Bild: Flickr / Tax Credits CC-BY 2.0

Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 ist immer noch nicht verdaut und schon schießen erneut immer mehr Warnungen vor einem Finanzcrash hervor. Doch in der Politik übt man sich in Schönwetterparolen.

Von Marco Maier

Wie man es auch dreht und wendet, die aktuelle Lage in Sachen Wirtschaft und Finanzen ist bedrohlich. Egal ob Weltbank, Goldman Sachs, die Royal Bank of Scotland oder Alan Greenspan – die Kenner der Materie wissen durchaus, was derzeit los ist. Zudem haben auch wir in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 nach wie vor virulent ist und die Politik lediglich eine Symptombekämpfungspolitik betrieben hat.

Doch auch wer kein Experte ist, sich jedoch zumindest ein wenig mit der Materie beschäftigt, erkennt die ganzen kritischen Anzeichen der Weltwirtschaft. Denn wenn beispielsweise der US-Konsum einbricht, die (weltweit auf dem zweiten Rang stehende) deutsche Exportwirtschaft von einem Einbruch bei den Bestellungen spricht, China massive wirtschaftliche Umstrukturierungsmaßnahmen durchführt, Japan eine lange geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer verschiebt und George Soros schon offen große Wetten auf einen Zusammenbruch der Märkte platziert, dann weiß man wie die Stunde geschlagen hat.

Hinzu kommen die altbekannten Probleme in Griechenland, die neuen Rekordschulden bei den US-Kreditkartenbesitzern (wir berichteten) und die Schuldenblase der US-Frackingindustrie. Von den Schwellenländern ganz zu schweigen, welche erst zum Ziel von ausländischen (vor allem US-amerikanischen) Kapitalzuflüssen wurden und nun die gegenteilige Entwicklung samt Rezession erleben. Die Sanktionen gegen Russland verschlimmern die Lage in Europa zudem.

Das von den Zentralbanken ausgeübte Konzept der Flutung der Märkte mit Liquidität während der letzten Jahre hat ebenfalls nicht die gewünschten Entwicklungen mit sich gebracht. Ganz im Gegenteil: Damit wurde die Blasenbildung auf den Finanzmärkten sogar noch weiter vorangetrieben und damit noch mehr Geld in jenen Bereich gepumpt, der mit seinem Renditestreben ohnehin schon für eine finanzielle Austrocknung der Realwirtschaft sorgt. Wie sollen denn die (noch) recht kaufkräftigen Mittelschichten Nordamerikas und Europas überhaupt den Konsum tragen können, wenn sie einen immer kleiner werdenden Teil des Kuchens abbekommen?

Es zeigt sich auf jeden Fall, dass das ganze Wirtschafts- und Finanzsystem derzeit wankt. Schon kleinere Erschütterungen können es zum Einsturz bringen, auch wenn die vielen Schutzmechanismen zumindest momentan noch greifen. Doch wer weiß, wie lange das noch funktioniert? Die globale Finanzelite mag zwar eine gewisse Macht und Beeinflussungskraft haben, doch da spielen so viele – auch kleinere – Akteure mit, so dass das Lenkungspotential der Eliten nur eingeschränkt funktioniert. Kein Wunder, dass diese langsam Muffensausen bekommen und einige von ihnen damit beginnen, eine gerechtere Verteilung einzufordern.

8 KOMMENTARE

  1. Und warum beschneidet man die MACHT der Banken nicht?

    Man bräuchte nur diese Finanmafia REGULIEREN-und niemand derwähnt das…

     

    NIEMAND!!

    • Alle die versucht haben die Banken zu beschneiden wurden mit Krieg überzogen.

      So erging es auch Deutschland das sich vor dem 2 WK durch Tauschhandel von der Finanzmafia unabhängig machte und diese vom Geldverdienen ausschloß.

      Länder die außer Deutschland noch mit Krieg überzogen wurden gibts genug.

       

  2. Er kann uns in die "Knie" zwigen,aber einige seiner "Freunde" auch.

    Der in Ungarn geborene Jude György Soros, zog von London aus 1956 in die USA, wo er mit seinem Hedgefonds durch teils kriminelle Spekulation es zum Milliardär schaffte. 2006 wurde er von einem französischen Gericht in letzter Instanz für schuldig befunden, von vertraulichen Informationen profitiert zu haben. Sein Vermögen wird vom Forbes Magazine auf 22,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wie wenn man so ein gigantisches Vermögen nur auf legale Weise zusammenraffen könnte. Er benutzt dieses viele Geld, um seine pervertierte Ideen umzusetzen und uns aufzuzwingen.

    Wie gesagt, Soros will die Gesellschaften von Europa und den USA komplett nach seinen perversen Vorstellungen umbauen, durch die Massive Hereinnahme von Millionen von Migranten. Auch in den USA. Er selber lebt aber völlig geschützt von diesem destruktiven sozialen "Re-Engineering" in seiner gigantischen Villa, oder eigentlich Schloss, auf 63 Hektar Land in Bedford ausserhalb von New York, plus einer Ferienvilla im Wert von 15 Millionen in den Southampton und einer 16 Zimmer Stadtwohnung für 24 Millionen Dollar an der Fifth Avenue.

     

     

  3. Vor lauter Warnungen, nimmt solche Botschaften doch kein Mensch mehr ernst. Und wenn sie dann eintrifft, ist nur ein kleiner Prozentsatz darauf vorbereitet.

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