Warum ein Brexit unwahrscheinlich ist

In gut einem Monat stimmen die Briten darüber ab, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht. Brexit ja oder nein. Ein klare Frage und es ist gut, dass endlich darüber abgestimmt wird. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Briten für einen Brexit stimmen und das aus etlichen Gründen.

Von Dr. Christian Weilmeier

Landauf landab wird in den Medien der Brexit als Schreckensbild an die Wand gemalt. Zeitgleich mit der Machtübernahme von Hofer, Trump und Le Pen. Den Mainstream-Medien geht es dabei vor allem um Klicks und Auflage. Je krasser, desto mehr Profit. Bei nüchternem Nachdenken ergibt sich aber z.B. beim Brexit ein anderes Bild.

Sicher hat auch Großbritannien einige Nachteile aus der EU-Mitgliedschaft, aber die Vorteile überwiegen enorm. Die Muttersprache der Briten ist de facto Amtssprache der EU. Das bringt riesige Vorteile für britische Wirtschaftsvertreter, Medienleute und Politiker. Ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Dazu kommt die Macht der Londoner City. Der britischen Finanzindustrie stehen die Tore Europas für die vielfältigsten Geschäfte offen. Gerade auf diese Offenheit des Marktes ist sie angewiesen und profitiert über alle Maßen davon. London ist derzeit der weltweit führende Handelsplatz für den Euro, obwohl Großbritannien gar nicht im Euro ist. Jeden Tag werden in London mehr als doppelt so viele Euros gehandelt wie in allen 19 Euro-Staaten zusammen. In der britischen Hauptstadt werden mehr als 40 Prozent des weltweiten Devisenhandels abgewickelt. Diese Vorrangstellung ginge bei einem Brexit verloren. Die Londoner Finanzindustrie hat einen Anteil von 12 Prozent an der britischen Wirtschaft. Sie steht für 80 Mrd. Euro Steuereinnahmen des Staates.

Nicht vergessen werden darf die politische Seite. London sitzt überall in Europa mit am Tisch und kann mitbestimmen. Das bringt Einfluss, dadurch wird man in der Welt interessant. Das wäre nach einem Brexit vorbei. Noch dazu hat ja London ohnehin etliche Ausnahmeregelungen zugestanden bekommen, was dazu führt, dass es zwar mitreden kann, aber von den Konsequenzen gar nicht immer betroffen ist. Ein Austritt aus der EU würde Großbritannien politischen Einfluss kosten. Der Zugewinn an Souveränität wäre gering, weil Großbritannien ohnehin weniger Souveränität aufgegeben hat als z.B. Deutschland.

Man könnte also etwas ironisch formulieren, dass selbst ein britischer EU-Gegner gegen den Brexit stimmen müsste, weil ausgerechnet Großbritannien zu den extremen Profiteuren den EU zählt, im Gegensatz zu etlichen anderen EU-Mitgliedern. Das macht es in der Konsequenz sehr unwahrscheinlich, dass die Briten für einen Brexit stimmen. Nach neuesten Umfragen führen deswegen auch die Brexit-Gegner mit 15 Prozent. Warten wir es ab, wie die Abstimmung am 23.Juni tatsächlich ausgeht. In jedem Fall ist es aber gut, dass diese Volksabstimmung endlich stattfindet. Danach werden klare Verhältnisse herrschen, so oder so. Die schottische Abstimmung hat es gezeigt.

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19 Kommentare

  1. "die schottische abstimmung hat es gezeigt", was denn? dass die abstimmung manipuliert war? ich glaube, dass die sog eliten inzwischen jede abstimmung und wahl fälschen, wie es ihnen in den kram passt. wer garantiert denn, dass die wahlen echt sind? ich hab da kein vertrauen mehr, gar keines. wenn die lügenpresse frei lügen darf, warum sollte dann nicht auch die abstimmungen gefälscht (gelogen ) sein?

    1. ich glaube, dass die sog eliten inzwischen jede abstimmung und wahl fälschen

      So isses.

      Warum sollten die ausgerechnet bei Wahlen auf das Volk hören – tun'se ja sonst auch nicht.

      Im Krieg ist immer die Wahrheit das erste Opfer – und bei uns herrscht schon lange Krieg.

      Reich hat ihn erklärt – und Arm verliert ihn.

      1. Es würde den Bürgern Europas wirklich gut tun, sich endlich mit Geschichtsbüchern zu beschäftigen.

        Treffender als Rosa Luxenburg vor 100 Jahren bereits sagte, geht es nicht: "Wenn Wahlen etwas verändern würden, dann wären sie längst verboten!"

        Zum Artikel genügt mir aber ein Satz: " Dazu kommt die Macht der Londoner City. " Mehr gibts dazu nicht zu sagen, denn den Brexit wird es genau aus diesem Grund niemals geben.

