Proteste in Caracas, Venezuela. Bild: Flickr / AndresAzp CC-BY-ND 2.0

Die Lage in Venezuela spitzt sich immer weiter zu. Nach dem Sieg der von den USA unterstützten rechten Opposition bei den Parlamentswahlen steht der linke Präsident Maduro vor ernsthaften Problemen.

Von Marco Maier

Seit der Machtübernahme von Hugo Chávez im Jahr 1998 und dem schrittweisen Umbau des Landes zu einer sozialistischen Republik, kämpfen die rechten Kräfte um die Rückkehr zur politischen Macht. Weil weder Chávez noch sein Nachfolger Maduro eine sozialistische Diktatur etablierten und die Oppositionsparteien ebenfalls an den Wahlen teilnehmen konnten, kam es immer wieder zu heftigen politischen Auseinandersetzungen. Dabei erhielten die Konservativen und Liberalen massive finanzielle Unterstützung aus den USA und Europa (u.A. von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung).

Lange Zeit lebte die linke Bewegung davon, dass die Einnahmen aus dem Ölgeschäft einen Sozialstaat mitfinanzieren konnten, doch Misswirtschaft, Korruption und Sabotage der rechten Opposition sorgten für Probleme. Der jüngste Ölpreisverfall gab diesem Subventionssystem dann auch noch den Rest, so dass die Opposition schlussendlich eine Mehrheit der Abgeordneten im nationalen Parlament stellen konnte. Nun sieht sich Präsident Nicolás Maduro einem ihm feindselig eingestellten Parlament gegenüber, so dass er nur noch mit Anordnungen und Dekreten regieren kann.

Während die Gegner des herrschenden System behaupten, dass die „sozialistische Misswirtschaft“ für die katastrophale wirtschaftliche und finanzielle Lage im Land verantwortlich sei, sehen es Maduro und Genossen als erwiesen an, dass es die Sabotageakte der Opposition, ausländische Sanktionsmaßnahmen und dergleichen seien, welche das südamerikanische Land ins Chaos stürzten. Das wahrscheinlichste Szenario ist jedoch jenes, dass alle Faktoren zusammen eine Rolle spielen. Die wirtschaftspolitischen Fehler der Linksregierung wurden durch die Aktionen der Opposition dramatisch verschärft.

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Inzwischen geht der – vor allem ideologische – Konflikt weiter. Kolumbiens konservativer Expräsident Álvaro Uribe brachte eine militärische Intervention ins Spiel. Maduro reagierte promt auf die Äußerungen seines Intimfeinds: „Uribe hasst Venezuela. Er hat zu einer bewaffneten Intervention ausländischer Streitkräfte auf dieser heiligen Erde aufgerufen“, sagte Maduro bei einer Kundgebung von Regierungsanhängern. „Ich ordne Militärübungen an, um uns auf jedes Szenario vorzubereiten.“

So gilt es derzeit nicht mehr als ausgeschlossen, dass sich der Konflikt zwischen den verfeindeten Lagern zu einem Bürgerkrieg ausweiten kann, in den auch vor allem Kolumbien eingreifen könnte. Der Versuch der Opposition, Maduro per Referendum abzusetzen, wird vom Wahlamt ignoriert. Währenddessen gehen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas Anhänger und Gegner der linken Regierung auf die Straße und liefern sich dabei immer wieder Straßenschlachten.

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5 KOMMENTARE

  1. Lasst euch nicht in den Krieg treiben, die USA arbeiten überall auf der Welt mit der gleichen Methode: Finanzierung korrupter, terrororistischer, gewalttätiger und verfassungsfeindlicher Organisationen. Das ist in Deutschland nicht anders (ANTIFA). Auf den ersten Blick kostet das Milliarden, das kommt aber durch Waffenhandel hundertfach wieder rein. Am Ende zahlen außnahmslos alle in den betroffenen Länder einen hohen Preis, Rechte wie Linke…

  2. In Nigeria, Brasilien und Venezuela sind US-gesteuerte Zusammenbrüche des Systems geplant, um das ÖL so langsam weltweit zu kontrollieren. Russland und China sind im Wege. Der Kalte Krieg gegen Russland dient diesem Ziel ebenso wie der versteckte Kampf gegen China um Vorkommen riesiger Rohstoffe im Meer!

  3. ….wenn Ihr wohlwollend des bedankens klatschen wollt,

    dann macht es !! Euer gesteuerter Untergangs –  Unterhalter

    sind garantiert die todbringenden Usraels !!!

  4. Ich war vor ein paar Jahren in Venezuela.

    Das ist ein unterbelichtetes Volk von Faulenzern und Alkoholikern , korrupt mit starkem Hang zur Kriminalität.  Dort wird mit und auch ohne USrael nie irgendwas gut. Ganz egal wie.

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