Russland: Regierung investierte 75 Milliarden Rubel in den zivilen Flugzeugbau

Die Entwicklungen in der zivilen Luftfahrt werden von Moskau mit erheblichen Finanzmitteln unterstützt. Dies trägt auch zur industriellen Weiterentwicklung Russlands bei.

Von Christian Saarländer

Die russische Regierung hat in die Entwicklung des zivilen Luftfahrzeuges MS-21 rund 75 Milliarden Rubel investiert. Die Entwicklung sei bereits im vollen Gange, teilt RIA Novosti unter Berufung auf Wladimir Gutenev, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Staatsduma mit. Eine neue Ära im russischen Flugzeugbau habe begonnen.

Die russische Regierung hat mit erheblichen Aufwand das zivile Luftfahrtprojekt unterstützt. Die 75 Milliarden Rubel seien effektiv in die Schaffung des MS-21 eingeflossen, ein Produkt das modernste Technologie und modernstes Baumaterial miteinander verknüpft, teil die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf Gutenev mit.

Zudem sei Gutenev zufolge der Grundstein für die Schaffung einer modernen industriellen Infrastruktur gelegt worden, die den Grundstein für künftige Luftfahrtprojekte bilde. Produziert wird die neuste russische Passagiermaschine im ostsibirischen Irkutsk durch den Flugzeugbauer Irkut, der bis 2023 bis zu 70 Maschinen pro Jahr produzieren möchte.

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Vom russischen Passagierflieger soll es künftig drei Versionen geben: Die MS-21-200 (150 Sitze), die MS-21-300 (180 Sitze) und die MS-21-400 (212 Sitze). Die Reisegeschwindigkeit der MS-21 beträgt 870 km/h. Die maximale Flugreichweite beträgt 5.000 Kilometer.

Insgesamt seien laut RIA Novosti 175 Flugzeuge bestellt worden. Die russische Fluggesellschaft Aeroflot bestellte davon 50 Stück, deren Lieferung für das Jahr 2018 geplant sei. Das Modell soll unter anderem die veraltete Tu-154 ersetzen. Zudem seien Ägypten und Tansania am neuen russischen Passagierflieger interessiert.

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Wie die Nachrichtenagentur Sputnik berichtet, soll der russische Passagierjet MS-21 sowohl in der Produktion billiger sein und auch schneller fliegen als seine westlichen Pendants. Auch beim Treibstoffverbrauch und beim Schadstoffausstoß soll der neue Flieger die westliche Konkurrenz unterbieten. Als Hauptkonkurrenten der russischen Maschine gelten der Airbus A310 und die Boeing 737 MAX mit ihren modernisierten Triebwerken.

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3 Kommentare

  1. Womit der Chinese seine Ambitionen in der Hinsicht wohl begraben kann. Für mehr wie drei is in dem Markt kein Platz.

  2. Ob aus den USA, Kanada, EU, Brasilien, China, Japan und nun auch Russland, im Wesentlichen bringen all diese Passagierjets der letzten Generation der Welt nichts neues. Lediglich ist die vorliegende Maschine von Triebwerken der US-Firma Pratt & Whitney bestückt. Und genau da möchte ich ansetzen: Statt überflüssige Flugzeuge auf den Markt zu bringen, sollten sich ja sämtliche einschlägige Firmen zusammentun, um neue, wertvolle Konzepte für Flug-Triebwerke zu entwickeln, da die gegenwärtige Düsentriebwerks-Technik, eigentlich ein (trauriges) Überbleibsel aus den Kriegen des vorigen Jahrhunderts ist und zusehends ausgedient hat.

     

  3. Können die russischen MS-21 auch massive Stahlträger wie Butter durchtrennen und nicht nachvollziehbar bei erzwungenem Absturz in Erdlöchern verschwinden – so wie die Boeings?
    Wenn nicht, dann werden die Araber die schon mal nicht kaufen…

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