Tortenwurf auf Wagenknecht bleibt wohl ohne strafrechtliche Folgen

Weil Sahra Wagenknecht von einer Strafanzeige nach dem Tortenwurf absieht, hat dieser für den Werfer keine Konsequenz. Grund für den Angriff waren ihre Äußerungen zur Asylpolitik in Deutschland.

Von Redaktion/dts

Der Wurf einer Torte auf die Linksfraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht beim Parteitag der Linken in Magdeburg wird voraussichtlich ohne strafrechtliche Folgen bleiben. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Der Sprecher des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt, Andreas von Koß, sagte dem Blatt: "Entscheidend ist, ob Frau Wagenknecht Strafantrag stellt und auf Ermittlungen besteht."

Denn es handele sich um "eine relativ einfache Straftat", die ohne eine Anzeige der 46-Jährigen nur dann weiter verfolgt werden könne, wenn der zuständige Staatsanwalt "ein besonderes öffentliches Interesse" feststelle. Damit sei aber eher weniger zu rechnen. Der Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Michael Schlick, erklärte der "Mitteldeutschen Zeitung": "Frau Wagenknecht hat keine Strafanzeige gestellt. Und sie hat auch nicht die Absicht, das zu tun."

Der 23-jährige Norbert G. aus Weißenfels in Sachsen-Anhalt hatte am 28. Mai eine Torte auf Wagenknecht geworfen und dies mit ihren Äußerungen zur Flüchtlingspolitik begründet. Die Angegriffene selbst sprach daraufhin von einer "saudämlichen Aktion". Ihr Co-Vorsitzender Dietmar Bartsch nannte die Attacke "asozial". Wagenknecht hatte mehrfach erklärt, dass man den Zustrom von Flüchtlingen begrenzen müsse, und mit Blick auf kriminelle Asylsuchende hinzugefügt, diese hätten ihr "Gastrecht verwirkt". Das war auch in den eigenen Reihen auf zum Teil heftige Kritik gestoßen.

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7 Kommentare

  1. Ist das so? Vielleicht werde ich wieder Strafanzeige erstatten, aus dem einfachen Grund weil es bei Extremisten selten bei einer Tote bleibt. Bei solchen Leuten könnte es beim nächsten mal eine Bombe sein. Mal meinen Rechtsbeistand fragen….

    1. Ich halte es auch für nicht richtig, daß keine Anzeige erstattet wurde. Überhaupt im Lichte der Entwicklung, daß immer gewalttätiger gegen Andersdenkende vorgegangen wird. Der Tortenwerfer leidet ganz offenbar an starken inneren Spannungen die zumindest eine Veranlagung zum Extremismus erkennen lassen. Aber vielleicht ist er ohnehin normalerweise ein Gesinnungsfreund Wagenknechts und war nur diesmal anderer Meinung.

      1. Wenn der Tortenwerfer aus dem eigenen Lager kommt, stellt man (Frau Waagenknecht) keinen Strafantrag.Wer will schon solche Tatsachen auch noch in einer Gerichtsakte finden

  2. Bislang hatte ich S. Wagenknecht für intelligent gehalten, aber so kann man sich täuschen. Dann hat sie die Torte auch verdient ( ich hätte dem Burschen aber so richtig Feuer unterm Ärschi gemacht )

  3. Nun Frau Wagenknecht äußerte sich ja gegen die Flüchtlinge, so auch die Frau von Storch.Welche Tortenschlachtattake aber inszenierter war, wäre erst mal Einhalt zu gewinnen. Eine Linke und eine AfD Frau geben dazu natürlich tieferen Aufschluss, weshalb keine Anzeige seitens der Sara Wagenknecht getätigt wurde.Nicht wegen des Medienrummels, sondern wegen der bestellten Torte auf Abruf!! 

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