Erdogan entschuldigt sich für den Abschuss der russischen Su-24

Die Türkei teilte mit, dass man sich beim russischen Präsidenten für den Abschuss der Su-24 entschuldigt habe, wie der türkische Premier Binali Yildirim am Montag mitteilte. Demnach sei Ankara auch bereit an Moskau Schadenersatz zu zahlen.

Von Christian Saarländer

Beide Länder wollen eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Nachdem die Türkei einen russischen Jagdflieger des Typs Su-24 abgeschossen hatte, sind die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei in einer schweren Krise. Laut Angaben der Nachrichtenagentur Sputnik teilte der Pressesprecher des russischen Präsidenten mit, dass der türkische Präsident Recep Erdoğan sich mit einem persönlichen Brief an Wladimir Putin sich für den Abschuss entschuldigte. Unter anderem drückte er sein Mitgefühl für den getöteten Su-24-Piloten aus.

Zudem sei man in der Türkei bereit für die Schäden aufzukommen, die Russland durch den Abschuss des Jets erlitten habe. Russland reagierte nach dem Abschuss des Kampfjets am 24 November mit wirtschaftlichen Sanktionen, welche die Türkei aktuell im Tourismussektor zu spüren bekommt. Am Mittwoch soll es nach Angaben von RT zu einem Telefongespräch beider Staatschefs kommen.

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Allerdings wird diese Entschuldigung als eher halbherzig wahrgenommen, zumal Erdoğan von einem „unabsichtlichen Abschuss“ sprach. Offenbar spricht hier der wirtschaftliche Druck aus dem türkischen Präsidenten.

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4 Kommentare

  1. Das dürfte weniger an Reue liegen..denn dafür hat es zu lange gedauert..als daran das teile der türkischen Wirtschaft seit geraumer zeit an Erdogan's Palasttür getrommelt haben.

  2. Ja, jetzt ist die Kacke am Dampfen bei Herrn Erdogan, denn sonst hätte er an eine Entschuldigung niemals gedacht, aber das wäre gleich fällig gewesen und nicht erst jetzt. Die Gründe sind, dass die Wirtschaft  nicht mehr ganz rund läuft und  die Touristenzahlen am Boden sind. In den Ferienregionen werden zum Teil die Hotels zu gemacht und die Leute entlassen. Es fehlen vor allem die russischen und auch deutschen Touristen.

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