Donbass: Schwere Bombeneinschläge des ukrainischen Militärs erschüttern Donezk

Trotz internationaler Kritik in den vergangenen Wochen und des vereinbarten Waffenstillstands gemäß des Minsk-2-Abkommens, attackiert das ukrainische Militär weiter die abtrünnige Region im Donbass. Ein Video zeigt zerstörte Häuser in der Stadt, nachdem das ukrainische Militär schwere Artillerie einsetzte.

Von Christian Saarländer

Zerstörte Dächer von Wohnhäusern und verwüstete Wohnungen von Bürgern der Stadt Donezk sind das Ergebnis der vergangen Attacken durch die ukrainischen Streitkräfte. Ob sie einfach blind in die Stadt reinfeuern oder gezielte Angriffe ausüben ist dabei unklar. Klar ist allerdings, dass die neusten Bilder der Verwüstung keine militärischen Ziele sind, wie man auf diesem Video von Ruptly sehen kann.

Der Vizestabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Basurin, teilte vor Journalisten mit, dass hunderte Granaten an einem Tag auf die Volksrepublik abgefeuert wurden. Mit Schützenpanzern, Granatwerfern und schweren Artilleriegeschossen wurde das Territorium der Republik innerhalb von 24 Stunden insgesamt 671 Mal beschossen, teilte die Moskauer Nachrichtenagentur Sputnik mit.

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Vor wenigen Tagen kündigte bereits der Vertreter der selbsternannten Volksrepublik Donezk bei den Minsker Verhandlungen, Denis Puschilin, mit, dass er eine aufgrund der aktuellen Lageanspannung im Donbass eine Sondersitzung der Ukraine-Kontakgruppe initiierte, wie die Nachrichtenagentur NewsFront berichtete.

https://twitter.com/NewsFrontDE/status/740846854582218752

„Den Beschuss heute Nacht würde ich nach Intensität mit August vergangenen Jahres vergleichen. Die ukrainische Armee hat gezielt Wohnbezirke der Städte Donezk, Jassynuwata und Makijiwka beschossen. Um eine Eskalation zu vermeiden und das Vorgehen der Ukraine sofort zu unterbinden, wendet sich die Volkrepublik Donezk an den OSZE-Sonderbeauftragten Martin Sajdik mit der Bitte, eine Sondersitzung der Kontaktgruppe in Form einer Videokonferenz einzuberufen“, sagte Puschilin am vergangenen Donnerstag.

Bereits vor vier Wochen startete das ukrainische Militär eine Großoffensive gegen die abtrünnigen Regionen im Donbass. Im Raum von Andrejewk, fünf Kilometer vor der Trennlinie entfernt, wurde schweres militärisches Gerät in Stellung gebracht. Wie Basurin damals mitteilte wurden auch 300 Mann des Freiwilligen-Polizei-Bataillons für Sondereinsätze „Lwow“ festgestellt.

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14 Kommentare

  1. bomben auf das kiever regierungsviertel und die administrationsgebäude. nach knapp 2 jahren der haltlosen unterstellung, reguläre truppen der RF wären auf ukr-territorium zugange, könnte vllt. noch die swp24-technologie auf zielgenauigkeit getestet werden – tatsächlich ob die privaten residenzen der "regierenden" oder die ihrer nachbarn getroffen werden. man sollte möglichst immer die sprache sprechen, die das gegenüber versteht – nicht zuletzt auch deshalb, weil der osce das dolmetschen verlernt hat. 

    1. Willst du CIA und US Politiker bombadieren? Die Ukraine ist von den USA besetzt und die Angriffe geschehen im schatten des Großmanövers in Polen.

      1. ja, die gegebenfalls auch! zunächst, im kontext mit der (sogenannten) ukraine diejenigen, die sich durch die "besatzer" (wie du sie nennst) dahingehend lenken lassen. 

        dort, wo seit 98 jahren eine tatsächliche besatzung stattfindet, ist man komischweise dazu gewillt, nicht die bushs, clintons, obamas und wie sie alle heissen sondern niemanden geringeren als merkel an einer laterne aufhängen – insofern ist vllt. auch meine position mglw. nachvollziehbar? 

