Jörg Kachelmann: Niemand muss noch von einem Unwetter überrascht werden

Kachelmann wirft den TV-Sendern vor, nicht rechtzeitig vor den Unwettern gewarnt zu haben. Alle müssen mithelfen, um Katastrophen zu verhindern. Bei starken Gewittern gäbe es ein Zeitfenster von 1-3 Stunden. Die TV-Sender hätten unterbrechen oder zumindest vor dem aufziehenden Unwetter mit Hinweisen warnen müssen.

Von Redaktion/dts

Der Wetterexperte Jörg Kachelmann wirft den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern vor, die Bevölkerung nicht rechtzeitig vor den Unwettern der vergangenen Wochen gewarnt zu haben: "Niemand muss im Jahr 2016 noch von einem Unwetter überrascht werden", sagte Kachelmann in der Wochenzeitung "Die Zeit". "Es ist zynisch, wenn ARD und Co. ihre ganze Armada erst losschicken, wenn die Katastrophe passiert ist und der Programmdirektor sich auf Twitter über die Brennpunkt-Quote freut."

Um bei einer Unwetterlage zu verhindern, dass Menschen zu Schaden kämen, müssten alle mithelfen: "Meteorologen, Medien und die örtlichen Behörden. Leider haben die Medien ihren Teil nicht gemacht." Kachelmann beklagt, die regionalen Fernsehsender hätten nicht konkret gewarnt. Die dritten Programme hätten ihr Programm unterbrechen, die bundesweiten Programme wenigstens Hinweise einblenden müssen, so Kachelmann. Bei Gewittern wie jenen Ende Mai und Anfang Juni habe man "ein Zeitfenster von ein bis drei Stunden, bis die Flut kommt.

Ich hätte gerne gesehen, dass dieses Zeitfenster genutzt wird", so der ehemalige ARD-Experte. Kachelmann verweist auf das Beispiel des US-Bundesstaates Oklahoma, in dem er ebenfalls eine Firma besitzt. "Obwohl die meisten Unwetter stärker sind als hier, sterben dabei in den USA nur sehr wenige Menschen. Wenn es in Oklahoma gefährlich wird, stellen alle vier Fernsehsender samt und sonders ihr Programm um, schicken alle Leute los und berichten nur noch über das Wetter, Livestream inklusive", so Kachelmann. "Das hat zur Folge, dass niemand der Realität ausweichen kann –man erreicht praktisch hundert Prozent der Bevölkerung."

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9 Kommentare

  1. Kachelmann  war doch noch eine metereologische Persönlichkeit. Aber dieser Unrechtsstaat hat ihn aus Neid wegen seines bißchen Spasses mit Frauen fertig gemacht.

  2. Werter Kachelmann, Sie wissen doch am besten, wie eine medienhörige Gesellschaft zu bedienen ist. Zum Feierabend einige Katastrophen und etwas Krieg, anschließend etwas Euro- und Flüchtlingskrise, danach ( je nach Alter ) Volksmusik oder Sex and Crime. Das garantiert hohe Einschaltquoten.

  3. Ich lebe an der Küste, und da sagt man: Wer bei gut Wetter segelt, als wenn schlecht Wetter wäre, der segelt auch bei schlecht Wetter, als wenn gut Wetter wäre.    So far so good.

    Gute Wettervorhersagen sind heute jedermann zugänglich, aber was nutzt es, wenn man sie nicht richtig bewertet und auch noch am verkehrten Platz zur unpassenden Zeit ist.
     

  4. Kachelmann?

    Das ist doch der "Meterologe", für den kilometerlange Kondenzstreifen unterhalb von Kumuluswolken (Höhe UK ca.3.000- OK ca. 6.000m) niemals Chemtrails seien können!

    Aussage vermutlich finanziert mit einem Stipendium der Rockefeller-Stiftung?

  5. Ich fordere, daß alle SM Latexkostüme ab sofort mit einem Flexschirm ausgestattet werden, damit man in jeder Situation und in jedem Keller den Wetterbericht empfangen, kann und muss. Gleiche Forderung an alle Aludeckel von Danone Aktivia Trinkjoghurts.

    Man muss wissen, was für ein Wetter gleich kommt, egal, ob nun der Kopf im Kühlschrank steckt oder in einem andere Gerät.

  6. Bereits am verg. Sonntag, hieß es bei uns, das Wetter würde sich allmählich beruhigen. Die Beruhigung hat es uns aber gegeben, ein Gewitter jagte das Nächste. Man hätte nun am Montag die Beruhigung offiziell zurücknehmen müssen, damit die Menschen wissen, das es diese nicht geben wird. Nein, man wollte nicht zugeben, das man irrte. Wie in der Politik. Vorsichtig formuliert man jetzt ein diffuses es kann, es kann nicht, oder sowohl als auch. Das sind nun wahrlich keine Vorhersagen mehr, sondern juristisch ausgefeiltes, nichts sagen. Dafür braucht das Fernsehen kein Geld, da kann man auch einen alternden Wahrsager oder Entertainer hinstellen. Und in den Dritten Programmen wird zwar der Auftritt der Wettermenschen zelebriert, wie der Geburtstag der Queen, aber das dient nur dazu Sendezeit verpuffen zu lassen. Früher, lief das erheblich besser. Kachelmann hat völlig recht!

    Und, das Unwissen der Bevölkerung über Wetter- und Wolkenbildung

    1. Und das Unwissen der Bevölkerung über Wetter- und Wolkenbildung, hat stark zugenommen. Ich habe noch von meinem Vater und meiner Mutter folgendes aufgenommen, morgens aus dem Fenster schauen oder vor die Tür gehen, und den Himmel ansehen. Wenn ich aus dem Haus gehe, ein Blick in den Himmel und eventuell zurück gehen um Jacke und Regenschirm zu holen.

  7. Zitat:

    Das ist doch der "Meterologe", für den kilometerlange Kondenzstreifen unterhalb von Kumuluswolken (Höhe UK ca.3.000- OK ca. 6.000m) niemals Chemtrails seien können!  in der Tat, das ist der umgedrehte erpresste Kachelmann, der seine eigenen Erkenntnisse  abschwor

    Aussage vermutlich finanziert mit einem Stipendium der Rockefeller-Stiftung?

  8. "Alle muessten mithelfen", seine Brieftasche zu fuellen, meint er.  Ha, ha. Einfach nur mehr oberaffengeil! Fuer mich verkoerpert er doch selbst die Katastrophe.

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