Bolivien: Ein US-geführter Putsch ist in Arbeit

Weil China und Bolivien gut zusammenarbeiten und die Linksregierung sich nicht dem US-Diktat unterwerfen will, muss Präsident Morales aus Sicht Washingtons weg. Dafür werden alle erdenklichen Mittel ausgeschöpft. Obama braucht noch einen außenpolitischen Erfolg.

Von Marco Maier

Dank der chinesischen Hilfe, inklusive Investitionen und Darlehen, kann das derzeit noch arme südamerikanische Land wohl bereits in wenigen Jahren seinen Gasreichtum ausschöpfen und zu einem wichtigen Lieferanten des Rohstoffs in der Region werden. Vor allem jedoch tritt Peking nicht als imperialistische Kolonialmacht auf, sondern vielmehr als Alliierter und Partner. Doppelte Standards wie mit den USA gibt es bei China nicht. Das ließe deren Ehrgefühl nicht zu.

Doch diese Entwicklung stößt in Washington auf Ablehnung. Vor allem gerät US-Präsident Barack Obama langsam unter Zugzwang, zumal er noch vor seinem Abtritt als US-Präsident unbedingt noch einen außenpolitischen Erfolg braucht. In Venezuela haben die US-Dienste zwar schon "gute Arbeit" geleistet, doch für einen raschen Erfolg sind die Fronten dort zu verhärtet. Da scheint das kleine, arme Bolivien doch eher noch als vielversprechend.

Allerdings hat die bolivianische Regierung bereits 2008 den US-Botschafter wegen seiner subversiven Tätigkeiten als "persona non grata" deklariert und aus dem Land geworfen. Sein interimistischer Nachfolger, Peter Brennan, dürfte wohl auch für einen der US-Geheimdienste – wohl CIA – operieren, wie seine Vita nahelegt. Mordaufträge in Pakistan und der Versuch des Starts eines "Kubanischen Frühlings" zählen dazu. In Bolivien selbst war er es, der über die US-Botschaft die Propaganda-Maschinerie gegen Evo Morales anwarf, als das Referendum über eine erneute Zulassung zur Wahl von Morales im Jahr 2019 abgehalten wurde. Dazu bediente man sich auch diverser "NGOs" (Non-Government Organisations), die in Wirklichkeit jedoch "USGOs" (US-Government Organisations) sind. Schmutzkübel-Kampagnen werden immer wieder gestartet, laufen jedoch ins Leere. Morales, der seine Finanzen immer offenlegte, korruptes Verhalten unterstellen zu wollen, wird äußerst schwierig.

Trotz dessen versuchen es die US-Amerikaner immer wieder und starten eine Destabilisierungskampagne nach der anderen. Ziel ist es, Unfrieden zu säen und die Menschen in Bolivien gegeneinander aufzuhetzen. Immer mehr Geld und Personal sollen nach dem Willen Washingtons doch noch zum Erfolg führen – möglichst noch in diesem Jahr. Und wenn es sein muss, dann eben mittels eines Anschlags. Die US-treue rechte Opposition Boliviens deutete schon an, dass es lange her sei, seit ein US-feindlicher Politiker in der Region bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Falls dies tatsächlich geschieht, weiß man auch wer dahinter steckt…

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6 Kommentare

  1. Hoffentlich unterstützt China und Russland Bolivien. Eine erkannte Gefahr ist nur mehr die halbe Gefahr. Es kann doch nicht sein das die Amis mit ihren Petro Dollars überall die Regierungen stürzen. Brasilien muss auch noch aus den Klauen der Neokons- Falken befreit werden. 

    1. Ich bin   als   deutsch-stämmiger in Brasil geboren. Noch nie  ging uns so  schlecht wie in der   vergangenen Regierung  . 11.200.000  Arbeitslose Familienvaeter, unzähige Geschäfte und Fabriken  geschloßen .Wichtige Parteimilglieder  der  demokratisch  außer- Kraft Regierung  hinter Gittern  gesetz.  –   ALLE     Institutionen arbeiten, es  gabt  keinen Putsch  Milliarden Gelder  ins Ausland gefloßen durch Beamte der  gewesenen Regierung (Korruption in nie  gewesen Ausmasses seit  der  Gründung der Republik   Nur ein Teil der  Gelder   davon  kam  wieder  zurück. Wir wollen nicht das  Schiksal  von Venezuela folgen wo  jetz leere Regale  erwarten  das Volk und wo jezt schon fast nichts mehr  zum essen gibt !!

  2. Die Amis dürfen nicht damit durchkommen. Es wird Zeit, dass sich die Welt gegen die Machenschaften der Weltherrscher stellt. Maduro ist ein guter Präsident und er muß Präsident bleiben.

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