Der Portugiese, der schon als Premierminister seines Landes für die Mächtigen der "Transatlantikbande" gearbeitet hat, wurde jetzt für seine Mühen entlohnt. Doch Schweizer Nummernkonten, Geldkoffer oder Wertpapiere sind out. Heute bekommen die Lakaien der „Märkte“ einen gutdotierten Job – keine Arbeit – ohne Funktionen. Goldman Sachs ist jedoch wegen seines Einflusses auf die Politik ständig in den Schlagzeilen.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Das EU-Parlament in Straßburg ist so etwas wie der letzte Rest Demokratie in der Europäischen Union. Was da so alles durchgewunken wird und wie wenig das einzige direkt vom europäischem Volk gewählte Organ der EU wirklich zu sagen hat, steht auf einem anderem Blatt Papier und sollte mal debattiert (und geändert) werden. Aber andererseits ist der „Wählerwille“ schließlich oft nicht „unser Wille“ und so haben die Politiker auch kein Interesse an Veränderung. Oft sitzen Parlamentarier dort, die ihrer Partei zu unbequem wurden. Über 50 von diesen unbequemen Abgeordneten forderten die EU-Ombudsfrau auf, die Verbindungen zwischen Barroso und der internationalen Hochfinanz, insbesondere zur Investmentbank Goldman Sachs, zu untersuchen.

Die italienische EU-Abgeordnete Barbara Spinelli -Tochter eines der Gründerväter der Europäischen Union, Altiero Spinelli (GUE) – schrieb die EU-Ombudsfrau Emily O'Reilly an und bat um eine eindringliche Untersuchung des neuen Jobs von Herrn Barroso. Weitere 52 Abgeordnete, größtenteils von Linken und Mitte-Links-Parteien, unterzeichneten das Schreiben. Marisa Matias (BE), Ana Gomes (PS), Maria João Rodrigues (PS) und der umstrittene Anwalt und Antikorruptionsparteigründer Marinho e Peres sind die 4 Landsleute des skrupellosen Ex-EU Kommissionschefs, die sich der italienischen Kollegin anschlossen. Konservative Politiker, wie Portugals Ex-Premierminister und Barrosos Parteifreund (PSD) Pedro Passos Coelho oder Spaniens (Interims-)Regierungschef Mariano Rajoy hingegen gratulierten Barroso zu „einem weiterem Schritt in seiner brillanten Karriere“…

Die 53 „Rebellen“ hingegen argumentieren, dass der Artikel 245 des Vertrages über die Funktionen der EU und selbst der Verhaltenskodex für die Kommissare, diesen „eine Verpflichtung zu Integrität und Diskretion“ auferlegt, die über die „Abstinenzzeit“ von 18 Monaten hinaus geht. Das gilt in diesem Fall ganz besonders – und zwar nicht nur deshalb, weil es sich um den ehemaligen Kommissionschef handelt. „Wenn man in Betracht zieht“, so weiter im genanntem Schreiben, „was für eine zentrale Rolle die EU-Kommission bei der Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise seiner Zeit spielte, bitten wir die Ombudsfrau die Berufung von Herrn Barroso (…) zu untersuchen.“

Die Verwicklung von Goldman Sachs in der inzwischen zur Euro- und Staatsschuldenkrise gewordenen Finanzkrise ist hierbei der zentrale Punkt. Die US-Investmentbank hat Griechenlands korrupte Regierung vor dem platzen der Blase dabei geholfen, die wahre Verschuldung und Jahr für Jahr das tatsächliche Defizit zu vertuschen. Der Verdacht liegt daher nahe, dass die ganze Krise, die Südeuropa und auch Irland – deren Bürger, wohlgemerkt – in die Armut stürzte, als Plan für einen weiteren Schritt in die neoliberale Weltordnung gelten kann. Dies zu beweisen, dürfte allerdings weit über die Möglichkeiten von O'Reilly hinaus gehen. Aber es würde schon reichen, wenn diese neue Form der Korruption für nicht rechtens erklärt werden könnte.

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Daher bitten die Parlamentarier um eine Revision der Regeln, die das Verhalten von einstigen Mitarbeitern der EU betrifft, wenn sie in die Privatwirtschaft wechseln. Es ist nicht normal, wenn Geheimnisträger, Entscheidungsträger und Mitarbeiter mit Insiderwissen und besten Kontakten zu den ehemaligen Kollegen, in Unternehmen arbeiten gehen, die von Entscheidungen die in Brüssel getroffen werden, profitieren. Das ist genau der Punkt, an dem die Europäische Union aufgehört hat, für die Bürger da zu sein und sich in eine Banker- und Großkapitalisten-EU verwandeln konnte. Nur schade, dass es noch nicht mehr Abgeordnete wie diese 53 im EU-Parlament gibt. Spinellis Vater wäre stolz auf seine Tochter.

