Geschenkte Hühner: Bill Gates Ahnungslosigkeit empört Bolivien

Ein Angebot von Bill Gates sorgt in Bolivien für Empörung. Dieser wollte dem Andenstaat 100.000 Hühner zur Ankurbelung der Wirtschaft schenken. Doch das Land exportiert jährlich 36 Millionen Hühner.

Von Marco Maier

Der US-amerikanische Milliardär Bill Gates wollte Bolivien und anderen ärmeren Ländern mit hohem Anteil an armen Menschen jeweils 100.000 Hühner zur Ankurbelung der Wirtschaft schenken. Doch in Bolivien (neben anderen Ländern auch) sieht man dies als Affront. Denn Gates bestätigte mit seinem Plan das Klischee vom US-Amerikaner, dem es an Allgemeinbildung mangelt und keine Ahnung davon hat, wie es außerhalb der USA zugeht.

So ließ Präsident Evo Morales dem Microsoft-Gründer ausrichten, dass er sich doch zuerst einmal mit den prosperierenden Geflügelfarmen des Landes auseinandersetzen solle, bevor er solche Angebote mache. Denn die Hühnerindustrie Boliviens produziert laut der bolivianischen Geflügelzüchtervereinigung jährlich 197 Millionen Hühner, wovon 36 Millionen in den Export gehen.

"Wie kann er denken, dass wir wie vor 500 Jahren leben, mitten im Dschungel und nicht wissend, wie man produziert?" sagte der bolovianische Entwicklungsminister César Cocarico gegenüber Journalisten. "Bei allem Respekt sollte er damit aufhören über Bolivien zu sprechen".

Das naive und undurchdachte Angebot von Bill Gates stößt vor allem auch deshalb auf massive Kritik, weil sich seit der Amtsübernahme von Evo Morales die Wirtschaftskraft des einstigen Armenhauses von Lateinamerika verdreifacht hat. Inzwischen sorgte die Politik des Linkspolitikers dafür, dass mehr als 2,6 Millionen Bolvianer in die Mittelschicht aufgestiegen sind. Auch sonst sind die wirtschaftlichen Aussichten gut, zumal auch China in die Erdgasförderung investieren möchte. Die USA hingegen arbeiten an einer Destabilisierung des Landes, weil Washington mit der politischen Führung Boliviens nicht einverstanden ist.

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6 Kommentare

  1. Tja, je weiter man oben in der Pyramide ankommt, desto lauter werden die Pfeiftöne, die durch hohle Köpfe hallen. Vielleicht sollte man eine Selbsthilfegruppe für Superreiche gründen. Dort können sie sich dann nachträglich bilden und etwas über die Welt lernnen. Ich hätte eine ganze List von Kandidaten, die so eine Gruppe DRINGEND nötig hätten.

  2. Denn Gates bestätigte mit seinem Plan das Klischee vom US-Amerikaner, dem es an Allgemeinbildung mangelt und keine Ahnung davon hat, wie es außerhalb der USA zugeht.

    Klischee?

    Leider die reine Wahrheit, ich kenne viele US-Bürger, der Allgemeinbildungsstand ist erschütternd, auch bei den sogenannten Eliten!

    Und unser Bildungssystem ist auf dem besten Weg diesen "Standard" auch bei uns zu etablieren. Zeit für einen Systemwechsel.Stoppt die Menschenzuchtversuche der NWO.

  3. Bill und Melinda Gates lassen sich schon mal durch US-Geheimdienste einschüchtern und impften große Teile der afrikanischen Bevölkerung krank (die Guidestones of Georgia lassen grüßen). Außerdem gehörten diese Gates zu den Sponsoren des faschistischen Putsches in der Ukraine.

    Es ist schon kreuzgefährlich, wenn kriminelle Milliardäre unter dem Vorwand „internationaler Hilfe“ viel zerstören. Das kriminelle 25 Mrd schwere Rothschildanhängsel –  G. Soros  -(der am 12.06. 86 Jahre alt wurde – lieber Gott wie lange lebt der noch?) ist ein Musterbeispiel, wie Millionen $ für kriegerische Zwecke missbraucht werden.

  4. Eine Verhöhnung der Menschen, die unverschuldet an Armut und Hunger leiden. Ich möchte die Zahlen von Statistiken des Hunger-Desasters nicht zitieren, bekomme aber einen "dicken Hals" wenn ich die Nachrichten in den Medien zur Gates-Aktion verfolge. Das Ehepaar Gates wird hier zumeist als Wöhltäter und Menschenfreund dargestellt, keine Erwähnung findet, was die B. und M.Gates-stiftung mit ihren Impfserien in Indien und Afrika angerichtet hat. Ebenso sollte erwähnt werden, wie die "Gates-Stiftung" Milliarden anlegt". Monsanto – Beteiligungen z.B. bringen den Gates satte Gewinne, mit denen man sicher mehr als nur Almosen verteilen könnte.  —  Der  Globalismus hat die Umverteilung von Finanzmitteln forciert, in Zahlen ausgedrückt stellt sich das 2016 folgendermaßen dar : 1% der Weltbevölkerung besitzt mehr als die restlichen 99% und während täglich mind. 50000 Menschen verhungern, wollen Menschenfreunde wie das Ehepaar Gates 100000 Hühner an vermeintlich arme Hühnerproduzenten verschenken. Der Verdacht liegt nahe, das die US-Amerikaner an Übersättigung leiden und die Chlorhühnchen nicht mehr selber konsumieren wollen.

  5. Das war keine ahnungslose Naivität von Bill Gates. Das war pure Absicht.Solche Menschen wie Bill Gates sind bestens Informiert.Es war vielleicht ein Hinweis das Bolivien dem nächst keine Hühner mehr exportieren darf. Oder es kommt durch sein Geschenk zu einer Vogelgrippe die die ganzen Hühner dahin raft.zu zutrauen iet dem Gates das schon.Die Hühner hätte ich als erstes in die Carantäne verfrachtet, um sicher zu gehen das sie nicht Krank sind. Dann hätte ich dies auch noch untersucht, ob sie nicht irgendwelche Immunitäten aufweisen, die man bei den eignen Hühner nicht findet und wehe es hätte irgendwelche Auffälligkeiten gegeben, dann hätte ich den US-Botschafter einbestellt und so weiter.

     

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