Bild : Wikimedia Commons / Die Linke - Oskar Lafontaine CC BY 2.0
Loading...

Laut dem Linkspolitiker Oskar Lafontaine haben Deutschland und die USA keine gemeinsamen Interessen. Deutschland wolle ein Sicherheitssystem unter Einbeziehung Russlands, die USA wolle das Land jedoch einkreisen.

Von Marco Maier

Auf der Friedenskundgebung beim US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein – ein Sinnbild der weiteren US-Besatzung Deutschlands – von dem aus der Drohnenkrieg im Nahen und Mittleren Osten geführt wird, war auch der Linkspolitiker Oskar Lafontaine, um gemeinsam mit Tausenden Friedensaktivisten gegen die von der deutschen Bundesregierung unterstützte Politik Washingtons zu protestieren.

"Die Vereinigten Staaten sind ein Oligarchen-System, das weltweit auf Rohstoff und Absatzmärkte aus ist, die eben noch militärisch gewonnen werden sollen. Und letztendlich wollen die Vereinigten Staaten Russland einkreisen, das ist nun für jeden, der auf die Landkarte schaut, offensichtlich", so der Ex-Bundesfinanzminister Lafontaine, der heutige Linksfraktionschef im saarländischen Landtag ist, in einem Interview mit "KenFM".

Loading...

Denn – im Gegensatz zu den USA, die ihre Militärinfrastruktur global ausbreiten – Russland habe beispielsweise ja auch keine Raketen auf Kuba oder irgendwelche Stationen in Kanada oder Mexiko. Die US-Politik sei nicht im Interesse Deutschlands oder Europas, so der Linkspolitiker weiter. "Wir wollen natürlich ein Sicherheitssystem unter Einbeziehung Russlands und nicht die Konfrontation, die die Vereinigten Staaten seit vielen Jahren suchen", betonte der Linkspolitiker.

"Lange Jahre war man sich gar nicht so bewusst, was hier eigentlich passiert. In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, dass Ramstein bei den weltweiten Kriegen der Vereinigten Staaten eine entscheidende Rolle spielt, und insbesondere die Drohnenkriege werden von hier aus wesentlich gelenkt", sagte der streitbare Politiker weiter. Deutschland müsse sich Klarheit darüber verschaffen, dass das nicht gehe. Es sei an der Zeit dafür. "Es ist unerträglich, dass die Bundesregierung dazu schweigt", kritisierte Lafontaine. Es sei "schizophren", einerseits Edelmut in der Flüchtlingskrise zu demonstrieren, andererseits aber Angriffskriege der USA zu unterstützen.

Bitte unterstützen sie uns!

Wir konnten im Laufe der Zeit viele Leser dauerhaft für uns begeistern. Wenn Sie liebe Leser, uns dauerhaft unterstützen wollen, dann tun sie das am besten mit einer Spende oder mit einem Dauerauftrag mit dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE28 7001 1110 6052 6699 69, BIC: DEKTDE7GXXX, Inhaber: Andreas Keltscha oder per Paypal und Kreditkarte. Wir bedanken uns herzlich!

Loading...

8 KOMMENTARE

    • Na ich weiß nich recht. Ich halt den schon für einen der wenigen echten und aufrechten linken der obendrein auch noch über den nötigen Schmalz in der Birne verfügt. Solche Leute verdienen Respekt und sind mir lieber als diese opportunistischen geldgeilen Arschlöscher die für eine Handvoll Dollar ihre eigene Mutter verkaufen weil sie keinen einzigen Wert kenne als den des Geldes in ihren Händen.

      • Genau so sehe ich das auch – obwohl politsche ehrer auf der anderen Seite stehend …

        Und eine schöne Frau hat der Oskar auch noch, die zudem auch noch außerordentlich klug ist – die vermutlich Klügste im Deutschen Bundestag.

        Sie würde ich der Merkel jederzeit und auf jeden Fall als Kanzlerin vorziehen – obwohl, wie gesagt, politisch woanders stehend …

        • jep, genau so denk und seh ich das auch.

          Ob er aber mit der Frau wirklich so Glücklich is…… die hat Haare aufe Zähne, da hast wohl zuhause nich wirklich viel zu lachen. 🙂

  1. genau so ist es!

     

    eine weltweite friedensbewegung gegen u.s.rael- muss her!

     

    aber die gibt es nur, wenn man sich einig ist, und vor dieser einigkeit haben vsa etc angst

    • Oskar Lafontaine Ist endlich aufgewacht? Die Thesen eines Sir Halford John Mackinder, und eines Zbigniew Kazimierz Brzezinski hätten in allen Schulbüchern verbreitet werden müssen, und in den Geheimdiensten in Deutschland alle Alarmglocken schrillen lassen müssen?

      Schon so oft hatte ich versucht, in deutschen Zeitungen auf diese Zusammenhänge hinzuweisen, aber es wurde immer gelöscht. Weil ich ein Nazi bin? Jedenfalls ist jeder ein Nazi, der gegen die USA und deren versiffte Außenpolitik wettert, wer sich gegen die Fachkräfte äußert, wer die Merkel kritisiert?

      Auch jene, die den USA verrat und betrug unterstellen, und die NATO als Kettenhund der USA bezeichnen? Die behaupten, der Irak Krieg war gewollt, und gesteuert, mit Lügen gewollt, und Afghanistan nur wegen der Drogen nicht befriedet werden könne, die mit Flugzeugen der USAF transportiert werden?

      Endlich ein deutscher Politiker, der es begriffen hat? Das wäre mir einen Schampus wert? Prost!

      • SEien Sie  versichert ,die wichtigen deutschen Politikermarionetten wissen was gespielt wird.Die machen nicht aus Unkenntnis mit.

        Die einzige Frage ,die sich stellt : "Sind sie nur gekauft oder werden sie auch bedroht ?"

  2. Oskar Lafontaine hat alles erreicht was politisch möglich war, daher kann er nur noch das sagen was die Wahrheit entspricht und somit Frau Wagenknecht in die richtige Richtung influenzieren. Die Politik wird nur noch von den Finanzmärkten regiert und es ist ein Segen dass, noch ein  paar Politiker den Überblick haben und die Schweinreien denonzieren um uns zu Vernunft zu bringen. Wir brauchen eine Revolution, nicht gegen unsere aktuelle Regierung, sondern gegen das private Banksystem dass täglich unsere Politiker unter Druck setzt um die Schere zwischen Reich und arm weiter auszubreiten. Links ist keine Lösung, Rechts auch nicht sondern der normale menschliche Verstand ist der Schüssel zum allgemeinen Wohl. 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here