WHO-Bericht: Kaffee schützt vor diversen Krebserkrankungen

Eine gute Nachricht für Kaffee-Liebhaber: Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO in einem auf hunderten Studien besierenden Bericht festhält, schützt Kaffeegenuss vor diversen Krebserkrankungen.

Von Marco Maier

Das Risiko, an diversen Krebserkrankungen zu erkranken, sinkt durch den Genuss von Kaffee, wie der Bericht einer WHO-Behörde verdeutlicht. Demnach führt der Genuss des beliebten Heißgetränks zu einer Reduktion des Risikos, beispielsweise an Leber- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. 23 Experten sichteten dafür rund 500 Ernährungsstudien und knapp ebensoviele Ergebnisse von Tier- und Laborversuchen. Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) als Autor des Berichts warnte noch vor 25 Jahren davor, dass Kaffee zu Harnblasenkrebs führen könne. Wobei hier der Zigarettenkonsum nicht betrachtet wurde.

"Nach derzeitiger epidemiologischer Datenlage spricht ganz klar nichts gegen einen hohen Kaffeekonsum. Wir gehen derzeit eher von positiven Effekten aus. Die Inhaltsstoffe von Kaffee greifen wohl in den Leberstoffwechsel ein. Dies könnte die Ursache für die Beobachtung beim Leberkrebs sein und ebenso erklären, dass auch ein abgesenktes Risiko für Typ-2-Diabetes mit steigendem Kaffeekonsum beobachtete wurde", kommentiert Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam die aktuelle Bewertung durch die IARC. Allerdings sollte der Kaffee nicht zu heiß getrunken werden, da Heißgetränke ab 65 Grad Celsius infolge der Denaturierung von Eiweiß das Risiko von Speiseröhrenkrebs erhöhen.

In früheren Studien diverser Wissenschaftler wurde bereits festgestellt, dass der Kaffeekonsum Nierenkrebs, Hautkrebs, Blasenkrebs, Dickdarmkrebs und Brustkrebs vorbeugt, die Wahrscheinlichkeit für chronische Lebererkrankungen reduziert, neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder Demenz vorbeugt (bzw. deren Ausbruch verzögern kann), sowie eine signifikante Diabetesschutzwirkung mit sich bringt. Zudem zeigt eine finnische Studie, dass Menschen die oft Kaffee trinken im Durchschnitt auch deutlich älter werden als jene, die gar keinen Kaffee zu sich nehmen.

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9 Kommentare

    1. So lange Tonnenweise „Kapselkaffee“ zu schwindligen Kilopreisen verkauft wird, dürfte das noch eher ein kleines Problem sein. Zudem gibt es genießbaren Kaffee auch zu recht günstigen Preisen.

      1. Da ich zur alten Garde gehöre und aus diversen Gründen mit Kapselkaffee absolut Nichts am Hut habe und mit der guten alten Kaffeemaschine arbeite , ist mir der Preis gleichgültig.  Wenn ich ehrlich bin…. Der darf gerne noch teurer

  1. Der Kaffee gehört ebenso wie Mais und Soja zu den Kulturpflanzen, die ausgiebigsten mit Pestiziden "bearbeitet" werden, das sollte beim veröffentlichen von Studien zum Kaffee angefügt werden. Außerdem gibt es sicherlich tausende Studien zum Gebrauch von Kaffee, die auch widersprüchliche Ergebnisse aufzeigen (wie es bei Studien nun einmal ist)  Eine leberschützende Wirkung geht vom ungefilterten Kaffee aus, das steht für mich außer Frage, da Chlorogensäure, Kumarinsäure, Cafestol und Kahweol im ungefilterten Kaffee günstige Auswirkungen auf den Leberstoffwechsel haben und die Gluthationproduktion anregen (Gluthation gilt als eines der stärksten körpereigenen Antioxidantien).  Doch wer trinkt, wie in den kaffeeproduzierenden Ländern üblich, ungefilterten Kaffee ? Das, was in unseren Breiten gemeinhin als Kaffee angeboten wird, Filterkaffee, Pads…, ist bestenfalls ein Auszug und enthält nur einen sehr geringen Teil der reichlich vorkommenden nützlichen (über 100) Inhaltsstoffe. – Ein mäßiger Kaffeegenuss erhöht die Konzentration von Adiponektin, einem körpereigenen Hormon aus den Fettzellen, das vor Entgleisung des Zuckerstoffwechsels schützt. Bitterstoffe im Kaffee regen den Gallenfluß an, Koffein regt die Nebennieren an (vorteilhaft bei Stimmungsschwankungen), Kaffee insgesamt hat eine stoffwechselanregende Wirkung, wovon ein Mensch mit zu wenig Bewegung profitieren kann, aber ihm eine grundsätzlich krebsschützende oder gar krebsheilende Wirkung zuzusprechen, halte ich für eine recht fragwürdige Aussage.

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