Foto: Polizei-Beamte, über dts Nachrichtenagentur

Hilfspolizisten mit minimaler Ausbildung seien keine große Hilfe im Kampf gegen die steigende Anzahl an Wohnungseinbüchen, so der Vorsitzende des Richterbundes. Im Gegenteil erwarte man mehr Probleme durch schlampige Beweisaufnahme.

Von Redaktion/dts

Die deutschen Richter und Staatsanwälte halten den von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vorgeschlagenen Einsatz von Hilfspolizisten gegen die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen für verfehlt: "Dies wird voraussichtlich nicht zu mehr Verurteilungen von Tätern führen", sagte der Vorsitzende des Richterbundes, Jens Gnisa, in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wachpolizisten mit Kurzausbildung hätten keine Erfahrung bei der Ermittlungsarbeit und nicht die Befugnisse qualifizierter Polizisten. Der Verbandsvorsitzende warnte: "Der riesige Nachteil ist, dass diese Leute nicht ermitteln und keine verlässlichen Beweise zur Verurteilung von Tatverdächtigen sammeln können."

Die Aufklärungsquote werde deshalb nicht wesentlich steigen. "Der Einsatz von Hilfspolizisten wird der Justiz nicht weiterhelfen, sondern die Richter eher vor Probleme stellen", so Gnisa. Der Vorsitzende des Richterbundes wertet den Vorschlag als politisches Spielchen. "Das sind Placebos für das Volk. Die Politik will den Bürgern eine Sicherheit vorgaukeln, die tatsächlich nicht existiert." Über Jahre sei bei der Polizei Personal abgebaut worden, das nun fehle. "Für eine höhere Aufklärungsquote braucht man qualifizierte Polizisten", sagte Gnisa.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr nur 15,2 Prozent aller von der Polizei registrierten Wohnungseinbrüche aufgeklärt. Vom Einsatz privater Wachleute zum Schutz von Wohngebieten hält der Richterbund ebenfalls nichts: "Das würde zu einem Nebeneinander von Polizei und privaten Sicherheitsdiensten führen und zu einer Erosion des Vertrauens in die Polizei." Man könne Einbruch nur mit qualifizierten Polizisten wirksam bekämpfen. "Alles andere ist ein Notnagel." Der Deutsche Richterbund (DRB) ist der größte Berufsverband der Richter und Staatsanwälte in Deutschland und vertritt mehr als 16.000 Mitglieder.

7 KOMMENTARE

  1. Was wollen uns diese Worte sagen: Wir haben keine Lust für das gleiche Geld mehr zu arbeiten und deshalb seht zu, wie ihr euer Hab und Gut besser schützt, denn wo kommen wir denn hin, wenn uns Hilfskräfte immer mehr Fälle auf den Schreibtisch legen und wir davon überzeugt sind, daß die Beweise zu gering ausfallen. Nächste Akte bitte …….

  2. Sie wollen einfach keine haben. Dann zerrt man einfach Vermutungen und Vorurteile hervor, um der "Hilfspolizisten" her zu werden. Der Brexitler sagt, in so einem Fall, abwarten und Tee trinken. Eine Frage ist zu stellen, ob die gutbezahlten Richter und Staatsanwälte etwas von ihrem Einkommen abgeben würden, um mehr "echte" Polizisten zu bezahlen.

  3. Hilfspolizisten führen nicht zu mehr Verurteilungen, aber zu mehr SCHUTZ der Bürger. Und bei Beweise, auch zu mehr Verurteilungen. Außer wenn die Kuscheljustiz, die Täter trotz Beweise wieder laufen lassen.

    Die ELITE (und Richter)  erlauben sich auch in ihren Wohngegenden sozusagen " Sicherheitsdienste ( Hilfspolizisten) und das schon seit ewigen Zeiten und kein Mensch (Politik) hat sich je darüber aufgeregt -aber wenn es um den Schutz der Bürger geht, gehen auf einmal die Richter auf die Barrikaden.

    Die Wohnungseinbrüche steigen seit Jahren -Tendenz ständig steigend.Das Volk würde sich um einiges sicherer fühlen, wenn sie wissen, das da gewisse Hilfspoliszisten vor Ort herumlaufen und somit auch für Einbrecher abschreckend sind.

    Es gibt schon in vielen Städten (Stadtteile) von Bürger selbst organisierte Sicherheitsleute die ihre Straßen sozusagen bewachen und seitdem die Einbrüche extrem zurück gegangen sind und somit Beweis genug ist, das"Hilfspolizisten" eine gute Sache ist.

    Hilfspolizisten sollen "beobachten, abschrecken und bei Bedarf – Polzei benachrichtigen oder kommen lassen.

  4. Hallo!

    Mehr Verurteilungen? Glaube ich nicht.

    Wohin sollen die denn alle? Dann müsste man ja neue Gefängnisse bauen.

    Und ein Platz kostet – wie in einem Hotel – 100 bis 130 Euro.

    Also kürzt man die Polizeistellen und man ignoriert ganz einfach die Täter. Soll das Volk doch damit klarkommen.

    Das ist jetzt keine Satire, glaubt es mir. Erleidet das Volk Schaden, wird das von der Politik ignoriert. Und die Polizisten werden lieber dafür eingesetzt, wo Geldeinnahmen zu erwarten sind.

    Für andere Vergehen wird erst ab Mord gehandelt. Sonst werden wieder und wieder alle Massnahmen verschärft, es bleibt jedoch bei dem Vorhaben.

  5. Die Aussage des Richterbundes lässt doch vermuten, dass bei Richtern zu wenig eingebrochen wird. Hilfspolizisten sind  wohl zu neutral ! Die Politzisten wissen, wen sie laufen lassen sollen und wen nicht . Wenn auf einen Deutschen Einbrecher drei Exoten kommen, so muss man doch ein bisschen abwägen. Nämlich: Wie sollt man die alle abschieben, wenn selbst ihre Heimatländer sie nicht mehr wollen.

  6. Hilfspolizisten wozu das, ist doch das selbe in Grün. Weisungsgebunden Klappe halten und nichts ändert sich. Vor kurzen hat eine Bürgerwehr einen Verbrecher festgehalten und an eine Baum gefesselt und die Polizei verständigt weil er in einen Laden Menschen bedroht hat und man den Vorgang abgebrochen hat. Der Aufschrei war groß, warum lässt man den Menschen nicht einfach ein Blutbad in den Laden anrichten, gedroht hat er ja. Die Polizei kommt dann später. Zum Glück der Leute war eine Bürgerwehr vor Ort und verhinderte schlimmeres. Und nein es kann nicht sein das unsere Polizei die für Recht und Ordnung sorgen soll  nicht mehr auf Weisung von oben ihren Auftrag erfüllen kann oder soll, so wie es in unseren Gesetz steht. Ich habe Freunde die lieber diesen Beruf nicht ergriffen hätten weil sie nicht geahnt hatten was auf ihnen zukommt. Es gährt, es gährt

     

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