Gregoire Mouteaux: „Wir müssen uns auf die russische Invasion vorbereiten“

Der selbsternannte „Verteidiger des weißen Europa“, hatte dem französischem TV-Sender Canal+ ein Interview gegeben, als er bei den Paramilitärs des „Rechten Blocks“ zum Kämpfer ausgebildet wurde. Seine Mitstreiter nannten ihn Mussolini. Auch politische Indoktrination (Ultranationalismus) stand auf dem Lehrprogramm.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Der Rechtsradikale, pro-ukrainische Möchtegernterrorist Gregoire Mouteaux ist in die Schlagzeilen geraten, als er an der ukrainisch-polnischen Grenze mit einem Waffenarsenal erwischt wurde. Doch es war nicht das erste Mal, dass der Mann zu fragwürdigem Ruhm gelangte. Schon von ein paar Wochen erschien er – wenn auch anonym – in einer Reportage des französischen TV-Senders Canal+ über die „Masken der Revolution“, in der die rechtsradikalen Milizen in der Ukraine gezeigt wurden. Als das Reportageteam das „militärische Training“ filmen durfte, trafen sie „rein zufällig“ auf einen Franzosen. Zufälle gibt es…

Der Reporter durfte Mouteaux ein paar Fragen stellen. Dabei begann er damit, den Grund für die Maske zu hinterfragen. „Das ist für ihre und meine Sicherheit“. Ein kicherndes „Meine Sicherheit?“ kam noch einmal hinterfragend. “Na wegen den Russen!“ Der Interviewer stellte ihm dann die Frage, ob er zurück nach Frankreich wolle. Was er bejahte. „Sobald ich meine Fähigkeiten verbessert habe.“ Auf die Frage, welche Fähigkeiten er denn erlernen wolle, kam eine eindeutige Antwort. „Ich wäre gerne Scharfschütze, da dies sehr effektiv ist.“ Der Canal+ Mitarbeiter, zitiert seinen Ausbilder. „Er ist noch nicht besonders gut, wird aber von Tag zu Tag besser.“

„Warum bist du hier? Welchem Zweck soll das dienen?“ Der Reporter brachte den Mann dazu seine Gedankenwelt etwas näher zu offenbaren. „Gewissermaßen ist es um mein Land zu schützen. Wenn Russland mit der Invasion der Ukraine Erfolg hat, dann wird sich die Geschichte wiederholen und sie werden auch in mein Land kommen. Was hier geschieht ist eine Invasion Europas (des weißen Europa)!“ Sein Ziel war es also uns alle vor der Invasion Europas durch Vladimir Putins Armeen zu bewahren. Ironisierend erzählt der Reporter, dass sich Gregoire Mouteaux anhörte, wie der Held in dem alten Kriegsfilm, den er und seine Kollegen im Gemeinschaftsraum der alten Kaserne immer schauten.

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Sein Chef sagte ihnen, dass sie nicht über ihre politischen Überzeugungen reden sollten, schon gar nicht zu Journalisten. Dennoch braucht man nicht lange suchen um Hinweise darauf zu finden, wo diese Milizionäre politisch stehen. So hatte Mouteaux ein Namensschild an seinem Tarnanzug mit seinem Spitznamen – Bennito Mussolini, dem faschistischen Führer Italiens im WK II. Er machte es überhastet ab und fühlte sich sichtlich ertappt. „Ja, ich habe ganz vergessen, das Ding abzunehmen. Meine Kameraden nennen mich halt so…“ Die Hinweise häufen sich, sobald man etwas genauer hinschaut. So sehr sie auch bemüht sind ein positives Bild von sich zu zeichnen, so gibt es doch genügend Zeichen für ihre extremistische Weltanschauung.

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Eine rot-schwarze Fahne (Symbol der ukrainischen Ultranationalisten) prangt im Aufenthaltsraum und zeigt wie weit rechts der „Rechte Sektor“ wirklich ist. Sie sind viel mehr als moderate Patrioten die sich mit russischen Patrioten in einem epischem Kampf befinden. Der „Rechte Sektor“ ist eine paramilitärische Miliz die einer extremistischen und totalitären Doktrin folgt. Sie wollen eine faschistische Diktatur in der Ukraine (und nicht nur dort) errichten. Der (An)-Führer des Rechten Sektors, Dmytro Yarosh, stellt auf YouTube sein Manifest, mit Bildern von Straßenkämpfen mit der Polizei und brennenden Barrikaden untermalt, vor. „Wir sind die Soldaten und die Kommandos des Rechten Sektors. Die Wiederauferstehung Europas hat auf unserem Maidan-Platz begonnen. Gegen die korrupte und marginalisierte Demokratie. Gegen die Degenerierung und den totalitären Liberalismus. Für die traditionelle nationale Moral und familiären Werte. Für große ukrainische Familien und eine spirituell und körperlich gesunde Jugend. (…) Gegen jede Integration die nicht von der Ukraine entschieden wurde….“

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Mit letzterem sind Russland einerseits und die EU andererseits gemeint. Das Manifest redet noch von der „großen Rückeroberung Europas“ und lässt keinen Zweifel an der nationalsozialistischen und faschistischen Grundlage der Ideologie des Rechten Sektors. Das ist also der Hintergrund des Franzosen, der während der Europameisterschaft in seinem Land ein Blutbad anrichten wollte. Es hat den Anschein, als hätte die ukrainische Regierung dem Rechtem Sektor in die Suppe gespuckt und als würden sich die Behörden in Kiew von den Rechtsextremen und Ultranationalisten distanzieren. Vielleicht als ein Zeichen an Russland? Das Abkommen von Minsk sieht die Entwaffnung dieser Milizen vor, aber das ist leichter gesagt als getan. Auf beiden Seite ist der Einfluss der jeweiligen Regierungen gering, schon bei einfachen Dingen wie einem Waffenstillstand. Die Milizen zu Entwaffnen und ihnen damit ihre stets anwachsende Macht zu nehmen ist nicht ohne Blutvergießen zu bewerkstelligen.

