Doping-Affäre: ARD-Reporter trug falschen Bart in Moskau

Die Pannen bei der ARD-Doping-Recherche sind auf der einen Seite skandalös, aber auf der anderen Seite hin und wieder lustig. Nachdem der ARD-Journalist Hajo Seppelt am vergangenen Wochenende gegen eine russische Reporterin handgreiflich wurde, enthüllt nun Sputnik die Geschichte mit dem falschen Bart.

Von Christian Saarländer

Die Doping-Recherchen des ARD aus dem Jahre 2014 beschäftigen nicht nur Medien und Gesellschaft, sondern befassen seit Dezember 2015 auch die Gerichte in Moskau, da die Unregelmäßigkeiten in der Recherche wohl einem größerem Ausmaß entsprechen. Bereits am Wochenende wurde berichtet, dass der ARD-Reporter Seppelt in einem Kölner Hotel gegen eine russische Reporterin handgreiflich wurde, nachdem sie eine mögliche Korruption seitens der Reporter ins Spiel brachte.

Sowohl russische als auch deutsche Medien haben über diese Geschichte berichtet und bestätigen das Verhalten des Journalisten. Deutsche Medien rechtfertigen mit längeren Texten das Verhalten Seppelts, wohingegen die russischen Medien das nicht sonderlich kollegiale und kavaliersmäßige Verhalten des Deutschen rügten.

Aktuell berichtet die russische Nachrichtenagentur Sputnik, dass Seppelt im Januar 2014 im Moskauer Flughafen Scheremetjewo mit einem schief sitzenden Bart die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte an sich zog. Das erfuhr man aus den Sicherheitskreisen am Flughafen. Sein auffälliges Verhalten am Flughafen meldete ein anderer ausländischer Fluggast den Sicherheitsbehörden.

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Ob Seppelt einfach nur witzig damit wirken wollte oder vorsätzlich versuchte die Sicherheitsbehörden zu einer Überreaktion zu provozieren, um für die deutschen Medien einen weiteren „Skandal“ im Gepäck zu haben, kann nicht gesagt werden. Zu seinem Verhalten an Bord und im Flughafen konnte Seppelt nach Sputnik-Angaben keine eindeutigen Erklärungen machen.

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Die ARD-Dokumentationen, die Seppelt in Russland erstellte, haben schwere Doping-Vorwürfe gegen die russische Föderation erhoben. Während in Russland diese Dokumentation unter anderem die Gerichte beschäftigte, verlangen schon die ersten westlichen Politik-Akteure den Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen in Brasilien. Vor den russischen Gerichten wird unter anderem Rufschädigung und die Korrektheit der Recherchen geprüft.

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10 Kommentare

  1. https://www.youtube.com/watch?v=8_6s9v_GoB4

    Mein Gott ist das peinlich. Ich schäme mich jeden Tag mehr für unsere Regierung und unsere Medien. Das allerschlimmste ist, dass wir diesen DRECK auch noch bezahlen müssen und nur deswegen ist möglich, dass solche Kakerlaken wie der „Journalist“ Seppelt mit solchen Hass-Produktionen Geld verdienen kann. Wir sind von einer funktionierenden Demokratie MEILENWEIT entfernt. Es ist unerträglich. Ich erwarte eigentlich von der ARD eine öffentliche Entschuldigung. Von Herrn Seppelt kann man nichts erwarten, das haben wir ja gesehen. Falls hier jemand von ARD & ZDF lesen sollte, ich schaue eure Sender schon seit knapp 2 Jahren nicht mehr. Euer Gift erreicht mich also nicht mehr.

    1. rußlands sportler sind massiv mit staatlicher unterstützung/organisation/aufforderung gedopt. das hat der held Seppelt eindeutig mit hilfe der heldenhaften familie stapanow nachgewiesen. ihnen sei der dank aller ehrlichen sportler dieser welt !

      ich habe mich selbst mit russischen sportlern darüber unterhalten: doping ist der staatlich unterstützte und gewollte normalzustand.

      wer etwas anderes behauptet, ist blind, taub und hat nicht mehr alle tassen im schrank.

  2. Naja prinzipiell glaub ich schon das es bei den Russen ein Problem mit Doping und Korruption gibt. Das ist wohl bei den Russen so wie bei uns im Radsport. Da muss aufgeräumt werden allein schon für die ungedopte Russische Athleten die auf die Art immer nur die Nummer 4 und 5 sein werden obwohl es eigentlich Top Athleten sind.

    1. auch in deutschland gibt es korruption oder warum denken sie dauert der flüghafen in berlin schon so lange. das ist eindeutig zeichen von korruption.

    2. Natürlich gibt es in Russland Doping. Das gibt es aber auch vor allem in den USA und dort so richtig professionell. Das gibt es in allen Ländern, die im Profi-Sport unterwegs sind. Darum geht es ja auch gar nicht. Es geht um unbelegte Behauptungen, Einseitigkeit und Hetze und das immer wieder von UNSEREM STAATSFERNSEHEN.

  3.  

    Interessanterweise sagte Hillary Clinton vor einiger Zeit, daß man sich im Medienkrieg gegen Russland befinden würde.

    Daher, daß Krieg nicht auf Feuerwaffen, konventionelle oder atomare oder Neuronen- Bomben, Giftgas, biologische Erreger, Wirtschafts-, Wetter und Währungskrieg begrenzt ist, sollte der Herr Bundesanwalt mal im StGB unter Artikel 80 mal nachsehen, was da eigentlich für eine Kriegspropaganda im ZwangsTV läuft.

    Das wäre die einzig logische Konsequenz, wenn man den Anspruch erhebt, in einem Rechtstaat zu vertreten.

    Daher noch einmal zur Erinnerung:

     

    § 80
    Vorbereitung eines Angriffskrieges

    Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.

     

     

  4. Was den Medienkrieg gegen Russland betrifft, besitze ich eine Splitterweste gegen die Geschoße der westlichen Medien! Es prallt bei mir ab! Und diese Spitterweste wurde aus Intelligenz und Bewußtsein gefertigt! In Kombination mit einem hervorragend arbeitenden Lügendetektor, gefertigt aus jahrelanger Erfahrung mit impertinenten Verdrehungen der Wahrheit seitens westlicher Mainstreammedien, sind diese Propagandapatronen einfach nur Rohrkrepierer! Allerdings wird jede Meldung, egal woher, analysiert. Nur bei westlichen Meldungen kommt schon automatisch der nächste Papierkorb zum Einsatz. Vor allem bei deutschen Wahrheitsverdrehern. Es kommt immer auf die Motivation hinter der Kritik an. Und die ist bei westlichen Medien peinlich selbstentlarvend!

  5. Mein Gott; was ist dieser "Journalist " kompetend! Den Mann muß man im Auge behalten. Der hat das Zeug zum Intendanten.Oder vielleicht wird Er in ein paar Jahren Regierungssprecher.Auch scheint eine Einladung zu der nächsten Bilderbergerkonferenz ü berfällig.

  6. Einen falschen Bart? Man fragt sich mittlerweile ob die hochbezahlten Journalisten der öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehanstalten ihre Berufsbildung aus schlechten Kriminal-und Spionageromane des 19.Jahrhunderts beziehen?

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