        Es gibt 3 Szenarien dazu: a) entweder wird so lange abgestimmt bis das Ergebnis passt (wäre ja nichts neues)  b) kurz vor der Abstimmung wird plötzlich doch keine Abstimmung nötig sein, weil die EU Unmengen an neuen Zugeständnissen macht c) die Abstimmung wird manipuliert bis der Arzt kommt oder gleich von der Regierung negiert

        1. d) wegen eines Terroranschlags wird der Notstand ausgerufen und die Abstimmung abgesagt. e) Nach einem unerwarteten Regierungswechsel fühlen sich die neuen Herrscher nicht mehr an des Ergebnis gebunden

  2. USrael benötigte wohl dringend GB zum unmittelbaren Beobachten der EU-Szenerie, auf der anderen Seite wollen sie mit den muslimischen Infiltranten nichts am Hut haben. Auch wenn sie insoweit eine Sonderstellung ausgehandelt haben, sind die Migranten unangenehm.Nur wenn der C-K-Plan aufgegeben worden sein sollte gehe auch ich davon aus, dass ein Brexit unwahrscheinlich ist.

  3. das sind schon wichtige Argumente in dem Artikel. Jedoch alle insgesamt interessant nur für die Oberklasse. Ich schätze, kein Normalbürger wird sich da unterschreiben. Die Menschen, die den Brexit wollen, wollen vor allem das Loslösen der unheiligen Verbindung der eigenen Elite von der USA-Oligarchie, die die politische Elite korrumpiert hat und für fremde  Zwecke benutzt, gegen nationale Interessen. Also das sind dieselbe Gründe, wie in Deutschland oder einem anderen Vasall der USA in Europa. EU hat nichts Gutes den Menschen in EU gebracht. Allzu vielen nur mehr Armut, mehr Unterdrückung, mehr Moscheen, …

  4. Das sind nur alles keine Gründe für den Bürger mit einem Kontostand von unter einer Millionen. Wer mit und nach den Gesetzen in einer Gemeinschaft lebt für den ist die EU-Diktatur noch nichteinmal mehr diskutabel.

  5. ..was soll die EU-Diktatur auch Gutes bringen, dises Gebilde ist ein Selbsbedienungsladen abgehalfterer Politversager, Verbrecher und Parasiten, die mit Ihren hirnlosen Aktionen alle Völker der Eu okkupierten Gebiete Tag für Tag ins Unglück stürzen, in Kriege jagen wollen und für immer als willenlose Arbeitssklaven halten wollen.

    Ich scheiße auf diese EU in der Form wie sie gegenwärtig besteht, auf alle seine angeblich klugen Köpfe ( lach) , Beschlüsse und Vorschriften.Ich warte auf den Zahltag……….und der kommt.

  6. Nicht umsonst haben die IGE´s das Vereinigte Königreich das Euro-Diktat  von Anfang an ausgenommen, der Brexit ist beschlossene Sache und auch wenn die CoL ca. 11 % der Steuereinnahmen ausmacht, interessiert es den Rest herzlich wenig – der Hass auf die EU ist groß.

    Der Brexit ist beschlossene Sache, wer etwas anderes behauptet kennt sich nicht aus oder vertraut darauf, dass da ein Betrug geplant ist – wohl kaum, der Euro ist tot und nicht umsonst war der Verbleib im Pfund immer so berücksichtigt.

    https://www.youtube.com/watch?v=UTMxfAkxfQ0

  7. Der Brexit ist den einfachen Briten nur zu wünschen. Und auch dem Rest Europas wäre damit sehr geholfen. Die Erzählung von der Einigung als Notwendigkeit die Eigenständigkeit zu wahren ist längst als Lüge entlarvt. Es ist einzig und allein ein US-Vehikel zur leichteren Lenkung der tatsächlichen und der Quasi-Vasallen. Souveränität und Autarkie statt Globalisierung und Sklaverei.
     

  8. Nicht zu vergessen, dass GB und F zu den Besatzern Deutschlands gehören und dass der 2+4 Vertrag bestimmt, dass D alles daran setzen muss die EU zu erhalten.

    Ungeachtet dessen ist die EU von Anfang an darauf ausgelgt, Europa zu zerschlagen, die Völker zu eliminieren und die Wirtschaften gegeneinander auszuhebeln.

    Das geht aus den Zitaten der Köpfe der EU hervor. Man muss nur eun wenig recherchieren. Weder die künstliche Nation Europa als Superstaat, oder besser Brüssel Diktatur, noch der Euro waren auf Wachstum oder Sicherheit angelgt.

    "Europa muss eine braune Rasse mit IQ 90 bekommen" Thomas Barnett

    "Europa muss in den natürlichen Zusand permanenter Kriege zurück geführt werden"

    "Westeuropa ist noch zu weiß" diverse SPD, Grüne und Linke Politiker

    "Ich liebe den Völkermord" Linke Bundestagsabgeordnete.