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17 thoughts on “Barroso bei Goldman Sachs – EU-Abgeordnete fordern Untersuchung”

  1. »Du mein armes Volk«, sagt der Herr, »Ausbeuter herrschen über dich, Wucherer saugen dich aus. Deine Führer verführen dich, sie zeigen dir den falschen Weg. « 

    Der Herr steht auf, um Gericht zu halten und seinem Volk Recht zu verschaffen.
    Er macht den Ratgebern und Führern seines Volkes den Prozess. »Ihr habt meinen Weinberg geplündert«, klagt er sie an. »Eure Häuser habt ihr vollgestopft mit dem, was ihr den Armen weggenommen habt. Mit welchem Recht unterdrückt ihr mein Volk und nutzt die Wehrlosen aus? « Das sagt der Herr, der Herrscher über die ganze Welt. - Jesaja 3.12-15

    https://www.die-bibel.de/online-bibeln/gute-nachricht-bibel/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_buhbibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=Jesaja+3.+12-15

  2. ach und bei Verheugen sollen sie auch gleich nochmals nachsehen; der hat glaub ich immer noch 6 oder mehr Lobbyistenjobs in Brüssel ^^^^

    lol,…Aber was red ich denn da, wenn sogar der nur "angebliche" Steuerbetrüger Juncker gleich mal Chef in der EU wird ^^^^^^ und ob er anscheinend dauernd besoffen ist, stört doch auch keinen unserer tollen Politiker ^^

    Da wird auch schnell mal aus 2 Herrn, was sich sogar in den Sitzungsprotokollen wiederfand (ob es jetzt noch dasteht wage ich sehr sehr stark zu bezweifeln^^) wo sie über den Griechenland-Bilanzbetrug redeten, mal ganz ohne Scham und völlig immunisiert vor jedweder Strafverfolgung mit absurden Posten belohnt, um mit Billionen von Euro´s rumspielen zu können ! Wer das ist ? möglicherweise* Reggling = Chef ESM und eventuell* Draghi = Chef EZB.

    *man muss ja schon in der Möglichkeit schreiben, bei einem Maas mit vielleicht* Reichskanzleiwahn

    1. …Verheugen jaja…auch so eine miesser, verlogener, unbedeutender Zwergenlakai! Dieses dreckige Fischmaul hatte ja auch mit klagend-ankagender Stimme vor jeder Kammera die nicht schnell genug vor ihm weglaufen konnte, wehklagend gepredigt: dass die Deutschen mit Recht solche Pinscher und Nichtstaaten auf geklautem deutschen Boden wie die Jammerpolacken oder diese kleinen Punkte uaf der karte….die ehemaligen Mulitærbasen der Sowjetunion mit Bezeichnungen wie Litauen,Letland und wie sie alle heissen, die sich dank zweideutiger US-Tætscheleien nun aufblasen als hætten sie irgend etwas zu melden….das wir solche Pseudostaaten auf ewig zu alimentieren haben wegen der erlittenen Schmach im WKII, ertragen muessen und dass die anderen europæischen Nachbarlænder zu recht immer noch vor den Deutschen angst haben, wieder ueberfallen zu werden…..ich dachte mein Schwein pfeifft als ich das hørte! Der muss ohne umwegen abgeholt und in die Geschlossenen zwangseingeliefert werden aber statt dessen bezahlen wir dieses verlogenen Fischmaul auch noch damit es gegen uns selbst Hass und Hæme sprudeln kann im Auftrag der internationalen Finanzjudenmafia!

  3. Es geht nur darum, die „Drehtür“ zu blockieren. Sprich: Regeln einzuführen, die es unmöglich machen, für willfährige „Dienste im Amt“ durch lukrative Jobs belohnt zu werden. Schon gäbe es weniger „geeignete Kandidaten“. Die Vita Barrosos sprach im Übrigen schon vorher Bände - die Portugiesen wissen Bescheid.

  4. Ein Eu Parlament aus Verbrechern gebaut. Klingt doch innovativ. Wenn die Verbrecher noch als Experten getauft werden, steht dem Marketing nichts mehr entgegen.

  5. »Barroso bei Goldman Sachs – EU-Abgeordnete fordern Untersuchung«

    Ach ja – das übl(ich)e Gewäsch!

    Untersuchung FORDERN heißt noch lang nicht durchführen.
    Durchführen allein bringt noch lang kein Ergebnis.
    Und selbst bei einem (ganz langen) Ergebnis:
    Keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus  -  jetzt und in Ewigkeit. Amen!

    Ich hab’ mal geglaubt, das Mittelalter läge hinter uns, aber ich hab’ mich wohl geirrt! Einerseits importier(t)en wird hunderttausendfach insbesondere SYRISCHE Kulturbereicherer, den bisherigen Politikeraussagen zufolge meist nur hochgebildete Kinderärzte. Betrachtet man aber jetzt die Aussagen, daß es sich bei den syrischen Attentätern immer nur um bekloppte Einzelfälle mit Waffelschaden handelt, muß die Frage erlaubt sein, ob "einen an der Klatsche zu haben" zwingende Voraussetzung für  ein (syrisches) Medizinstudium und anschließender Ausreise nach Deutschland ist? (Ist nur schwer vorstellbar!) Und die paar anderen Kulturbereicherer fallen doch sicher nicht ins statistische Gewicht.

    Wie dem auch sei: Wir importieren das Mittelalter!

