Moderne Kriegsführung ist inzwischen allgegenwärtig. „Soft-Power“, „Farb-Revolutionen“ und „gelenkte Aufstände“ – diese Begriffe füllten die Schlagzeilen von alternativen Medien, während die westlichen Leitmedien von „russischer Aggression“ oder „völkerrechtswidriger Annexion“ sprechen. Egal welchen Medien man nun mehr Glauben schenkt, hinter diesen Schlagworten versteckt sich die Kunst des hybriden Krieges, auf den oftmals ein asymmetrischer Krieg folgt oder beide Arten kollidieren, wenn Ost und West wieder mal irgendwo auf der Welt einen Stellvertreterkrieg führen. Beide Formen werden als moderne Kriegskunst bezeichnet, dabei sind allenfalls die Mittel dieser Kriegsformen modern.

Von Chris Saarländer

Der chinesische Militärstratege Sunzi hat bereits gut 500 Jahre vor Christi Geburt in seinem Werk „Die Kunst des Krieges“ beschrieben, wie man möglichst ohne Gewalt und Kampf Gebiete und damit Einflussbereiche für sich gewinnen kann. Darauf folgten die 36 Strategeme, die auf den chinesischen General Tan Daoji zurückzuführen sind, die man heute noch auf chinesischen Schulen in Form von Cartoons den Schülern vermittelt. Als Strategema wird jene Kriegslist bezeichnet, die über die gängigen drei Kriegsformen Angriff, Ver-teidigung und Verzöger-ung hinaus auch Kriegs-listen wie Desinformation oder den Stellvertreter-krieg als Kriegskunst versteht.

Diese Formen griff auch der florentinische Philosoph Niccoló Machiavelli in seinem im Jahre 1513 verfassten Werk „Il Principe“ (Der Fürst) auf, wo unter anderem auch die von der NATO angewendete Strategie der Spannung (Strategio del Tensione) beschrieben wurde, die diese in ihrem Stay-behind-Programm „Gladio“ in Italien angewandt hatte, um durch Operationen unter falscher Flagge die italienische Bevölkerung dazu zu bewegen, eine eher konservative und völlig der NATO zugewandte Politik zu wählen, anstelle der aufstrebenden Kommunisten. Zudem bildete die NATO unter Federführung des britischen MI6 im kompletten NATO-Gebiet kleine Kommando-Zellen aus, die im Falle einer sowjetischen Invasion Sabotageakte gegen die Truppen des Warschauer Paktes durchführen sollten.

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Der frühere preußische Generalmajor und Militärwissenschaftler Carl von Clausewitz beschrieb in seinem unvollendeten Hauptwerk „Vom Kriege“ ebenfalls verschiedene Strategien, die sowohl aus seinem geschichtlichem Wissen als auch aus seinen Erfahrungswerten aus seiner Zeit als aktiver Offizier in den vier Koalitionskriegen gegen Napoleon und später in den Diensten in der kaiserlich-russischen Armee resultierten.

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Beide Strategen verbindet die Tatsache, dass beide Theoretiker heute noch nicht nur weltweit in den Militärakademien gelehrt werden, sondern auch auf Wirtschaftsschulen große Beachtung finden. Aber hinter einem aufflammenden militärischen Konflikt stecken bekanntlich immer ökonomische Motive, die man jedoch in der aktuellen Berichterstattung natürlich nicht nennen darf, da eine moderne Gesellschaft einen solchen Kriegsgrund in der Regel mehrheitlich ablehnt.

Gerade deshalb hat in der heutigen Zeit die hybride Kriegsführung Hochkonjunktur, so dass man auf internationalen Messen aktuell neben modernen Panzern oder Jagdflugzeugen vermehrt auf Firmen trifft, die sich auf den Cyberkrieg oder auch auf die Durchführung von Revolutionen spezialisiert haben, die von außen gesteuert werden sollen. In den Vereinigten Staaten übernehmen private Firmen beispielsweise Aufgaben, die üblicherweise in den Aufgabenbereich von Geheimdiensten fallen. Der Wechsel zwischen staatlichem Geheimdienst und privaten Firmen ist dort, wie man am Beispiel von Whistleblower Edward Snowden oder gar dem CIA-Direktor O´Brennan sieht, üblich und sogar erwünscht.

