Rainer Wendt: Anschläge auf Public-Viewing-Veranstaltungen möglich

In Panik müssen sie nicht verfallen, liebe Leser! Aber Rainer Wendt will auch nicht vorgaukeln, dass es gar keine Gefährdung gibt. Natürlich würden sich Public-Viewing-Bereiche hervorragend für Anschläge eignen, nämlich wenn es darum geht, so viele Menschen wie nur möglich zu töten. Es gäbe derzeit wissentlich keine Anschlagsvorbereitungen, so Wendt.

Von Redaktion/dts

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält während der Fußball-Europameisterschaft Terroranschläge in Deutschland für möglich. "Auch wenn bislang keine konkreten Anschlagsvorbereitungen bekannt sind, müssen gerade solche Orte als gefährdet angesehen werden, an denen mit Anschlägen höchstmögliche Öffentlichkeit und eine hohe Opferzahl erreicht werden können", sagte Wendt dem "Handelsblatt". Dazu zählt er auch Public-Viewing-Bereiche.

"Der Terror dient dem Zweck, durch solche Angriffe auch "weiche Ziele" die Öffentlichkeit zu schockieren, das öffentliche Leben größtmöglich zu beeinflussen, die Gesellschaft in Angst und Schrecken zu versetzen und die eigene Macht zu demonstrieren", sagte der Polizeigewerkschafter. Verschiedene Szenarien seien zwar aus der Vergangenheit bekannt, sagte Wendt weiter. "Aber wir wissen überhaupt nicht, ob nicht völlig andere Anschlagsarten vorgesehen oder sogar in Vorbereitung sind."

Die Sicherheitsbehörden nähmen daher im Rahmen ihrer Gefährdungsanalysen viele Möglichkeiten an und bereiteten die Einsatzkräfte darauf vor. "Denkbar ist beispielsweise auch, dass angesichts der hohen Sicherheitsvorkehrungen an den Spiel- und Trainingsorten Ausweichziele gesucht werden, Bahnstationen, Theater, Kinos oder jede andere Ansammlung von Menschen, die geeignet ist, schreckliche Botschaften in die Welt zu senden." Der jetzt begonnene Ramadan sei auch in der Vergangenheit eine Zeit für Aufforderungen des IS an seine Kämpfer gewesen, aktiv zu werden.

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3 Kommentare

  1. Möglich ist alles, da hat der Polizeifunktionär recht. Man kann auch vom Omnibus überfahren, vom Schlag getroffen oder von Einbrechern heimgesucht werden, usw. Für das letztere wäre die Polizei zuständig, aber wie man statistisch feststellen kann ist die Aufklärungsquote mehr als beschämend  und da kann man wahrlich nicht von erfolgreicher Polizeiarbeit reden.  Hier wird wieder ein neues Szenario aufgebaut mit den üblichen Phrasen um vom eigentlichen Problem abzulenken. Wer, egal aus welchen Gründen versagt, weist die Schuld immer gerne von sich, indem er Gefahren und angebliche Ursachen aufzählt, nicht aber darüber berichtet, wie man sie bekämpfen will. Wir haben doch alle schon lange verloren bei dieser Lotterwirtschaft, wer glaubt denn noch daran, daß der Staat die Sache in den Griff bekommt, wahrscheinlich nicht einmal der gesamte Apparat für die Gefahrenabwehr.

  2. Nicht nur daß ich an Integrität und Kompetenz solcher Funktionäre Zweifel habe, ich finde es haarsträubend was Wendt da von sich gibt. Er spielt mit den Ängsten der Bürger, für deren Sicherheit er verantwortlich ist, er räumt ein mögliches Versagen seiner Truppe ein, er gibt auch "Ausweichziele" vor, die geeignet sind, "eine schreckliche Botschaft in die Welt zu setzen".  —  Keine Organisation kann 100%ige Sicherheit garantieren, auch geht der versuch dahin immer zu Lasten von individueller Freiheit,  jedoch sich vor die Presse zu stellen und derart Mutmaßungen  zu verkünden, ist einfach nur dumm. –  Die wirksamste Art von Krieg gegen den Terror, allerwertester Wendt, besteht darin, dem Terror keine Medienpräsenz mehr zu gewähren . Sie hingegen fordern ihn heraus, "schreckliche Botschaften in die Welt zu setzen". Was für ein Voillpfosten!       

  3. Reiner Wendt, reiner Wendt, der Rechtstaat brennt.

    Erst eins Frankreich, dann zwei Italien dann drei Griechenland dann vier Spanien und wenn das fünfte Land Deutschland brennt, dann hast Du den Untergang der EU verpennt.

     

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