Mit Abschreckungsmaßnahmen ist die EU nicht zu retten

Die Briten haben sich von dieser EU der Beamten, Bürokraten, Verordnungen und Selbstbedienung verabschiedet. Wie reagiert Brüssel? Mit Abschreckungsmaßnahmen. So wird die EU nicht zu retten sein. Im Gegenteil: Damit verstärkt man die Abspaltungstendenzen.

Von Marco Maier

Der Fisch stinkt vom Kopf her und je größer der Fisch, desto mehr stinkt er. Die EU ist ein Riesenfisch mit einem Riesenkopf – und dieser stinkt gewaltig. Denn während sich der normale EU-Bürger tagtäglich durchs Leben schlagen muss und das Geld für immer mehr Menschen zwischen Atlantik, Mittelmeer, Polarmeer und Schwarzem Meer nicht mehr ausreicht, leben die Brüsseler Eurokraten wie die Maden im Speck.

Gleichzeitig drückt dieser gefräßige Moloch den Menschen und den Unternehmen ständig neue Regulatorien, Verordnungen und Gesetze aufs Auge. Die "Vertiefung der Union" hin zu den "Vereinigten Staaten von Europa" geht mit immer mehr repressiven Maßnahmen einher, während es sich die EU-Eliten selbst richten. Zukunftsängste für sich und die Kinder? Kennt man dort wohl kaum. Immerhin haben deren Kinder die Möglichkeit, gute Privatschulen zu besuchen, während immer mehr Europäer ihre Kinder in immer desolater werdende öffentliche Schulen schicken müssen.

Die Briten haben mehrheitlich weder den Binnenmarkt noch die europäische Zusammenarbeit abgewählt. Vielmehr haben sie das abgewählt, was EU-Kommissionspräsident Juncker vor einigen Jahren mit seinem berühmten Sager auf den Punkt gebracht hat und was die EU zu dem macht, was viele Menschen an ihr hassen: "Wir beschließen etwas, stellen es dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob etwas passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt, keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

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Doch die Abschreckungspolitik, die nun gegen die Briten angewandt werden soll, ist absolut das falsche Rezept gegen einen Zerfall der EU. Das mag vielleicht funktionieren, wenn man die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten als egoistische Einzelkämpfer sehen will – doch die Gängelungen durch die abgehobenen Eliten sorgen vielmehr dafür, dass sich die unzufriedenen Mitglieder zusammenschließen und gemeinsam etwas unternehmen. Zudem zeigt es sich deutlich, wes Geistes Kind diese Eurokratenmeute ist, wenn man auf Abschreckung und Bestrafung setzt, anstatt auf Dialog und Verständnis für den Unmut.

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22 Kommentare

  1. Ohne Friedensvertrag kann Deutschland unmöglich Mitglied der heutigen EU sein. Die Statuten sehen  selbständige Staaten vor. Deutschland ist jedoch  ein Kolonial-Besatzungs-und Helotenstaat und durch den Vasallen Deutschland regiert USrael  in die EU hinein und durch. Gleichzeitig bekommt Deutschland transatlantische Befehle wem und wieviel Geld es -je nach Bedarfslage- einem EU-Land zu geben hat. Durch den maßgeblichen "Einfluß" Deutschlands soll auch TTIP zustande kommen. Auf solch ein Europa sollten und müßten auch die anderen EU-Länder nach den Prinzipien pfeifen. Warum tun sie es nicht???

    1. Wer sich mal die Mühe machen will kann sich bei BBC die Ansprache von Nigel Farage(ukip) im EU Parlament anhören.Herrlich wie er diesen Würstchen Zunder gibt.

      Auszug:Als ich vor 17jahren hier sagte das die Briten keine EU wollten und wir sie ablehnen lachten sie mich aus..und heute..lacht hier keiner mehr.

      Ist einer hier im EU Parlament von ihnen schon jemals einer ordentlichen Arbeit nachgegangen?

      Die meisten Briten sind gegen Frau Merkels Politik der Flutung Europas mit Migranten.

      Die EU ist im Niedergang.

      Warten wir ab bis Frankreich und die Niederlande hierzu auch noch ihre Meinung kundgetan haben.

      Herrlich.Geht runter wie Öl.

       

      1. Und dann sollte man sich mal die Gesichter ansehen bei dem Satz: Hier ist doch keiner der jemals einer richtigen Arbeit nach gegagnen ist.

      2. Richtig. War mir ein Vergnügen zuzusehen, wie diese Politsandler abgewatscht wurden. Stupide im Plenarsaal sitzen, bekannterweise einer Gesetzesgebung zustimmen, die sie in den meisten Fällen nie zu Gesicht bekommen haben, bzw. sich nicht die Mühe gemacht haben, es durchzulesen, sich am Wochenende in einer Sitzung eintragen, gleich danach auf Staatskosten nach Hause fliegen und den Sessel verwaist zurücklassen. (Wurde videomäßig dokumentiert und im FS ausgestrahlt.) Und das alles mit hohem Salaire, von dem ein normaler Bürger nicht einmal zu träumen wagt! In der Medizin gibt es hierfür in der Bakteriologie einen treffenden Begriff! Ihr Leitmotto: "Arbeit adelt, wir bleiben lieber Parlamentarier".

