Die EU braucht eine substantielle Reform

Soll die Europäische Union das Jahr 2020 überdauern, braucht es substantielle Reformen. Nicht mehr sondern weniger politische Integration ist notwendig. Mehr Demokratie und weniger Brüsseler Eurokratie. Dann klappt es vielleicht auch.

Von Marco Maier

Quer durch Europa fordern nun Politiker der Zentrumsparteien – von Konservativen über Liberalen hin zu den Sozialdemokraten – eine Vertiefung der Europäischen Union. Man müsse den Menschen das Elitenprojekt näherbringen und ihnen die ganzen "Segnungen" der Staatengemeinschaft nur immer wieder in die Köpfe hämmern, damit sie es auch verstehen. Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die veröffentlichte Meinung nennt man das auch. Man kann es auch "Goebbels-System" nennen, zumal der NS-Propagandaminister ja auch betonte, dass man eine Lüge nur oft genug wiederholen müsse, damit sie schlussendlich auch geglaubt werde.

Das Hauptproblem ist aber nicht ein "zu wenig" an europäischer Integration, sondern ein "zu viel". Vor allem auf politischer Ebene. Nicht gewählte weltfremde Eliten samt nachfolgendem Brüsseler Beamtenmoloch entscheiden schon jetzt zur Genüge über die Köpfe von Bevölkerung und nationalen Regierungen hinweg. Und das soll noch weiter zunehmen?

Die Briten (besser gesagt: die Engländer und Waliser) haben diesem Moloch mehrheitlich eine Absage erteilt. In den anderen EU-Mitgliedsländern fragen sich immer mehr Menschen, ob sie denn diese Entwicklung der Staatengemeinschaft überhaupt mittragen sollen. Eine Entwicklung die zu einem zentralistischen Gebilde führt, welches schon jetzt seine undemokratische Fratze zeigt. Wie schlimm muss es denn erst noch werden, bevor die Mehrheit der Europäer erkennt, welch Geistes Kind diese EU ist?

Will die EU noch länger Bestand haben, muss sie von den demokratischen und pluralistisch orientierten Kräften erobert und grundlegend reformiert werden. Es muss ein Europa der kulturellen, sprachlichen, religiösen und politischen Vielfalt sein, in dem die Eigenheiten der kleinen Völker wie der Esten, Slowenen oder Malteser gleich viel Wert haben wie jene der großen Völker von Deutschen, Franzosen oder Italienern. Ein Europa, in dem es um gleichberechtigte Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen geht, nicht um Befehle von Eurokraten-Eliten zum Wohle von Banken und multinationalen Konzernen. Dann kann es vielleicht auch gelingen, ein wirkliches europäisches Friedensprojekt zu schaffen.

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24 Kommentare

    1. Inga

      Richtig..ein wirtschaftlich zusammen-geschlossenes Europa funktioniert..jedoch kein politisch zusammengehämmerter totalitärer Wasserkopf.Folglich muss der Euro weg.

      Dazu gehört aber auch ein freies,neutrales Deutschland..und somit Europa.

      Dies setzt wiederrum einen Friedensvertrag vorraus und Abzug der Okkupanten jenseits des Atlantiks.

      Es gibt viel zu tun..packen wir's an…

    2. Genauso ist es. Multilaterale Verträge mit nationalen Kompetenzen! Die EU ist eine mafiöse Banken und Konzernstruktur!!!!! Nicht reformierbar! Sie zerstört Staaten zu gunsten der Privatisierung des Staatsvermögens bei gleichzeitiger Enteignung der Bevölkerung!!!

    3. Am besten sogar zum EWR zurückgehen. Jede Steigerung bedeutete Kompetenzverlust der einzelnen Länder! Und nie mehr eine gemeinsame Währung. Der europäische Binnenmarkt funktionierte damals noch bürgernah und nicht konzern und bankenorientiert! Der Lissabonvertrag ist eine kriminelle Nötigung der Bürger sämtlicher europäischer Staaten! Und damit höchst kriminell und gerichtsrelevant!

      1. Das Problem ist, daß sie bereits alles so ineinander vernetzt und verfilzt haben, daß es nicht ohne wirtschaftliche anfängliche Turbulenzen abgeht. Die natürlich bei Fortsetzung der EU viel massiver auftreten werden, deren schon jetzt entsdtehende Ausläufer aber in typisch verlogener Manier der  Rückführung zu den nationalen Kernkompetenzen zugeschrieben werden.

