Duterte: „USA zerstören den Nahen Osten“

Der neue philippinische Präsident teilt ordentlich gegen die USA aus. Nachdem er eine Einigung mit China anstrebt, folgte gleich darauf eine verbale Attacke auf die US-Aktivitäten im Nahen Osten. Diese hätten mit ihren Aktionen die Muslime erst zu Terroristen gemacht.

Von Marco Maier

In einer Ansprache vor philippinischen Muslimen, die seit je her Teile der Inseln besiedeln, beim Hariraya Eid'l Fitr zum Ende des Ramadans, sagte der neu gewählte Präsident Duterte, dass die Muslime in Mindanao und im Nahen Osten "nur deshalb radikalisiert" worden seien, "weil sie an die Wand gedrängt wurden".

Weiters bezichtigte er die USA und Großbritannien, die muslimischen Staaten auseinanderreißen zu wollen. Diese hätten "sich ihren Weg in den Irak gekämpft und Saddam getötet". Danach ergänzte er: "Seht in den heutigen Irak. Seht, was Libyen geschah. Seht was Syrien geschah." Washington und London würden die Jugendlichen in die Arme der Extremisten treiben, "weil sie wegen der gebrochenen Versprechen an die Wand gedrängt wurden".

"Es ist nicht der Nahe Osten, der Terrorismus nach Amerika exportiert. Amerika importierte den Terrorismus", so Duterte weiter. "Sie zerbrachen den Nahen Osten. Wer war Saddam? Er war ein Diktator, aber er hatte die Zügel im Land fest in der Hand". Dabei unterstrich er, dass jahrelange Ermittlungen zeigten, dass "es keine legale Basis gab, dem Irak den Krieg zu erklären."

Die Milizen von Abu Sayyaf, einst von der Al-Kaida mitfinanziert, heute mit dem "Islamischen Staat" verbunden, fanden in seiner Rede ebenso Berücksichtigung: "Ihr habt mich nie sagen hören, 'diese Kriminellen'. Das ist ein anderer Aufbau, weil dies jene Leute sind, die in die Verzweiflung getrieben wurden." In den Muslimgebieten in Mindanao "gab es keinen Anschein einer ausreichenden Regierungsgewalt, deshalb wurden sie an die Wand gedrängt, dann wurden sie radikalisiert", so Duterte weiter. Er hoffe, dass sie ihn nicht entführen, wenn er nach Jolo geht um mit dem Führer der Moro National Liberation Front (MNLF), Nur Misuari, einen Dialog führen werde.

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Duterte kritisierte hierbei auch die Rolle der Kolonisatoren, welche damals die Menschen in der Region entzweiten. Denn: "Bevor die Religion kam, waren wir alle Ureinwohner dieser Sultanate, dann wurden wir durch den Kolonialismus geteilt", ergänzte er mit Hinweis auf die Malayen. Deren Sultanate umfassten einige Zeit einen Teil der philippinischen Inseln, bis die Spanier diese kolonialisierten und weitestgehend christianisierten.

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11 Kommentare

    1. Eretz Israel, wörtlich übersetzt: das Land Israel (hebräisch ארץ ישראל ), ist eine traditionelle jüdische Bezeichnung für das Land, das in der Bibel meist Land Kanaan genannt wird, in dem die Israeliten sesshaft wurden und mehrere Jahrhunderte neben den Kanaanäern und Philistern lebten. (Quelle: Wikipedia)

      Was möchten Sie uns damit sagen?

      1. @Gehts noch?  David hat schon vor sehr  langer Zeit die Grenzen von Erez Israel festgelegt: Vom Euphrat bis zum Nil. In der israelischen Balkenfahne sind diese 2 Grenzbereiche bereits vorgesehen. Rings um  das heitige Israel können Sie unschwer eine Vakuumisierung durch Merkel`sche "Ursachenforschung" erkennen. Nach der Vakuumisierung folgt die Tsunamisierung  ab in den deuschen Vermendelungskaninchenstall. Das wollte ich damit sagen!!

