FPÖ will Abschaffung der Briefwahl

Weil eine freie, geheime und faire Wahl durch die Wahlkarten nicht gewährleistet sei, fordert die FPÖ angesichts der Posse rund um die Bundespräsidentenwahl die Abschaffung der Briefwahl.

Von Marco Maier

Vor allem aus Bequemlichkeitsgründen wird die Möglichkeit der Briefwahl inzwischen gerne in Anspruch genommen. Nicht nur von Auslandsösterreichern, sondern zunehmend auch im Inland selbst. Doch weil es um die Briefwahlstimmen im Rahmen der Stichwahl zum Bundespräsidenten zwischen FP-Kandidat Norbert Hofer und dem Grünen Alexander Van der Bellen offenbar zu einigen Unregelmäßigkeiten kam, fordert die FPÖ nun eine Aussetzung der Briefwahl.

FP-Verfassungssprecher Harald Stefan begründete dies gegenüber der österreichischen Tageszeitung "Kurier" so: "Die Briefwahl widerspricht den Grundsätzen des Wahlrechts – geheim, persönlich, unbeeinflusst." Im Wahllokal werde "ein Riesenaufwand betrieben", dass all das gewährleistet sei. "Bei der Briefwahl ist es das nicht. Man weiß nicht, ob der Wahlberechtigte selbst den Stimmzettel ausfüllt, ob nicht jemand gezwungen wird, so oder so zu wählen, ob nicht in Gruppen gewählt wird, ob die Karte auf dem Postweg nicht verloren geht", sagt Stefan. Zu kranken und bettlägrigen Menschen könnten "fliegende Wahlkommissionen" kommen: "Da brauche ich die Briefwahl nicht."

Tatsächlich gab es einige Vorfälle, wo Angehörige Wahlkarten für Pflegefälle in der Verwandtschaft orderten, bzw. sogar die Verwaltungen der Pflegeeinrichtungen selbst. Hierbei ist dem Missbrauch natürlich Tür und Tor geöffnet, zumal viele dieser Pflegefälle mental gar nicht in der Lage sind (z.B. wegen Demenz oder Alzheimer), eine politische Entscheidung zu fällen.

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10 Kommentare

  1. Im digitalen Zeitalter kann man alles manipulieren. Zum Schluss geben die ganz oben im zentralisierten zentrierten Zentrum das Ergebnis bekannt… natürlich elitenkonform. 🙂

    Brexit geschieht übrigens erst, wenn die Briten – oh sorry… die Eliten –  es wollen. Der Zeitpunkt ist nicht vorgegeben, wird meiner Ansicht nach aber wohl passieren, wenn die Eliten- und Siegermächte-Vasallenregierung BRiD mit der Speerspitze in Richtung Osten zusticht. Dann steigen die Briten vermutlich ganz kurzfristig und empört aus, Amis und Briten und Russen und eventuell auch die Franzosen vertragen sich anschließend wieder und geben der BRiD – oh sorry… den Deutschen und D – den vor langer Zeit geplanten Todesstoß, nachdem diese wieder die totale Schzld auf sich nehmen müssen.

    Krieg ist Frieden

    Unrecht ist Recht

    Gefangenschaft ist Freiheit

    Feindstaat ist Freundstaatnichtregierungsorganisation

     

    1. UND : WAHLPFLICHT !!! DAMIT EINE VERNÜNFTIGE ZAHL VON STIMMEN ZUSTANDE KOMMT. DERZEIT REGIEREN GEISTIG ABNORME RECHTSBRECHER DIE EINE LEGITIMATION VON 50% VON 60% HABEN.  DAS KANN NICHT DEm VOLKSWILLEN ENTSPRECHEN.

      1. Wart mal Gucci, denn das sind die Wahlbeteiligungen :-))

        Brich das mal runter auf die Bevölkerung und du bist bei grad mal 15-20 Prozent der Wahlberechtigten eines ganzen Landes ^^

        z.b.: Österreich ca.7,2 Mio Wahlberechtige / 50% Wahlbeteiligung = 3,Mio / SPÖ ca. 30% davon = 900tsd     …..hihihi und genau das hören die Herrschaften der Oberschlauen in den Parlamenten garnicht so gerne / hab ich ihnen schon öfter mal hingeworfen so nebenbei ^^^^

  2. Ehemals mehrfach in einem Wahlvorstand, auch Briefwahlauswertung EU Wahl gewesen.

    Bin auch für die Abschaffung der Briefwahl. Möglichkeit der Manipulation gibt es viele.

  3. Wir hätten uns möglicherweise einiges an Zerstörungen der Staatskultur und Prosperität erspart wenn es die Briefwahl nie gegeben hätte. Die Briefwahl ist das Instrument der inneren Feinde um sich an der Macht zu halten! Der "dumme Wähler" existiert nicht in dem Ausmaß wie bisher angenommen, das hat die österreichische Bundespräsidentenwahl gezeigt. Zur Abschaffung der Briefwahl gibt es keine legitime Alternative. Ob die Staatskultur noch ausreichend für die Durchsetzung der Legitimität ist wird sich zeigen.

  4. Als Einführung durch die Roten, war diese Betrugsmöglichkeit eingerichtet worden. und ist daher abzustellen. Genauso wie das einst gesetzlich bestimmte Tagesfahrlich.

  5. Frechheit, wieder ein Geschäftsmodell zerstört.

    Was sagt denn der Zentralrat der Briefwahlfälscher dazu?

    Der Präsident des Bundesverbandes der Briefwahlfälschungsunternehmen e.V. Klaus Teufel sagte wörtlich: "Die Zerstörung seiner Geschäftsgrundlage ist eine nicht hinnehmbare Gefährung seines wirtschaftlichen Erfolges. Er kündigte einen Streik bei der nächsten Wahl an und drohte damit die angeblich verlorenen gegangenen hunderttausend Briefwahlstimmen der Landtagswahl in Hamburg in einer sektukalären Aktion über dem Rathaus von einem Flugzeug abzuwerfen, sollte diese Idee nicht wieder in den Schubladen verschwinden.

     

  6. Das ist typisch für die ewig Gestrigen: Nur kein Fortschritt, alles Schlechtreden und möglichst schnell an die Macht kommen, um alles im braunen Würgegriff zu ersticken!

    Aber Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Wir brauchen kein ewiges Hinterwäldlerdenken. Es gibt breits die Handysignatur, der nächste Schritt muss daher e-Voting sein.

    So schauts aus!

     

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