Kreditkarte.

Insgesamt rund eine Billion US-Dollar an Kreditkarten-Schulden werden die US-Amerikaner bis zum Jahresende angehäuft haben. Eine enorme Summe, die entsprechende Zinskosten mit sich bringt. Doch die Gesamtentwicklung ist sehr bedenklich, wie die Daten zeigen.

Von Marco Maier

Laut "Cardhub" werden die US-Kreditkartenschulden bis zum Jahresende die Marke von einer Billion US-Dollar erreichen oder gar überschreiten. Aktuell sind es 885 Milliarden US-Dollar, welche die US-Bürger ihren Kreditkartenunternehmen schulden. Im letzten Quartal 2015 lagen sie schon mal bei 919 Milliarden US-Dollar – immerhin macht sich da auch das Weihnachtsgeschäft bemerkbar.

Demnach geht es mit den Kreditkartenschulden wieder in Richtung jenes Standes, der schon im Jahr 2008 zu Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise erreicht wurde, während danach längere Zeit eine Zurückhaltung bemerkbar war. Wohl auch deshalb, weil nicht wenige Karten dann im Laufe der Zeit auch mangels Deckung gesperrt wurden. Aktuell jedoch zeigt sich wieder ein Verschuldungsgrad von rund 8.500 US-Dollar je verschuldetem Haushalt.

Cardhub weist auch darauf hin, dass im ersten Quartal 2016 nur 26,8 Milliarden US-Dollar an Kreditkartenschulden beglichen wurden, während gleich 71 Milliarden Dollar an neuen Schulden bei den Kreditkartenunternehmen aufgenommen wurden. Bei einem stolzen Zinssatz von rund 15 Prozent ein einträgliches Geschäft, wenn man bedenkt, dass die Kreditzinsen in den USA selbst Dank der Geldschwemme und des Niedrigzinsumfeldes sonst im niedrigen einstelligen Bereich liegen.

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Angesichts dieser Entwicklung lassen sich deutliche Warnzeichen erkennen, zumal die offiziellen Wirtschaftsdaten angesichts der massiven Beschönigungen ohnehin wenig aussagekräftig sind. Bei den Kreditkartenschulden hingegen lässt sich nichts beschönigen. Ganz im Gegenteil: Im Land der Kreditkarten ist dies ein äußerst wichtiger Indikator für die finanzielle Lage der US-Amerikaner, der durch diverse Umfragen entsprechend konkretisiert wird.

Die Frage, die sich nun stellt, lautet: Was geschieht, wenn die Kreditkarten-Schuldenblase platzt? Vor allem hinsichtlich der Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Hier werden wir uns vielleicht noch auf einige Turbulenzen einstellen müssen, sollte die Tendenz noch 1-2 Jahre lang anhalten.

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6 KOMMENTARE

  1. Das nennt sich nach Lesart der Lügenpresse und angloamerikanischer Propagandanetzwerke 'Aufschwung' in den USA. Jetzt wissen wir, warum die USA nach Eurasien gieren. Sie wollen sich über die dort vorrätigen Reichtümer entschulden, nachdem die mittelöstlichen Ölfelder 'akquiriert' und vereinnahmt wurden.

    Die Angelsachsen und ihr amerikanischer Pudel werden es nie lernen, wie eine gesunde Volkswirtschaft zu funktionieren hat.

  2. Na, dann wird es ja endlich Zeit, den Grossen Krieg gegen Rußland und/oder China anzuzetteln. Aber bitte nur von Europa aus. Wie sagte seiner Zeit der amerikanische Admiral Gene La Roque: Zitat: "Der 1 WK wurde in Europa ausgetragen. Den 2 WK haben wir in Europa ausgetragen. Und die meisten Amerikaner würden den 3. WK ebenfalls lieber in Europa austragen."  La Roque ist 1918 geboren und lebt immer noch. Wie machen die das, dass sie so alt werden (siehe auch Soros, Kissinger, Bush sen. Albright und viele andere Kriegsverbrecher).

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