  2. Das sind Kriegsverbrechen und ich frage, macht sich diese BRD hier wieder mitschuldig oder kommt es der Mischpoke seit dem Jugoslavienkrieg auf ein Verbrechen mehr oder weniger nicht mehr an. Wie lange will Russland dem Massacker noch zusehen. Offenbar eröffnet die Nato hier einen neuen Kriegsschauplatz, um Russland von Syrien abzulenken. Den russischen Menschen ist es nicht möglich, so pervers , wie die Angelsachsen, zu denken. Die Nato bereitet den Krieg gegen Russland vor und dazu dient auch die Masseneinwanderung junger kräftiger Migranten. Natürlich wird solch Krieg den Russen wieder schwere Opfer abverlangen, aber sie werden am Ende mit Eurasien siegen und dann wird es keinen der Natovasallen mehr geben. Auf zum letzten Gefecht (die Internationale)

  3. Wo bleiben die Sanktionen gegen die Ukraine? Das Minsker Abkommen wird von der Westukrainischen Armee mit Füßen getreten. Aber offensichtlich wollen die Nazibatallione nur den Gegenschlag provozieren um die Russland Sanktionen verlängern zu lassen. Man merkt offensichtlich das sich die Meinungen zum Thema Russland abschwächen und die einzelnen Staaten so schnell wie möglich aus den Sanktionen raus wollen. Wenn die Ukrainische Armee wieder Ihre Landsleute gegen den Osten aufmarschieren lässt, dann wird es die Eintscheidungsschlacht in Kiew geben und das verdammte korupte zionistischen Oligarschenpack denen das Wohl der Ukrainer nur ein müdes Lächeln wert ist, ihr persönliches Amagedon sein. Amen, nieder mit den Faschismus von Poroschenko, Merkel, Obama und Kriegstreiber Konsorten.

  4. Worauf das ganze hinausläuft ist klar. Die Kiewer Faschisten machen da weiter wo die Nationalsozialisten aufgehört haben und führen einen Vernichtungskrieg gegen die russischstämmige Bevölkerung. Die grausame und rücksichtslose Vorgehensweise dient in erster Linie dazu, die Russen dazu zu verleiten aktiv und mit regulären Streitkräften in den Konflikt einzugreifen.

    Dann hätten die Kriegstreiber der NATO und die Psychopathen in Kiew ihr Ziel erreicht, könnten sich als Opfer eines russischen Angriffskrieges darstellen und damit alle weiteren militärischen Maßnahmen rechtfertigen. 

    Was im Donbass geschieht ist nicht nur ein Kriegs – sondern ein Menschheitsverbrechen und die westlichen Eliten tragen die Verantwortung dafür. Man muss sich einfach mal klar darüber werden das wir hier von absolut skrupellosen und unmoralischen Menschen beherrscht werden, die sich schon keinen Dreck um ihre eigenen Völker scheren, geschweige denn um die Bewohner des Donbass.

    Was könnte Russland tun um das Morden zu beenden? Militärisch ist da nichts zu machen, das sollte jedem klar sein, den dann würde der Donbass zum Sarajevo der Gegenwart!

    Grundsätzlich bin ich der Meinung es wäre durchaus möglich und durchführbar, den Bewohnern des Donbass eine Umsiedelung anzubieten, sie ganz offiziell zu russischen Staatsbürgern zu machen und ihnen Siedlungsgebiete im riesigen Russland zur Verfügung zu stellen. Derzeit werden von der russischen Regierung Anstrengungen unternommen mehr Menschen zur Ansiedelung im fernen, sehr dünn besiedelten, Osten des Landes zu ermutigen. Da sind riesige unbewohnte Landstriche, die an neue Siedler vergeben werden könnten.

    Im Donbass haben die Menschen keine Zukunft, zumindest keine lebenswerte. So könnte der russische Staat zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, den Menschen des Donbass ein Leben in Sicherheit in Mütterchen Russland bieten und gleichzeitig den unterentwickelten Osten des Landes weiter entwickeln. Das wurde schon einmal in Russlands Geschichte gemacht, mit sehr viel Erfolg (Katharina, die Große brachte damals deutsche Siedler in großer Zahl nach Russland). Natürlich müßten die Leute in der Anfangszeit sehr viel Unterstützung durch den Staat bekommen aber die Erfahrung zeigt das Menschen, wenn man ihnen die Chance gibt etwas für sich und ihre Kinder aufzubauen über sich hinauswachsen.

    Ein weiterer Aspekt ist, dass auch Russlands Geburtenraten sehr niedrig sind und allein deshalb schon die Zuwanderung von 4 – 5 Millionen Menschen ein riesen Gewinn für das Land wären. Hinzu kommt das diese Zuwanderer, anders als in der BRD keine kulturfremde Belastung wären, da sie die gleiche Sprache sprechen, die gleiche Religion haben und im Herzen ohnehin Russen sind.

