Reformimpotenz: Wo bleibt eine Partei mit echtem Zukunftsprogramm?

Aktuell besteht die Politik in Deutschland und Österreich nur aus Parteien, die sich ein wenig in rhetorischer Klientelwirtschaft üben, jedoch kein wirkliches Reformprogramm aufweisen können. Das muss sich ändern.

Von Marco Maier

In der aktuellen Innenpolitik unterscheiden sich Deutschland und Österreich nur marginal. Keine Partei in Bundestag und Nationalrat wagt den Systembruch auch nur anzudenken und eine gesamtstaatliche Totalreform durchzuziehen – nicht einmal die bundesdeutschen Linken oder die österreichische FPÖ bzw. Neos, die sich sonst gerne kritisch geben. Stattdessen gibt es quer durch die Bank vor allem eine Symptombekämpfungspolitik.

Faktum ist nunmal: Weder die Bundesrepublik Deutschland noch die Republik Österreich werden die nächsten 20-30 Jahre überstehen können, wenn der Kurs trotz Auswechslung der Führungsmannschaften weiterhin beibehalten wird. Einzig die Geschwindigkeit, mit der die beiden Länder in den Abgrund gefahren werden, variieren je nach Konstellation. Diese Aussicht ist zwar ernüchternd, doch was will man auch von einer Bevölkerung erwarten, die erst dann zu wirklichen Änderungen bereit ist, wenn es ohnehin schon zu spät ist?

Eine nachhaltige Politik, die an die zukünftigen Generationen denkt ist eben weniger populär als eine, die sich den aktuellen Wünschen der jeweiligen Klientiel beugt – und wenn dies noch so sehr dazu führt, dass sich die Lage von Jahr zu Jahr verschlimmert. Innenpolitisch haben wir es quer durch die Bank mit Parteien zu tun, die an chronischer Reformimpotenz leiden. Medizinisch ist diesem Problem zwar nicht beizukommen, dafür aber vielleicht mit dem Stimmzettel. Doch bis es für eine wirkliche Reformbewegung ausreicht, wird wohl auch keine Vollbremsung mehr ausreichen, um noch rechtzeitig vor dem Absturz in den Abgrund anzuhalten und noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen.

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9 Kommentare

  1. hä? das zukuftsprogramm ist doch nahezu perfekt – wenn auch für die gesamte ("gute" hälfte) der restwelt. ein zukuftsprogramm für das "inland" kann es innerhalb einer besatzung und handelsrechtlichen fremdverwaltung per definition unmöglich geben – es scheitert nur daran, dass es so gut wie niemand erkennen will und man in einer fiktiven, imaginären welt von illusionen lebt! 

    http://nestag.de

  2. Volle Zustimmung. Die Nullen könnten Sie gegebenfalls weglassen, dann wären es 2 – 3 Jahre. Hängt davon ab, welches Szenario eintritt: Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken.

  3. Das verstehe ich aber überhaupt nicht. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel ist tagtäglich extrem reformerisch aktiv, neue islamische Migrationsrouten für diese armen "Flüchtlinge" ausfindig zu machen, damit wir superfähige Computerspezialisten, Kinderärzte und andere Speziaisten haben. Gleichzeitig geht rentenmäßig die negative Pyramide zu Ende und, und und!

  4. Reformimpotenz: Wo bleibt eine Partei mit echtem Zukunftsprogramm?

    Der Verfasser dieser Aussage bringt es auf den Punkt.                                             Kurzum zusammengefasst beisst  sich die Nutte Demokratie wie die Katze selbst in den eigenen Schwanz. Generell fehlt es den alternative Parteien an einem hauseigenen Ideologen, der praxisgetestet u. dennoch  mit Visionen gespickt ist. Alle reiten mehr oder weniger einen von anderen gesattelten Gaul, an dem zwar rumgedoktert u. massiert wird, aber grundlegend bleibt es ein von anderer Hand verpfuschtes Pferd.                                                                                                     Der Waehler seinerseits ist aber auch nicht bereit bei echt alternative Ansaetzen oder gar einem Rosskurprogramm auch nur ansatzweise zuzustimmen. Etwa darauf aufzuspringen schafft nur eine Minderheit von ein paar Prozenten . Nachdem die Einlullung des Waehlers mit Duftmarken wie “wir sind der Souveraen  u. dergleichen” bestens u. immer aufs neue greift, wird der Krug solange zum Brunnen gefuehrt, bis er endgueltig, unwiederbringlich zerbricht.                                                                                                             Inzwischen hat sich eine Diktatur durch die Hintertuer soweit breitgemacht, dass selbst einem versklavten Volke, wenn es denn je erwache,  keine starke Hand mehr seine verlorene, verschleuderte Freiheit zurueckbringen kann. Die Dinge nehmen also ihren Lauf, den aber keiner der heute ach so Wohlmeinenden, mit soviel Weisheit vom Himmel gefallenen ein Stop zu setzen gewillt ist. Stattdessen fuehrt der Leitsatz: nach mir die Sintflut.                                            