    2. Hallo Inga, die Bundesrepublik "DEUTSCH", wie es in jedem Bundes-PA und Bundes-Pass ausgewiesen ist, ist lediglich eine Sonderwirtschaftszone in der EU. So wie zwischen Nord- und Suedkorea. Vieleicht kann man es als Dreifaltigkeit bezeichen, aber es gibt weder eine Exekutive, Judikative noch Legislative. Es gibt den Bund als Vewaltung des vereinten Wirtschaftsgebietes. Und der schert sich einen Dreck um Voelkerrecht. Es gilt nachwievor das Fuehrerinnenprinzip. Wieviele Gendertoiletten gibt es den schon im Bundestag ?

    3. D soll ja meines Erachtens weiterhin ausgebeutet, bis D durch die Siegermächte ein drittes Mal zum Sündenbock für den nächsten WK erklärt wird und anschließend mit den Deutschen vermutlich aus der Welt getilgt wird. Zurück wird vom Land und von der Kultur der Dichter und Denker allenfalls wie heute eine völlig verfälschte Geschichtsschreibung (Hollywood lässt grüßen und expandiert weiterhin), die die Deutschen als kriegerische und brutale Nation darstellen. Und der Nachfolger (Nichtregierungsorganisation) der von den Siegermächten eingesetzten BRD-Regierung sorgt meiner Meinung nach sehr gut dafür, dass diese Perversion gelingt.

    4. "Ohne Friedensvertrag kann Deutschland unmöglich Mitglied der heutigen EU sein."

      Ist DEUTSCHLAND auch nicht, sondern die Bundesrepublik in Deutschland ist Zwangsmitglied der €U.

       

  2. Zunächst eines vorweg: Nicht nur die Kinder der EU-Bürokraten sind privilegiert, sondern auch der Bundestag hat seinen eigenen exclusiven Kindergarten, damit die Kinder unserer Lichtgestalten nicht mit denen des Pöbels aufwachsen müssen.

    Die Vereinigten Staaten von Europa wird es nicht mehr geben. Wenn unsere Lichtgestalten auch noch zu dumm sind, um dieses zu begreifen, werden es Leute richten, die wir uns ansonsten vielleicht nicht wünschen würden. Es gibt 3 Möglichkeiten: 1. Wir etablieren eine Kern-EU aus den wohlhabenderen Staaten. 2. Wir kürzen die Auswucherungen auf das EWG-Niveau zurück. Oder 3, wie derzeit von den Versagern betrieben: Wir vertiefen kopflos die Integration und lassen uns den ganzen Laden in Kürze um die Ohren fliegen.

    1. Wir etablieren…?

      Wen meinen Sie mit "WIR"?

      Wir, also das Volk ist bislang gar nicht gefragt worden, ob es Mitglied dieses €U-Sauhafens sein will!

      Nachdem damals Frankreich und die Niederlande die Mitgliedschaft zur  €U bei der Befragung dankend, aber deutlich und klar abgelehnt hatten, ist kein weiteres Volk je über die Mitgliedschaft befragt worden!

      "WIR" Deutschen schon erst Recht nicht!!!! Uns wurde auch kein Wort zum Raub der D-Mark erlaubt. "WIR" haben bis heute alles zu schlucken, was uns die drei westlichen Siegermächte von 1945 vorsetzen!

  3. Ich denke es wird Möglichkeit 3 passieren ,so kann es nicht weiter gehen .Es muss von Grund auf eine Veränderung geben .Ich guck mir das jeden Tag in Ffm an .

    1. "Europa hat sich zu einem Pulverfass entwickelt, dessen Lunte mit dem „Brexit“ angezündet wurde und diese Lunte ist viel kürzer, als von den meisten angenommen wird. Schon bald wird sich das von den Profiteuren des Systems erwünschte Chaos in Europa ausbreiten und globale Wellen schlagen."

      Ja. Das kann gut sein. Sehr interessanter Bericht

  4. Zwänge und Bedrohungen sind nur  weitere Symptome der mangelnden Sachlösungskompetenz. Darüber hinaus ist es  auch weiterer Ausdruck der totalitären Gesinnung der drahtziehenden EU Clique.Sie sind eine Bedrohung für die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa. Ohne Entmachtung des Altpolitpersonals braucht niemand zu hoffen, daß sich in der EU irgendwas ändert was sich auch in den 40 ihres Bestehens nie geändert hat nämlich Glücksrittertum, Korruption, Schmarotzertum und Unfähigkeit. Die EU wurde immer schon als, für die Betroffenen hochdotierte, Entsorgungsanstalt für unfähige Parteimitglieder oder sonstige Günstlinge von den nationalen Altparteien genutzt. Die Unterwanderung von Lobbyisten und linksextremen Ideologen sind unter anderem eine Folge davon. Die europäischen Nationalstaaten und Kulturen wurden in niederträchtiger Verantwortungslosigkeit schwer geschädigt.

  5. "Wir beschließen etwas, stellen es dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob etwas passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt, keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

    Aber Herr Maier, als was bezeichnen Sie denn: … warten ab, ob etwas passiert. Wenn es kein großes Geschrei gibt…machen wir weiter….?

    Da wird ein Volk endlich einbezogen und tatsächlich gefragt, ob es dieser Tyrannen-€U noch weiter angehören will und das Volk sagt klar und überdeutlich: NEIN! Dann kann man doch nicht sagen, es hätte "kein großes Geschrei" etc gegeben! Wie soll sich denn ein Volk NOCH DEUTLICHER äußern, als bei einem Referendum zu sagen: Wir wollen die €U nicht! Das sollte doch wohl deutlich genug sein!

    In Wirklichkeit ist die €U ein Instrument der zionistischen Finanzmafia und der Großindustrie sowie der 1% Superreichen, incl. des Hochadels und des Vatikan zur Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung der Völker Europas. Als diese ist sie konzipiert und eingesetzt!

     

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