Sexueller Missbrauch: Jacob Applebaum verlässt Tor-Projekt

Nach schweren Vorwürfen wie sexueller Missbrauch, Manipulation und Plagiatorismus verlässt der Internetaktivist, Dissident und Tor-Mitbegründer das Internetprojekt Tor, wie mehrere Medienberichte unter Berufung auf Zeugenaussagen berichten. Applebaum hingegen bestreitet die Vorwürfe.

Von Christian Saarländer

Nachdem mehrere schwere Vorwürfe gegen den Internetaktivisten und Journalisten Jacob Applebaum – teils anonym – veröffentlicht wurden, verlässt Applebaum nun das Internetprojekt Tor. Die Geschäftsführerin Shari Steele veröffentlichte eine Presseerklärung auf dem Blog des Tor-Projektes. Applebaum selbst spricht von einer Kampagne und bestreitet die Vorwürfe gegen seine Person, die auf falschen Anschuldigungen und Gerüchten beruhen würden.

Jacob Applebaum lebt als Dissident in Berlin, da er fürchtet als langjähriger Unterstützer der Internetplattform in den Vereinigten Staaten von Amerika angeklagt zu werden. Ob nun der Kryptographie-Forscher Applebaum in Deutschland mit Strafverfolgung rechnen muss ist bislang unklar, da die bislang überwiegend in der Internet-Gemeinde erhobenen Vorwürfe noch nicht belegt sind.

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Die Vorwürfe stammen vor allem aus der Hacker-Gemeinde sowie aus der IT-Sicherheitsszene, wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet. IT-Sicherheitsforscherin Meredith L. Patterson schrieb demnach über Applebaum, er habe wohl „endlich genug Menschen vergewaltigt, damit das Tor-Projekt“ es nicht länger ignorieren könne. Neben diversen Plagiatsvorwürfen berichten zwei Personen, dass Applebaum sich an ihnen sexuell vergangen haben soll, während sie schliefen.

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Mit dem Internet-Browser Tor ist es möglich, im Internet anonym zu surfen, verschlüsselt zu kommunizieren und staatliche Zensur zu umgehen. Die Software wird von Hackern, Journalisten und auch Militärs genutzt, um sich im Internet mehr Privatsphäre zu verschaffen. Kritisiert wird das Tor-Projekt, weil es den Zugang zum sogenannten Darknet erleichtere, wo der Handel mit Kinderpornographie, Waffen und Drogen stattfindet.

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Ein Kommentar

  1. Den Schal hat er vermutlich anonym übers dark net von Herrn Momper erworben. Dabei hat er eine deutliche Spur hinterlassen, einen roten Bindfaden.

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