Also was jetzt? Eine Aktion in der ein extrem naives Bauernopfer Russland davon überzeugen soll, dass die Ukraine gegen die Aktivitäten der Ultranationalisten vorgeht? Eine Zusammenarbeit der französischen und ukrainischen Geheimdienste, um tatsächlich gegen den wachsenden Rechtsextremismus und rechten Terror zu kämpfen? Mir scheint nur klar, dass Gregoire Mouteaux ein ziemlich naiver Zeitgenosse ist und dass er benutzt wurde. Wie und für was genau wird eventuell die Zeit zeigen, oder auch nicht. Bislang ist nichts über Komplizen in Frankreich bekannt. Wieso der Russenhasser nur Juden und Muslime als Ziel hatte und nicht auch die russischen Fans, ist auch eine offene Frage. Ein weiteres Teil vom Puzzle ist der Antrag auf Auslieferung seitens der Franzosen und der angebliche Wunsch von der Regierung in Kiew, ihn gegen einen russischen Agenten einzutauschen. Wer weiß, was noch herauskommt, wenn man nur genügend bohrt?!

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https://www.youtube.com/watch?v=aaCd9bcy9j0&feature=youtu.be

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13 Kommentare

  1. Es handelt sich um klassische Argumente Hochgeborener, die ihre eigene teuflische Absichten leider aufgrund der Dummheit der Menschheit  mit Erfolg verdecken  können und selbst zum Angriff blasen. Im Zeichen eines Atomkriegs sein sehr gewagtes "Spielchen", auch müssen die Hochgeborenen  eine  unbekannte Superwaffe jhaben.

  2. Wieso der Russenhasser nur Juden und Muslime als Ziel hatte..

    Da frage ich mich immer, wie der rechte Sektor der Ukraine zu seiner finanz. Unterstützung durch Kolomoisky, einem ukr.-zypr.-israel. Oligarchen, und der Zusammenarbeit mit der Türkei gegen Russland, stehen.

  3. Was soll das sein?

    Jeder der nur ein Jahr intensiv Krav Maga macht steckt diese armselige Truppe im Nahkampf in die Tasche….

    Lächerlich, geht Gotcha spielen ….

  4. "Das Manifest (…) lässt keinen Zweifel an der nationalsozialistischen und faschistischen Grundlage der Ideologie des Rechten Sektors."  – Frage: Auf welche Weise nehmen diese (von den westlichen Plutokratien ausgehaltenen) Leute in ihrem "Manifest" zur Judenfrage Stellung? Das ist nämlich der Prüfstein, ob jemand Nationalsozialist ist oder nicht!

    1. Müssen sich Israels Nazis dann selber hassen? Es geht bei der "Grundlage" einer Ideologie nie um die genaue Kopie dieser. Sie nehmen Stellung auf die Überlegenheit der ukrainischen Rasse. Das andere Wort ist "Antisemitismus"! Worte haben bestimmte Bedeutungen, immer interpretationsfähig und dennoch auf bestimmte Parameter begrenzt. Man dehnt die Bedeutung nicht soweit,dass man Antisemit mit "Jemand der Juden liebt" interpretiert. Man kann aber damit jemanden bezeichnen der alle Menschen Jüdischer abstammung Tod sehen möchte oder jemanden der sie einfach nur als "minderwertig" erachtet…. Begrenzte Interpretationsfähigkeit… 

      So sehen sich die meisten Anhänger Nationalistischer Ideologien eher mit Russland verbunden, während andere, wie diese traurige Gestalt, die den ukrainern zujubelt. Beide Seiten haben eine Propagandamaschinerie die den Krieg weiter anfachen und die Menschen in den betroffenen Gebieten leiden lassen. Am Ende pofitieren Menschen denen Ideologien eher egal sind und die diese nur benutzen um sich zu bereichern und um Macht über die Mouteauxs dieser Welt auszuüben!

      1. @Shmidt

        "Müssen sich Israels Nazis dann selber hassen?" – Die Juden, speziell die in "Israel", brauchen und können keine Anleihen bei Hitler und den Nationalsozialisten nehmen, sie finden alles, was sie an Rassismus brauchen, in Talmud, Schulchan Aruch und Altem Testament. Was man dort an Abartigkeiten vorfindet, das gibt's in keiner NS-Publikatiojn, das garantiere ich Ihnen!

  5. Ekkehardt, die Russen kommen!!!

    Der Typ hat doch wohl eine Vollmeise und wer da minderwertig ist kann jeder leicht erkennen.

    Ich bin nur froh das so Nasenbären nur quatschen und keine Eier in der Hose haben.

    Vielleicht sollte man die Spinner von Rechts und Links zusammen wegsperren, dann können die sich gegenseitig wertschätzen!

  6. @ engelfrau

    dann möchte ich der reporter sein , der über dieses gesellige beisammensitzen die dokumentation macht. titel: der zerfall von sozialem miteinander, oder wessen hirn spritzt weiter bei wieviel nicht vorhandenem volumen.

    ich kann dazu nur sagen: herr lass hirn regnen, oder steine, aber bitte, triff genau

  7. Das ukrainische Putschregime ist ein Haufen von "Auserwählten", die mit Hilfe der Cocain -Importing Agency ans Ruder kamen.

    Wie kann man als "NAZI" so blöde sein und für diese Banditen kämpfen?

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