    4. Hoch die Gläser, fröhliche Rechtspopulisten!

      Andere Länder werden sich den Briten anschließen, früher und später, denn reformierbar ist diese EU nicht. Bringen wir, jeder für sich, unsere prachtvollen, aber ziemlich verkommenen europäischen Wohnungen wieder auf Vordermann! Erobern wir uns die erhabene Schönheit der Grenze und der Selbstbestimmung zurück! Dieses Brüsseler Politbüro soll im Orkus versinken, mitsamt seiner multikulturalistischen Propagandakompanie, diesen Wollüstlingen des kulturellen Selbsthasses und der ethnischen Selbstauflösung. Soll der trockene Alkoholiker wieder und der andere weiter saufen, aber bitte ohne persönliche Butler, Frisöre und groteske Kompetenzen, in einem Eckkneipenambiente, das solchen Figuren angemessen ist. – Michael Klonovsky

      Ganzer Artikel:

      Je suis Anglais! 

      http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

       

  1. Alle Positionen der EU MUSS vom Volk gewählt werden, denn nur eine ist es und das ist der Europaparlament. Was ist aber mit Europa-Rat und EU-Kommision?

    Solange dieser Mißstand innehält, so wird es auch nicht.

    Daher muss EU weg,

  2. Diese Forderung dürfte nicht nur der Autor dieses Artikels erheben, nein, er müßte durch die Protagonisten selbst erhoben werden. Da die aber ganz andere Ziele verfolgt haben, fühlen sie sich zum ersten in ihren Kreisen gestört und zum zweiten kursiert die Angst, daß sie durch die Völker Europas zum Teufel gejagt werden. Unter dieser Prämisse werden sie noch so lange sie können alles unternehmen um ihre Pfründe zu verteidigen, da geht es nicht mehr um Politik, sondern um reinen Machterhalt, denn hätten sie eine vernünftige Politik zugunsten der europäischen Nationen betrieben, müßten sie jetzt keine Befürchtung haben, das der ganze Laden zu Recht zusammenfällt. Die müssen verschwinden und danach können wir uns neu ordnen unter völlig neuen ethischen und moralischen Gesichtpunkten. Das sind wir auch unseren Kindern schuldig, denn die haben einen Anspruch auf eine ordentliche Hinterlassenschaft.

  3. "Man kann es auch "Goebbels-System" nennen, zumal der NS-Propagandaminister ja auch betonte, dass man eine Lüge nur oft genug wiederholen müsse, damit sie schlussendlich auch geglaubt werde." – Und man muß offenbar dieses auf die englische und sonstige Lügenpropaganda im Weltkrieg gemünzte Zitat von Joseph Goebbels immer und immer wieder so "zitieren", als wäre dies ein nationalsozialistisches "Selbstbekenntnis" (was es nicht ist) vergleichbar etwa den Talmud-Zitaten oder z.B. der neuesten Gauck-Sudelei gegen "die Bevölkerungen" – damit die Leute glauben, Goebbels hätte hier über die NS-Propaganda gesprochen.

  4. Das Pferd EU ist tot, nur Idioten reiten tote Pferde.

    Ja zu Europa, einem demokratischen, bürgernahen, liberalen Europa der Nationalstaaten.

    Ja, zur nationalen und kulturellen Vielfalt der einzelnen Staaten. 

    Der Fehler einer gemeinsamen Währung sollte nicht wiederholt werden, eine gemeinsame Währung ist bei so unterschiedlich leistungsfähigen Volkswirtschaften nicht möglich und wird zum Neid-/Streit-/Spalt-Objekt. 

  5. Man müsse den Menschen das Elitenprojekt näherbringen und ihnen die ganzen "Segnungen" der Staatengemeinschaft nur immer wieder in die Köpfe hämmern, damit sie es auch verstehen.

    Die Segnung besteht darin das ein riesiger Topf von Steuerzahlern bei Fehlspekulationen der "Eliten" bereit steht um denen den Arsch zu retten.

    19 Unterschiedlich Leistungsstarke Volkswirtschaft mit einer gemeinsamen Währung. Da wird immer der verarscht der am Fleißigsten is und seine Geschäfte nich über Offshorekonten abwickeln kann. 🙂

  6. Die EU wie auch die meisten Regierungsspitzen sind Marionetten der Welt Eliten, BANKEN und versch.Großkonzerne. Und solange die alle vor den ELITEN kuschen und nicht das korrupte weltweite Finanzsystem reguliert wird , was schon 2008 passieren sollte – aber NICHT passiert ist – solange werden die Völker die Dummen sein und für alles den Kopf hinhalten müssen und immer mehr bis aufs Blut ausgesaugt.