        1. ''Die USA zerstören den Nahen Osten''man stelle sich vor das hätte Transatlantik-Sklavin Merkel gesagt…

          Unvorstellbar,gelle..?!

          Wie sagte einst Voltaire..wenn du weisst wen du nicht kritisieren darfst..dann weisst du wer dich beherrscht.

          Man mag von Duterte halten was man will..eine Krämerseele ist er keinesfalls…und viele Philippino's setzen grosse Hoffnung in ihn.

      2. @ Geht's noch

         

        Was möchten Sie uns damit sagen?

        _________

        Eretz Israel und der infame Oded Yinon Plan

        von  Prof. Israel Shahak

         Global Research, 7. Nov. 2015

        Association of Arab-American University Graduates, Inc. 3. März 2013
        Dieser Artikel wurde zuerst in „Global Research“ am 29. April 2013 veröffentlicht.

        http://www.palaestina-portal.eu/Shahak/Shahak_Israel_Gro%C3%9Fisrael_Der_zionistische_Plan_fuer_den_Nahen_Osten.html

         

    1. Als ich vor vielen Jahren in "Die Welt" als Leserkommentar schrieb, daß die USA vor unserer Haustüre zündeln, überall Kriege anzetteln, und wir die Zeche zahlen sollten, wurden meine Kommentare immer gelöscht. Einmal an einem Abend sämtliche Kommentare in allen Rubriken!

      So ergeht es mir auch heute noch noch zum Thema NATO und "Fachkräfte", und Flüchtlinge! Die Systempresse der jüdisch gelenkten Gangster betreibt noch immer unterschwellig Volksverhetzung, tippt die Waage vor den Wahlen, berichtet einseitig über politische Begebenheiten?

      Danke an Contra Magazin, daß Sie die Augen offen halten! Viel Glück und alles Gute an Rodrigo Duterte in Zukunft!

  1. sagte der neu gewählte Präsident Duterte, dass die Muslime in Mindanao und im Nahen Osten "nur deshalb radikalisiert" worden seien, "weil sie an die Wand gedrängt wurden"

    ————————————–

    Das ist nur zum Teil richtig.

    Richtig ist dass der Islam eine aggressive Weltanschauung ist (mit Religion oder Spiritualität hat das herzlich wenig zu tun.

    Allah's Reich ist nicht etwa wie das Christliche 'im Himmel'  oder 'in den Herzen der Gläubigen', sondern überall dort, wo der Ruf des Muezzin jault und die 'göttliche Scharia' regiert.

    Die Araber haben zu Zeiten des 'Goldenen Islam' ein ganzes Weltreich zusammen geraubt – ganz ohne die bösen Yankees – von den 'Säulen des Herkules' bis an die Grenze des großen Chinesischen Reiches. In Indien haben sie so gewütet, dass dabei rd. 80 Mio 'Ungläubige' über die Klinge gesprungen sind. Hierbei handelt es sich um den größten Genozid der Geschichte.

    Und nicht die USA haben den Nahen Osten zerstört, schon garnicht die US-Amerikaner, sondern die neuen, kriegstreibenden Neo-Con 'Eliten', die Washington kontrollieren und beherrschen.

    Und warum?

    Inga hat das Stichwort schon gegeben:

    Erez Israel!

    Der Traum von Groß-Israel, den die Zionisten und ihre Verbündeten, die religiösen Radikalinskis,  allerspätestens seit Ben Gurion gemeinsam träumen.

    Der infame „Oded Yinon Plan“. Einführung von Michel Chossudovsky

     von Israel Shahak

     Global Research, 7. Nov. 2015

    Association of Arab-American University Graduates, Inc. 3. März 2013
    Dieser Artikel wurde zuerst in „Global Research“ am 29. April 2013 veröffentlicht.

    http://www.palaestina-portal.eu/Shahak/Shahak_Israel_Gro%C3%9Fisrael_Der_zionistische_Plan_fuer_den_Nahen_Osten.html

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