenen Schxxsshaufen stecken und sehen, dass wird die Parasiten losbekommen die uns seit langem knechten und uns aussaugen wie ne Spinne die Fliege! Was den Untergang betrifft sind wir næhmlich schon im Freien Fall und stehen schon lange nicht mehr auf der Klippe. Was wære wohl, wenn Nippon und China es wieder besser fænden, zum eigenen Vorteil und der Wirtschaft wegen, zusammen zu kommen? Geht nicht??? Hehe….schau mal in die Historie dieser beiden Lænder und du wirst staunen was du da erfæhrst! Ihr werdet diese Vølker niemals verstehen!…genauso wie die dæmlichen Exeuropæer von ueberm Atlæntik die es immer noch nicht in ihre hohle Birne bekommen, das Chinesen,Koreaner und das Volk von Nippon keine "Orientalen" sind und das Harakiri nicht Harakiri sondern Seppuku heisst und und und….nur weil ein irgendein Amifilmemacher in den 40ern zu dumm war gewisse Kanji "richtig" zu uebersetzen…wie sollte er auch…es ging und geht ja eh blos um Money und Show!…da ist die Realitæt nicht wichtig……

    1. Sie Optimist, Sie! Ich sage den Japanern eine heftige Einwanderungswelle mit allen bekannten Folgen voraus. Hauptgrund ist der Mangel an Billiglöhnern. Menschenrechtler rotten sich schon zusammen und der Staat verliert Prozesse gegen die Vertreter der Umma. Wir kennen das.

      1. …also ich lebe schon eine Weile einen Grossteil in Nippon in eineer wunderschønen Gegend ausserhalb von Grossstædten und sehr bald auch fuer immer. Ich kann ihnen beruhigt sagen, dass ihr wildes Fantasieszenario nicht eintreffen wird. Es gibt seit langem schon Chinesen, Filipinos und andere Asiaten die in Nippon arbeiten aber sie gehen eines Tages auch wieder nach hause denn das muessen sie sonst bekommen sie erst gar keinen Vertrag. Das gibt es schon seit den 90ern oder noch frueher. Ja es sind Billiglöhner die im z.B. Zusammenbau von Zimmerventilatoren oder æhnlichem arbeiten aber ihre Vertræge sind begrenzt und sie "MUESSEN" auch danach wieder gehen! Das weiss ich aus erster Hand da meine Frau mal ein paar Monate zwischen Dezember und Mærz in solch einer Manufaktur in Gobo (Præfektur Wakayama) als Dolmetscher gearbeitet hatte in der jede Menge Filipinos angestellt waren aber auch Japaner. Glauben sie mir, in Nippon læuft das nicht wie in Europa! Das ist nur der feuchte Traum einiger Ahnungsloser hier und vielleicht der, von ein paar Wuestennegern mit dreckigem Filzbart und Vakuum im dummen Xallamaxalla-Schædel, welche sich einbilden sie kønnten den Japanern drohen oder irgendwas befehlen oder auf die sogenannten Menschen – æhhh, Invasions-Rechte pochen in dem sie ihre kranken Invasionsforderungen mit Religionsfreiheit verbinden, was an sich schon ein absurdes Geschwætz ist welches sich nicht mal richtig kommentieren læssr weil so dermassen abartig….Junge,da lachen die Japaner nur drueber! IN NIPPON WIRD NIEMALS IRGEND EIN DEGENERIERTER  ZIEGENFICKER VOM SPITZTURM SCHREIEN MIT SEINER HUNDEGEBELL-SPRACHE Ich sagte es schon mal….die Ostasiaten ticken vøllig anders und ihr kønnt das nicht verstehen….und es fehlt wohl auch der Wille sich die Muehe zu machen.

  5. Die gesammt Leistung des Japanischen Volkes, das mit seiner Lebensleistung Machinen herstellte, die fast von ganz alleine Produkte herstellen können, wird nicht berücksichtigt und das gilt auch für das Deutsche Volk und wenn sie zu alt sind und daher angeblich eine Last sind, lässt man das gesammte Volk die Jungen und die Alten fallen.

    Wie Menschen verachtend kann da der "Mensch" nur sein.

     

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