    Verantwortliche, Banker (Spekulanten) werden auch NIE zur Verantwortung gezogen und deshalb wird dieses korrupte Spiel der Eliten und BANKER auch NIE aufhören, ganz im Gegenteil es wird immer schlimmer, was man seit 2008 sehr gut erkennen kann.

    Dazu ein passendes Thema: der klare Blick (online): CDS:Finanzielle Massenvernichtungswaffen:  Mit KREDITAUSFALLVERSICHERUNGEN ( die seit 2008 noch mehr boomen) auf Banken,Staaten und Unternehmersanleihen wird BEWUSST auf deren Zahlungsschwierigkeiten SPEKULIERT. – Man SPEKULIERT quasi darauf, das es dem PATIENTEN SCHLECHT GEHT ……………(weiteres im Artikel-lesen).

    Aber das schlimmste ist : Die weltweite Politik, die EU und Regierungen wissen davon –  schweigen aber dazu und sehen keinen Bedarf – es zu ändern ,weil ihnen allen der Mut entweder fehlt oder selbst Nutznießer dieser korrupten Geschäfte sind ? !

    Diesen korrupten ELITEN und Spekulanten muss das Handwerk gelegt werden, indem das Finanzsystem endlich reformiert und reguliert werden muss, denn nur deshalb geht es sehr vielen Ländern auf der Welt und innerhalb der EU – immer schlechter.

    Die Völker werden enteignet, ausgesaugt, dürfen BANKEN retten und das nur weil Spekulanten NICHT zur Verantwortung gezogen werden.

    Vom Elend der Völker profitieren die Spekulanten ( versch. der Eliten, Banken und Großkonzerne).

     

     

     

  7. @ Zohan,20:46

    So sollte es sein. Aber bis dahin, ist es wahrscheinlich noch ein langer Weg.

    Oder es kommt doch schneller, als wie wir jetzt denken.

    Es wäre uns zu wünschen !!!

    1. @ Emma

      WAS REFORMIERT WERDEN MUSS IST DAS :  KORRUPTE FINANZSYSTEM !

      ———–

      DAS ist die eigentliche SYSTEMFRAGE!

      Wer immer die stellt landet entweder im Knast oder wird von einem 'verrückten Einzeltäter' erschossen (s. Abe Lincoln, Präs. Garfielt, John F. Kennedy u.a.).

      Der 'größte Verbrecher aller Zeiten', A. Hitler und die Seinen haben die Systemfrage auch gestellt. Darauf hin wurde ein ganzes Volk in die Steinzeit zurück gebombt und versklavt.

  8. So fragt sich nur, wer in der lage wäre Reformen in dieser 'EU' vorzunehmen? Bestimmt nicht eine an der Macht klebende Angela Merkel mit ihrem Kabinett des Grauens, die als erste abgelöst werden müßte um wieder demokratische Verhältnisse in dieser BRD herzustellen.

    So dürfte als erster Reformer David Cameron aufgetreten sein, der den bisherigen Allein-gängen einer ferngesteuerten Kanzlerin von den Bankenrettungen über die Flüchtlingskrise, bis zum befohlenen Assoziierungsprogramm mit der Ukraine, die wohl alles falsch gemacht hat was man nur falsch machen kann um Deutschland wirtschaftlich und politisch zu schwächen, eine Absage erteilt hat und ihr erstmals und den anderen Eurokraten die Rote Karte gezeigt hat.

  9. Keine substantielle Reform wird uns sehr weit bringen – sei es nun mal in der EU oder in irgend einem anderen politisch-witschaftlichen Raum der Welt – wenn es nicht mit einer tiefgreifenden Reform unseres traurigen, hinfälligen post-industriellen Daseins einhergeht. Der Hintergrund dieses Daseins besteht meist aus Techniken, die unseren Bedürfnissen nicht gerecht sind, sowohl im zivilen- als auch im militärischen Bereich. Das ist ein gemeinsamer Nenner, der leider von keinem Analysten thematisiert wird.

      1. Gut, dass Sie so denken. Anscheinend anders bei sämtlichen  Autoren und Analysten sowohl in der Mainstream- als auch in der Nicht-Mainstream-Presse, denen dies Thema nicht  selbstverständlich von Belang zu sein scheint: Es wird enfach ignoriert.

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