Afrikanische Despoten und das Flüchtlingsbusiness

In Sachen Reduktion der Flüchtlingsströme setzt die EU zunehmend auf die Zusammenarbeit mit den brutalen Regimes in Afrika. Dafür biegt man sich Weltbilder zurecht. Schlussendlich wird es jedoch heißen: Außer Spesen nichts gewesen.

Von Marco Maier

Viele Millionen Afrikaner träumen von einer Zukunft in Europa. Teils deshalb, weil sie in ihrer eigenen Heimat keine wirtschaftliche Zukunft sehen, teils weil sie aus diversen Gründen (Religion, Ethnie, politische Ansichten usw.) verfolgt werden. Die europäischen Länder hingegen sehen diesen Strom an Menschen, der sich auf den Weg nach Norden macht, jedoch mit großem Unbehagen und wollen dem mit diversen Maßnahmen entgegensteuern.

Eine davon ist die Unterstützung von Regimes aus den Transitstaaten (die zumeist nicht besser sind als die Hauptherkunftsländer) mit finanziellen Mitteln, damit diese die Migranten aus den Nachbarstaaten wieder zurückverfrachten. Doch schon das Beispiel Sudan zeigt, dass hier ein doppeltes Geschäft gemacht wird. Einerseits kooperiert das sudanesische Regime – welches selbst für Flüchtlingsströme verantwortlich ist – mit der EU, damit dieses aufgegriffene Migranten wieder zurück in deren Heimatländer schickt. Andererseits kassieren korrupte sudanesische Sicherheitskräfte bei den Schleppern und den Migranten selbst ordentlich ab, damit diese weiter in Richtung Mittelmeer reisen können.

Immer mehr afrikanische Regierungen versuchen sich die Kooperation mit der EU finanziell vergüten zu lassen. Doch obwohl Unsummen fließen (werden), darf die EU nicht darauf hoffen, dass der Migrationsstrom abbrechen wird. Vielmehr gilt dort das Motto, dass man sich das Geschäft mit den Flüchtlingen doppelt vergolden lässt. Und angesichts der anhaltenden Flüchtlingskrise in Europa leuchten bei den afrikanischen Despoten schon die Eurozeichen in den Augen. Für die Europäer ist dies jedoch kein gutes Geschäft, zumal für "Dienstleistungen" bezahlt wird, die wohl nur äußerst eingeschränkt erbracht werden.

Vor allem jedoch darf man nicht außer Acht lassen: So lange in den Medien (auch in jenen Afrikas) die Bilder mit "Refugees Welcome" über den Äther schwirren, wird der Andrang nicht geringer. Diese Bilder verbeiten sich mehr als jene von den Bootsunglücken, bei denen immer wieder Hunderte von Menschen im Mittelmeer ertrinken.

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7 Kommentare

  1. Je mehr Afrikaner Europa bereichern, desto besser geht es den schwarzen Despoten. Einerseits ist jugendliches Unruhepotential weg. Andererseits kommt mit den Geldsendungen der Migranten eine Unmenge an Devisen in die Staatskasse.

    Google "africa migration remittances".

  2. In der Endzeit von Kapitalismus und Globalismus dreht sich alles um die  Frage, wie macht man den größten Profit. Sei es nun mit Menschenhandel, Waffen oder Drogen, der Erschließung neuer "Märkte" sind keine Grenzen gesetzt. Wer es noch versteht, mittels Medienmacht eine humane Seite des großen Deals aufzuzeigen, hat UN und Weltöffentlichkeit auf seiner Seite.

    1. Genau! Die hecken dort, wie die Säue und haben von Geburtenkontrolle keine Ahnung. Zum Essen haben die da auch nichts, weil die ganzen europäischen Wirtschaftshilfen in den Geldbeutel der Großen gewandert sind und wiel die auch keine Lust haben, etwas Produktives (außer vielleicht Kinder) zuwege zu bringen.

  3. Immer wenn ich in eine Stadt westlich der Zonengrenze komme und sehe, wieviel Ungeziefer es dort gibt, muß ich unweigerlich an Zyclon B denken und frage mich wo es zu bekommen ist.

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