    Exakte Zitate und Namen unter http://eu-diktatur,blogspot.de

  9. "Grexit", Brexit", auch neuerdings "Itaxit" – alles nur Schreckensbilder, die den Bürgern Europas vorgemalt werden, um sie bei der Stange zu halten. Die "großen Medien", die den öffentlichen Diskurs bestimmen, sind in der Hand derjenigen, die vom Euro, ESM und bald auch der Einlagensicherung massiv profitieren. Die deutschen Medien sind seit Kriegsende (besser Waffenstillstand '45) komplett kontrolliert und schreiben, wenn sie im Einflußbereich von Springer, Burda, Bertelsmann sind, genau das, was die NWO-Elite in London, New York und Brüssel vorgibt (nach meinen Informationen verpflichten Alliiertengesetze sie bis 2099 dazu). — Einen "Brexit" wird es nicht geben, die aufgemotzte Diskussion darüber wird den Briten vermutlich weitere "Extrawürste" bringen, auch lenkt sie die EU-Bürger von der nachwievor stattfindenen millionenfachen Einwanderung kulturfremder Scharen ab. M. Thatcher sagte zu ihrer Zeit einen denkwürdigen und meines Erachtens zutreffenden Satz: "Der Euro wird solange Bestand haben, wie Deutschland bereit ist, dafür zu bezahlen."  –  Und Deutschland ist "bereit", das hat Schäuble bereits im vergangenen Winter mit dem Ministerialerlass zur kommenden Einlagensicherung bestätigt.

  10. Das es zu einem Brexit kommen würde, müssten die Umfragen bei mindestens 65% Ausstritt liegen. 52 – 53% oder ähnlich für Austritt wird nichts nützen. Am Ende sind es dann 49,5%.

  11. Ich halte einen Brexit für durchaus möglich und auch gewollt. Der Euro wird dem Dollar immer gefählicher und deshalb muss die EZB vernichtet oder zumindest stark geschwächt werden. Dazu ist der ESM geschaffen worden. Das System (für Europa):

    Mitgliedsländer wie Griechenland, Italien, Portugal, aber auch Großbritanien oder Frankreich usw. werden wirtschaftlich zerschossen und mit faulen Krediten in Dollar überzogen, die sie niemals selber in absehbarer Zeit zurück zahlen können. Der ESM muss dann diese Kredite der City of London bedienen und diese verdient sich davei eine goldene Nase. Der ESM untersteht keinem Gesetz der Mitgliedsländer, sondern nur den Regeln des weltweiten Finanzsystems, welches von der City vordiktiert wird.

    Großbritanien hat nichts mit der City of London und ihren Offshore Inseln zu tun, deshalb kann es ruhig offiziell Pleite gehen. Es werden dabei sogar gleich zwei Ziele erreicht. 1. Für die Öffentlichkeit wird Großbritanien vom Euro Geld "gerettet" und 2. verdient die City dabei sehr kräftig, während der Euro sich noch stärker mit Dollars bei der City verschulden muss.

    Was in Griechenland funktioniert, wird auch in Großbritanien funktionieren. Deutschland gibt es nur noch, weil es der Motor dieses Systems ist und weil noch Geld zu holen ist.  

  12. Ich glaube nicht, das es der Krankenschwester,  dem Briefträger oder dem Müllmann in London interessiert ob die City of London Milliarden Geschäfte mit EU Europa macht. Die werden ihr Wahlverhalten von anderen Faktoren abhängig machen. 

  13. der artikel ist pro EU geschrieben und zeigt die scheinbaren vorteile, aber nicht die riesigen nachteile.
    wenn der Brexit nicht gelingt, dann nur weil die propaganda der tv-stationen und alle medien riesig, ist und dies tagtäglich mit einer so grossen intensität, dass die menschen eingeschüchtern sind und wirklich glauben es wäre desaströs für die UK, wenn sie austreten würden. das gegenteil ist aber zutreffend.
    hier ein gutes video :
    https://www.youtube.com/watch?v=UTMxfAkxfQ0

  14. Nun die Abstimmung findet am 23 statt.

    Die Bundesrepublik wurde auch am 23 geründet und Olaf Palme am 23 erschossen. Gehen wir mal davon aus, daß sie sich verabschieden werden und die EU nur ein Projekt der Hochfinanz war Festlandseuropa zu ruinieren.

    Und für alle Esotheriker. Herr Alois I. sagte, daß sich England von Europa politisch lösen würde und mit den USA ein eigenes Bündnis eingehen werde. Zudem sagte er, daß die Nato sich auflöst und Männer mit bunten Mützen herumlaufen und Frauen wie Pinguine und wir mit der Währung nach der Dm vorsichtig sein sollten.

    Also so langsam …

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