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„Der Krieg ist die bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“, heißt ein berühmter Satz in von Clausewitz´ „Vom Kriege“. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wenngleich sich die Schlachtfelder durch das Internet und die Globalisierung auf unterschiedlichen Ebenen befinden. Geändert haben sich nur die Mittel und Formen. Während man früher Kriege auf großen Schlachtfeldern Mann gegen Mann ausgetragen hatte, so hat der moderne Krieg im 21. Jahrhundert eine Kehrtwende erreicht.

Heute spricht man von Konflikten mit niedriger Intensität, wo es zwar zu militärischen Eskalationen kommt, der Krieg jedoch eher auf der wirtschaftlichen und sozialen Ebene geführt wird. Und hierbei spielen hybride und asymmetrische Kriegsformen eine entscheidende Rolle. Die Abgrenzung beider Methoden ist heute nicht ganz einfach und die Übergänge verlaufen oftmals fließend, um somit den Konfliktgegner sowie die eigene Bevölkerung zu täuschen…

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8 thoughts on “Hybrider Krieg versus asymmetrischer Krieg: Moderne Kriegsführung im 21. Jahrhundert”

  1. Was wäre die Welt ohne Medien?

    War es nicht früher das Medium, daß KOntakt zu den Ahnen aufnahm? Und wozu brauchen wir heute Medien? Ist das nicht eine esotherisch-braune Beschreibung für plumpe Lügen und Manipulation.

    Wäre die Welt ohne Radio, Zeitungen, ohne Internet, ohne Kino und Fernsehen nicht vielleicht sogar freundlicher, friedlicher, ruhiger, besonnener, vernünftiger,…

  2. Das Wort "asymmetrischer Krieg" ist aber auch ein Weltverschwörerbegriff und damit ein Wort der Feindpropaganda. Dieser Begriff stammt aus der Bush-Ära, als Guantanomo-Häftlinge wegen der dortigen Folter und der Art der Unterbringung in den Hungerstreik traten und die USA-Gangster diesen Hungerstreik dann als "asymmetrische Kriegführung" bezeichneten. Das sollte wegen des besonders abartigen Zynismus der Urheber des Begriffes "asymmetrische Kriegführung" eigentlich jedem in Erinnerung geblieben sein.

    Abgesehen davon stellen, wenn der dieser Begriff überhaupt einen Sinn haben soll, CIA-Farbrevolutionen, Bilderbergerverschwörung, Lügenpresse, staatlich organisierte Antifa-Blockaden patriotischer Demonstrationen, TTIP, EU-Gangstertum und natürlich auch der Terrorismus unter falscher Flagge Teile einer tatsächlich "asymmetrischen Kriegführung" , und zwar gegen die Völker Europas und insbesondere gegen das Deutsche Volk, dar.

  3. Ja, der Krieg. Tolles Thema für uns große Jungs. Durchaus akzeptabel. Wobei ein Game over auch wirtschaftlich herbeigeführt werden kann. Wichtig ist doch in jedem Falle: Wer beherrscht die Nachkriegsordnung? Wie werden die Spielregeln dafür schon vor dem Krieg / dem Game Over schon in scheinbar friedlichen Zeiten festgelegt?

  4. Formal kann man etwas ja benennen, wie man will und auch im völligen Widerspruch zur eigentlichen Funktion stehen.

    Die Funktion – das Tun ist die Ebene der Wirksamkeit.

    Um Auseinandersetzungen zu gewinnen, setzt man sich mit etwas auseinander und löst den Konflikt.

  5. Wie wärs zur Abwechslung mal den hybriden Krieg zu seinen Erfindern zu tragen, damit sie sich vor Ort davon überzeugen können, wie toll das funktioniert !

  6. Solche Kriegsformen enstehen primär bei unterlegenen Streitkräften, die zunächst in der konventionellen Kriegsführung unterlegen sind und nach Strategien suchen, diese Unterlegenheit zuu kompensieren. Später werden sie von den normalen Streitkräften übernommen. Israel war mit der asymetrischen Kriegsführung im Libanonkrieg konfrontiert. Und hatte enorme Schwierigkeiten, damit umzugehen! Früher nannte man sie Guerillakrieg!

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