Spanien-Wahlen: Am Sonntag folgt wohl das nächste politische Patt

Letzten Umfragen zufolge dürfte Spanien bei den notwendig gewordenen Neuwahlen am Sonntag erneut vor einem politischen Patt stehen. Keine guten Nachrichten für die Menschen.

Von Marco Maier

Auch wenn angesichts eines gesetzlichen Verbots für die Veröffentlichung der Umfragewerte etwas getrickst wurde – und zwar in Form eines Charts für "Preise in einem Gemüseladen in Andorra" – so zeigt sich darin die Gespaltenheit der spanischen Bevölkerung: 29 Prozent wollen demnach den regierenden konservativen Partido Popular wählen, 23,7 Prozent die Podemos unidos, 21,5 Prozent den sozialdemokratischen PSOE und 14,9 Prozent die bürgerlich-liberale Protestpartei Ciudadanos. 10,9 Prozent bleiben für die Kleinparteien übrig.

Der jüngste Skandal um Innenminister Jorge Fernandez Diaz (PP), der den Chef der Antikorruptionsbehörde in Katalonien offenbar dazu aufforderte, diskreditierende Informationen über die Unabhängigkeitsbewegung zu liefern, könnte dem PP jedoch noch ein paar Stimmen kosten. Trotzdem dürfte es insgesamt gesehen nicht besser werden. Denn der PSOE verweigert auf Druck einiger Landesfürsten den Podemos-Leuten die Zusammenarbeit, mit dem konservativen PP können sie jedoch auch nicht zusammengehen. Podemos hingegen kann nicht mit den Konservativen der aktuellen Regierungspartei koalieren, würde aber ein Reformbündnis mit PSOE und Ciudadanos wagen – selbst wenn einige Abstriche gemacht werden müssten.

Nach dem Brexit, welcher der EU schon zusetzt, ist ein handlungsunfähiges Spanien der nächste Hieb auf die europäische Politik. Immerhin stellen die Spanier die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone dar. Das Jahr 2016 wird wohl zur größten Zäsur für die Europäische Union, seit diese besteht.

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Ein Kommentar

  1. Die meisten EU Bürger haben in ihre Regierungen und Brüssel kein Vertrauen mehr und das mit Recht !

    Seit Jahren regieren fast alle EU Länder statt für – gegen das eigene Volk und bekommen deshalb die Quittungen dafür .

    Aber nicht nur das, Europa soll mit Zustimmung vieler EU Führungsspitzen wie beispielsweise MERKEL,RENZI,HOLLANDE,KERN,RUTTE,JUNCKER,SCHULTE,DRAGHI,etc. – islamisiert (und Löhne gedrückt)  werden. Ein US-UN Plan der schon seit zig Jahren besteht und nun endlich umgesetzt werden soll. Allen voran, Deutschland . Berlin und Bayern denkt wohl, damit in der Geschichte eingehen zukönnen.

    Aber zum Glück, gibt es 500 Millionen EU Bürger, wovon ca.50% dagegen sind und den Wahnsinn durchschaut haben und genau deswegen, werden die meisten regierende Führungsspitzen abgewählt.

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