Die Manöver der NATO in Osteuropa stoßen bei Außenminister Steinmeier auf zunehmende Kritik.  Er fordert mehr Dialog und Kooperation mit Russland ein. Dafür führt er aktuelle Beispiele an.

Von Redaktion/dts

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die NATO-Manöver in Osteuropa kritisiert und fordert statt dessen mehr Dialog und Kooperation mit Russland. Steinmeier sagte der "Bild am Sonntag": "Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt. Wir sind gut beraten, keine Vorwände für eine neue, alte Konfrontation frei Haus zu liefern."

Laut Steinmeier wäre es "fatal, jetzt den Blick auf das Militärische zu verengen und allein in einer Abschreckungspolitik das Heil zu suchen". Die Geschichte lehre, dass neben dem gemeinsamen Willen zur Verteidigungsbereitschaft auch immer auch die Bereitschaft zum Dialog und Kooperationsangebote geben müsse, so der Außenminister: "Und deswegen müssen wir mit unseren Partnern auch wieder verstärkt über den Nutzen von Abrüstung und Rüstungskontrolle für die Sicherheit in Europa sprechen."

Man habe ein Interesse daran, so Steinmeier, "Russland in eine internationale Verantwortungspartnerschaft einzubinden. Die Verhinderung einer iranischen Atombombe, der Kampf gegen radikalen Islamismus im Nahen Osten oder die Stabilisierung libyscher Staatlichkeit sind dafür aktuelle Beispiele."

Der deutsche Außenminister fiel in der letzten Zeit immer wieder mit versöhnlichen Worten zur Russland-Politik auf, während einige seiner Regierungskollegen – vor allem Verteidigungsministerin von der Leyen – stärker auf die transatlantische Karte und auf militärischen Konfrontation setzen. Offenbar hat ihn die Zusammenarbeit mit seinem russischen Amtskollegen, Sergej Lawrow, davon überzeugt, dass die russische Position durchaus positive Akzente in der Geopolitik setzt.

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10 thoughts on “Steinmeier kritisiert NATO-Manöver in Osteuropa”

  1. egal, wer was sagt – die sollen mal die idee des "einbindens" vergessen. oder wenigstens realisieren, dass ein "einbinden" eine (gleichberechtigte – die einzige, an der die RF interessiert ist) artnerschaft ausschliesst. 

  2. Falsches Fazit am Ende. Steinmeier hat recht. Doch sollte er auch erwähnen dass El Kaida und ISIS erst durch die USA geschaffen wurden. Siehe der Pipelinekrieg in Syrien wie ihn Daniele Ganser beschreibt. 

  3. Genau, schleim,schleim und dann:" jetzt laßt uns die Einweltregierung erstellen".

    Nicht vergessen Bilderbörg – Treffen war gerade mit Steini u.a. . Ihr seid Mafiosis und bleibt auch solche, wenn nicht endlich die Geheimgesellschaften verboten werden und unsere Besetzer von unserem Planeten verwiesen werden und keinerlei Energie mehr erhalten.

    Alles andere nicht mehr vertrauenswürdig.

    1. Man kann eine Geheimgesellschaft nur dann verbieten, wenn vor Gericht hieb und stichfest bewiesen werden kann das es eine Geheimgesellschaft ist, falls überhaupt Geheimgesellschaften ein strafbarer Akt ist und dann finde mal ein Gericht das nicht von irgend einem System abhängt.

       

      Man denke an Staufenberg.

       

      Nur das Göttliche Gericht des Zufalls kann uns helfen.

      1. Nicht die Hoffnung aufgeben, der Frequenzbereich unseres Planeten steigt, wir Menschen sollten einfach versuchen uns in diese Frequenz zu bringen.

        Allet wird jut!! 😉

  4. Vernünftige Worte aus dem Munde eines Einheitsparteilers ? Ich dachte, das widerspricht sich schon an sich. Vermutlich aber nur eine Groko-Nebelkerze um "Meinungsfreiheit" zu simulieren

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