USA: Die Revolte des Anti-Establishments

Der Sieg Donald Trumps bei den Republikanern und die enorme Zahl an Unterstützern für Bernie Sanders bei den Demokraten zeigt: Die US-Bürger haben das alteingesessene Establishment zunehmend satt. Doch sind sie auch in der Lage, die Plutokratie zu stürzen?

Von Marco Maier

Auch wenn Hillary Clinton Dank dem Procedere bei den Demokraten und den Delegiertenstimmen des Establishments nun doch die offizielle Kandidatin der Partei wurde, so zeigen die Erfolge Bernie Sanders – und wenn er noch so ein "typisch amerikanischer" Politiker ist – deutlich: Das Establishment kann sich warm anziehen. Denn bei den Republikanern hat der Anti-Establishment-Typ Donald Trump die Partei-Karte für die Präsidentenwahl schon in der Hand – auch wenn das konservative Establishment bereits an Gegenkandidaten arbeitet.

Egal wie man zu Sanders oder Trump steht – sie sind (für US-Verhältnisse) ein Symptom dessen, was die gesamte gekaufte Politlandschaft des US-Establishments in all den letzten Jahren verbockt hat. Sie selbst werden bzw. würden zwar nicht gegen das System ankommen, da ein Großteil der Abgeordneten im Repräsentantenhaus und der Senatoren immer noch Teil des Establishments darstellt – doch einige Opportunisten finden sich überall. Zudem wäre dies ein Zeichen für weitere "Underdogs", sich dem Kampf um die politischen Ämter zu stellen und nach und nach die Posten im Land zu übernehmen.

Die Vereinigten Staaten mögen zwar noch lange nicht dazu bereit sein, eine politische Revolution durchzuführen und sich von dem korrupten System zu lösen – doch es zeigt sich immer deutlicher, dass zumindest langsam ein Umdenken in der Bevölkerung stattfindet. Eine Entmachtung der Plutokratie wäre auf jeden Fall eine gute Sache. Für die USA selbst und wohl noch mehr für die ganze Welt.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

10 Kommentare

  1. Es gab keine Revolution und es wird auch keine geben. Dass Trump ebenfalls zum System gehört dürfte klar gewesen sein, ansonsten wäre er nie bis zu diesem Erfolg gekommen. Ähnlich wie bei Obama spielt er der Bevölkerung einen rettenden Strohhalm vor. Nach der Wahl wird nicht viel davon übrig bleiben und im Artikel steht auch schon richtig geschrieben, dass die amerikanische Politik (offiziell) im Repräsentantenhaus gemacht wird.

    Tatsächlich wird die Weltpolitik von der „Finanzwelt“ vorgeschrieben und durch die Geheimdienste und ihre Handlanger umgesetzt. Die Staatoberhäupter sind Marionetten für das Volk um diese zu beruhigen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit zu geben.

    Es gibt noch 2 weiße Punkte auf der Weltkugel, die nicht manipuliert sind. Dass sind Nordkorea und Kuba. Kuba zerfällt gerade und Nordkorea wird irgendwann auch fallen. Alles drum zu ist ein großes Theater.

  2. Man sollte wirklich keine Worte über das armseelige amerikanische Theater verlieren . Unterhalten sie sich mal mit einem Amerikaner der bei klsrem Verstand ist . In der  ameriknischen Politik gibt es auser  Holywood – nichts mehr ! Alles nach Drehbuch !

  3. Amerika ist mit 17 Billionen Dollar verschuldet – bei wem? Amerika hat sein Geldmonopol 1913 abgegeben, freiwillig an wem? Wer das Geldmompol hat, dem gehört das Land, der regiert und bestimmt. Führt Amerika die Kriege freiwillig oder werden sie gezwungen, erpresst, wenn ja von wem? Gehört die EZB nicht auch diesen Mächten, die gerade Griechenland verschleudern und verarmen lassen, Schlüßelpositionen besetzen mit Ihren Handlangern in Politik, Wirtschaft und Medien und Europa auserkoren haben für einen großen kriegerischen Konflikt? Wer sehen kann, der sieht, obwohl sie die Öffentlichkeit meiden, wer die Geschichte objektiv betrachtet der weiß, obwohl sie fälschen und lügen, zu offensichtlich ihre Bösartigkeiten, die sie verstecken hinter Menschenrechten und Gutmenschenansprüchen.

  4. "Revolte" des Anti-Establishments in den USA? Das kann nicht mehr als ein sprichwörtlicher "Sturm im Wasserglas" sein. Werter Herr Maier, Donald Trump als Gegner des Establishments zu bezeichnen erscheint mir als unzutreffend. Nur weil er mit markigen Worten eine Politik "anstrebt", die er im Falle eines Wahlsieges mit Sicherheit nicht umsetrzen kann? In den USA wird NIEMAND Präsident, der nicht dem "Establishment" der Wallstreet-Investment-Banker und den Eignern der FED dient.

    1. Nun ja, es geht auch nicht darum, ob die jeweiligen Kandidaten tatsächlich „Anti-Establishment“ sind, sondern viel mehr um die Wahrnehmung bei den Menschen. Und für die US-Amerikaner sind sowohl Trump als auch Sanders (je nach politischer Präferenz) solche Kandidaten. Auch wenn dies in beiden Fällen real gesehen nur bedingt der Fall ist.

  5. Auch für die US faschistische Diktatur gilt, wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten. So hatte man nach dem Kriegsverbrecher Busch, diesen Obama als Puppe präsentiert, um die schwarze Bevölkerung ruhig zu stellen und die Kriegsverbrecherpolitik weiter zu führen. Nun hat man den Klamaukmacher Trump, damit die geistesgestörte Kriegsverbrecherin Clinton, still an diesem vorbeiziehen kann. Clinton bedeutet den Krieg und die US Wähler wissen es nicht. Ein solcher Krieg wäre dann auch das verdiente Ende der verrotteten westlichen Vasallengesellschaft und so wie immer in der Menschheitsgeschichte ist deren Ende nur mit großen Opfern möglich. Auf zum letzten Gefecht (die Internationale)

  6. Fehlermeldung: Das Wort "Dank" wird hier klein geschrieben, denn es ist hier kein Substantiv.  Es gibt in der Deutschen Sprache sowohl ein Wort "Dank" als auch ein Wort "dank". – Haben Sie das nicht gelernt beim Deutschunterrich im Kindergarten, herr Maier mit dem ausländischen Vornamen?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.