    Und wenn man sein eigenes Hirn einschaltet und dem verzapften "politisch korrekten Seich" widerspricht, schlägt die schwarz-rot-grün-bekloppte "Zensur-BOLLIZEI" zu, bestückt zum Teil mit Fachkräften mit bester STASI-Ausbildung. Von ähnlichem Verhalten hab’ ich mal in der Schule gehört unter dem Stichwort: INQUISITION.

    Die war aber doch auch im Mittelalter – oder irre ich mich schon wieder?

    1. Das Mittelalter war nie zu Ende - siehe Steuerabgaben zur Kriegsführung (gegen das eigene Vold), Leibeigenschaft/Arge-Leiharbeiter…,

      Club666 existiert schon lange nur wie Diabolo geschickt üblich immer unter einem anderen "Gesicht" bzw. Institution.

      Deshalb alles immer schön im Auge behalten und sich selbst und seiner Intuition vertrauen.

      WIR Kindergottes/Schöpfer drehen das Blatt nun.

      <999

      1784121

      Allet wird jut  😉

  6. Warum die EU eine Neuausrichtung braucht: Längst überfällige Abrechnung mit einem "Verräter" am europäischen Gemeinwohl. 
    Zehn Jahre lang hatte J.M. Barroso als EU-Kommissionspräsident die geostrategischen (Baltikum/Ukraine/Türkei) und wirtschaftlichen (EURO/TTIP) Interessen v.a. der  USA und des internationalen Finanzkapitals bedient. Mit dem Ergebnis, dass Europa heute mit 27 divergierenden Nationalstaaten schwächer dasteht als zu Zeiten Adenauers und de Gaulles.
    Das Ergebnis ist ein in sich zerstrittenes heterogenes, unsolidarisches Staatenbündel mit 27 unüberbrückbaren  Nationalstaatsinteressen, von denen der Stärkste den Ton angibt und unter unglaublichen finanziellen Aufwendungen eine Maus geboren wird. Ganz im (divide et impere) Interesse der USA.
    Europa hat er damit keinen Dienst erwiesen, vielmehr seinen transatlantischen Freunden und seiner eigen Karriere.
    Möge er an seinem krankhaften Ehrgeiz und an seiner maßlosen Gier nach immer mehr für die wahren Freuden des Lebens "impotent" werden.
    Wenn wir überhaupt noch ein Interesse an einem Gemeinwesen Europa (wie groß auch immer) haben, wird es höchste Zeit mit der Ära Barroso abzurechnen. Qualität statt Quantität; nicht nur für die Eliten sondern für die Bürger Europas.

    1. Karl Schreiner, 

      Endlich mal einer der versteht worum es geht. Freut mich auch mal einen Kommentar zu lesen der nicht das gelaber von "die EU muss sterben" oder "befreit das Deutsche Volk von den Fesseln der EU" nachplappert. 

      Made my day, danke dafür.

  7. Barroso bei Goldman Sachs – EU-Abgeordnete fordern Untersuchung

    ——-

    Sie können 'fordern' soviel sie wollen - das geht eh aus wie das Hornberger Schießen.

    Ist eh nur 'Show' für die blöden EUdSSR Wahl-Sheeples (s. das Ballyhoo um den Goldman & Sucks Boy, Draghi!)

    Wer's immer noch nicht kapiert hat: Goldmann & Sucks aka Rothschild bestimmt die Richtlinien der ähäm…'europäischen Politik' - und dies garantiert nicht erst seit gestern.

    Und WER hätte gedacht, dass der Krypto-Kommunist (Maoist) Barroso, dem Mammon dient und ein 'Goldmann & Sucks Boy' war und ist.

    1. Tja, der Mann war nie Kommunist. Nach der Revolution hat er einfach nach einer Partei gesucht in der er sich nach oben arbeiten kann. Kaum wurde die PPD gegründet ist er auch schon dahin. Hätten die Kommunisten die Macht übernommen wäre er in die Partei eingetreten und hätte sich bis ins ZK hochge"arbeitet"… Ein Machtmensch eben!

    1. Doch das Gewissen, daß er jetzt vielleicht noch nicht hat, daß ihn wenn er denn irgendwann das Zeitige segnet heimsuchen wird. Er wird sein eigener Zeuge seines Lebens sein und das Gewissen wird ihn zerfressen.

      Er ist sein eigener Zeuge seiner Verbrechen und er wird sein eigener Richter sein. Das versteht er jetzt nur noch nicht, weil er von seiner Gier geblendet ist.

  8. Da gibt es nicht viel zu untersuchen. Barroso will durch die Hintertür, was er als Eurokrat in Brüssel nicht geschafft hat, mit Goldman Sachs, an die Gesamtkasse der 'EU',  sprich an das Geld der anderen, heranzukommen. Es ist Zeit, daß sich die einzelnen Staaten, wie England, langsam emanzipieren, und sich mit einer Dezentralisierung als föderaler Verbund unabhängiger Staaten zu organisieren um sich von solchen Parasiten wie einen Manuel Barroso zu befreien, der mit einem 'mehr Europa', nur 'mehr Kasse' versteht.

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