Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor einem gefährlichen Trilemma, welches für die gesamte Weltwirtschaft gefährlich ist. Die europäische Politik interessiert das nicht.

Von Marco Maier

Die "Zentralbank der Zentralbanken", wie die BIZ gerne genannt wird, warnte am Wochenende eindringlich vor der aktuellen Lage, die drei große Problemfelder beinhaltet. Demnach besteht derzeit ein Mix aus niedrigem Produktivitätswachstum, sehr hohen Schuldenständen bei den Staaten und stark eingeschränkten Spielräumen bei der Wirtschaftspolitik. Dies bedrohe das System.

Angesichts der bestehenden Umstände sei die nächste schwere Finanzkrise nur eine Frage der Zeit, zumal die Gelddruckerei der Notenbanken hier nicht dazu beiträgt, die Lage in den Griff zu bekommen. Ganz im Gegenteil werden so Blasenbildungen auf den Finanzmärkten befeuert und eine neue Finanzkrise geradezu herausgefordert.

Eine zukunftsorientierte Politik? Die sucht man in Europa vergebens. Der Kontinent taumelt derzeit in Richtung Wirtschafts- und Finanzkollaps, worüber auch die vergleichsweise guten Daten aus Deutschland nicht darüber hinwegtäuschen können. Die Bundesrepublik sorgt angesichts ihres ökonomischen Übergewichts lediglich dafür, die Zahlen für den gesamten Euroraum ein wenig aufzuhübschen. Beim Rest sieht es überwiegend nicht gerade sehr rosig aus.

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Das besonders Schlimme daran ist: Weder die regierenden Eliten noch die oppositionellen Parteien und Gruppen haben wirklich einen Plan oder ein Konzept zur Lösung dieser Probleme. Für die Bevölkerung und die Wirtschaft in Europa sind das keine gute Aussichten. Einen Ausbruch aus diesem desaströsen Wirtschafts- und Finanzsystem will nämlich kaum jemand wagen.

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3 KOMMENTARE

  1. Einen Ausbruch aus diesem desaströsen Wirtschafts- und Finanzsystem will nämlich kaum jemand wagen

    Warum und wozu auch. Die Politiker wurden von den Lobbyisten der Eliten dorthin gehoben wo sie sitzen um zu tun was sie tun und nicht das Gegenteil. Die Leute werden am Zusammenbruch Geld verdienen. Nur das Zählt. Das sie hinterher keine Möglichkeit mehr haben es auszugeben, darüber denken sie nach wenn es soweit ist. Man zerstört erstmal die Marktwirtschaft und jault hinterher auf wenn die Kommunisten da sind und alles enteignen. Was vermutlich genau so kommen wird. 🙂

  2. Die Hauptursache des ganzen Übels ist Amputation der Nachfrage. Die neoliberale Agenda ist das Übel unserer Zeit. Es ist eine im Kern faschistoide Ideologie, die ohne jeden Zweifel in die Katastrophe führt – und für sehr viele Menschen bereits eine Katastrophe ist.

  3. der Plan der Eliten besteht darin uns alles zu nehmen, Aufstände blutig niederschlagen lassen, und als dankeschön geht es in den 3. WK und alles wird Putin untergejubelt.

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