    Was ist denn daran so schwierig zu begreifen und nach  dem Fakt zu handeln, dass wir nach dem Bilanzierungs Endresultat  das irdische Dasein ohne Hemd u. Hoeschen  verlassen werden muessen.                                                                                         Die Zwischenzeit haette aber als ein Paradies (ohne Kaufrausch) erlebt werden koennen.

     

     

     

  5. Reformimpotenz: Wo bleibt eine Partei mit echtem Zukunftsprogramm?

    Der Verfasser dieser Aussage bringt es auf den Punkt.                                              Kurzum zusammengefasst beisst  sich die Nutte Demokratie wie die Katze selbst in den eigenen Schwanz.                                                                                                          Generell fehlt es den alternative Parteien an einem hauseigenen Ideologen, der praxisgetestet u. dennoch  mit Visionen gespickt ist.                                                     Alle reiten mehr oder weniger einen von anderen gesattelten Gaul, an dem zwar rumgedoktert u. massiert wird, aber grundlegend bleibt es ein von anderer Hand verpfuschtes Pferd.

    Der Waehler seinerseits ist aber auch nicht bereit bei alternative Ansaetzen oder gar einem Rosskurprogramm auch nur ansatzweise zuzustimmen. Etwa darauf aufzuspringen schafft nur eine Minderheit von ein paar Prozenten . Nachdem die Einlullung des Waehlers mit Duftmarken wie “wir sind der Souveraen  u. dergleichen” bestens u. immer aufs neue greift, wird der Krug solange zum Brunnen gefuehrt, bis er endgueltig, unwiederbringlich zerbricht.                                                                                                                       In der Zwischenzeit von gerademal 50 Jahren hat sich eine ganz andere Diktatur durch die Hintertuer soweit breitgemacht, dass selbst einem versklavten Volke, wenn es denn je erwache,  keine starke Hand mehr seine verlorene, verschleuderte Freiheit zurueckbringen kann.                                                                                                                          Die Dinge nehmen also ihren Lauf, den aber keiner der heute ach so Wohlmeinenden, mit soviel Weisheit vom Himmel gefallenen ein Stop zu setzen gewillt ist. Stattdessen fuehrt der Leitsatz: nach mir die Sintflut.                                            

    Was ist denn daran so schwierig zu begreifen und nach  dem Fakt zu handeln, dass wir nach dem Bilanzierungs Endresultat  das irdische Dasein ohne Hemd u. Hoeschen  verlassen werden muessen.                                                                                            Die Epoche unseres Erdendaseins haette aber als ein Paradies (ohne Kaufrausch) erlebt werden koennen.

  6. Reformimpotenz  ist eine Verharmlosung dessen was tatsächlich geschieht. In Wahrheit stellt die Politik der Altparteien auf Zerstörung und Schwächung ab.  Die degenerierten Altparteien sind in der Endphase ihrer Dekadenzentwicklung zu einem Autoimmundeffekt der Völker mutiert! Anfänglich konnte die EU noch die Hoffnung nähren, daß den verderblichen Entwicklungen durch eine den Werten verpflichtete Ordnungsinstanz Einhalt geboten werden kann. Leider haben sich der EU politische Kräfte bemächtigt deren Interessen keine konstruktiven sind. Es sind  Kräfte die den Verfall fördern  und eher einen geeigneten Nährboden für eine sozialistische (Armutsgesellschaft) Gesellschaft herstellen wollen.

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