    Die Ukraine ist schon jetzt ein Failed State ohne Zukunft, Russland hat enormes Potential und wenn die kluge Politik der gegenwärtigen Regierung noch einige Jahrzehnte weitergeführt wird, wird es sich weiterhin auf allen Gebieten positiv weiterentwickeln.

    Meiner Meinung nach ist das die beste Lösung des Problems und die einzige Möglichkeit, langfristig einen drohenden Krieg zwischen Russland und der NATO zu verhindern. Die Bewohner des Donbass sollten diesen Vorhof der Hölle verlassen, wo man ihnen immer wieder nach dem Leben trachten wird, die Volkswehren müßten die Zivilisten dabei decken und bevor die letzten Einheiten abziehen, sollten sie dafür sorgen, dass den verfluchten Faschisten im Donbass nur noch verbrannte Erde in die Hände fällt! 

    1. Hallo Fritzx, ich finde Ihre Überlegungen sehr interessant. Ich würde den Aufruf zur Umsiedlung an die Russen von Carkov bis Odessa erweitern. und ich glaube ein Großteil würde sich überlegen, bei entsprechender Staatlicher Unterstützung, einen Neuanfang im friedlichen Rußland anzunehmen, um das Leben Ihrer Familien zu retten! Auch für dür die Russen in den baltischen Staaten she ich ich harte Zeiten anbrechen. wenn SS Sybole hoffähig sind, wird die russische Sprache auch dort bald verboten werden.

      An die Rf, schütz Eure Grenze, nehmt Eure Brüder auf ( siehe Krim) und nehmt dieser aggresiven Nato alle Vorwände. Und paßt auf, die züngeln überall, Südamerikaa, Indien, Vietnam usw..

      FritzX, Sie müßten Ihre guten Vorschläge, auch mal auf RT deutsch o

    2. Ein Krieg ist nur zu verhindern, wie das schon Nikolaus II. 1914 und Stalin 1941 erfuhren, wenn beide Seiten das wollen. Ist das gegeben? Jedenfalls nicht unter Obama und künftig vielleicht Hillary Clinton.
      Eher noch unter Trump!
      Hat eigentlich jemals jemand den Niederländischsprechenden („Flamen“) in Belgien während der Vorherrschaft der Frankophonen im belgischen Staat vorgeschlagen, in die Niederlande zu übersiedeln, und schlägt heute jemand den Wallonen vor, nach Frankreich zu übersiedeln, nachdem nun die Flamen dominieren? Der einzige Ausweg, den auch das Minsker Abkommen Nr. II fixiert hat, war dort und ist in der Ukraine eine weitgehende Autonomie – da für die Russischsprachigen von Odessa bis Charkow – und in der Haupstadt (Brüssel bzw. Kiew/Kiyv) die strikte Gleichrangigkeit beider Sprachen und Kulturen. Russland hat, und der Westen, v.a. Deutschland und Frankreich, hätten ebenfalls durchaus wirksame Hebel, um das von den Postfaschisten in Kiew (Kiyw) zu erzwingen. Nur: die Obama-Regierung will das nicht…
      Man muss sich immer klarmachen, dass das, was Putin tut und schon dreimal (inAbchasien, Südossetien, auf der Krim) getan hat, genau das ist, was der Westen im Fall Kosovo getan hat: ausgehend vom erklärten Willen der lokalen Bevölkerung – und entgegen dem Willen der nationa(istisch)en Regierung und auch der aufgehetzten Bevölkerung des gesamten Landes – ein Gebiet von seinem bisherigen Staat abzutrennen, anstatt die Leute, die dort leben, zur Auswanderung aufzufordern!
      Daher halte ich nix von diesem Vorschlag.
      Der Westen muss zur Vernunft kommen – ausnahmsweise mal anders als 1914 und 1939-41…
      Leider – s. Nordkorea! – ist wirklich die einzige Sprache, die er versteht, die Androhung des sofortigen Ersteinsatzes von Kernwaffen, wenn er zu kriegerischen Abenteuern „in kleinem Maßstab“ greift. (Wäre Jugoslawien eine Kernwaffenmacht gewesen, hätte es diese Zerstückelung nie gegeben!)
      Doch dann bleibt logischerweise von Europa nicht mehr viel übrig.
      Besser also, wir schaffen es, den Krieg zu verhüten, anstatt wieder wie 1945 erst all die Ruinen – und diesmal verstrahlte! – Trümmer, Minenfelder usw. wegräumen zu müssen…

  5. Wäre nicht Frieden alternativlos? Schaffen wir das? Ist das sonst nicht mehr unser Planet?

    Erika, wäre das nicht mal eine Mission?

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