Steinmeier zu UN-Nothilfegipfel: Bedarf an humanitärer Hilfe größer denn je

Nachdem Deutschland und die anderen Industriestaaten in den letzten Jahren die internationalen Hilfsorganisationen trotz Bitten um mehr Unterstützung haben ausbluten lassen, erfolgt nun ein Umdenken. Steinmeier will mehr Geld in die UN-Nothilfe fließen lassen.

Von Redaktion/dts

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat vor dem am Montag in Istanbul beginnenden UN-Gipfel zur Aufstockung des Nothilfefonds die internationale Gemeinschaft zur Solidarität aufgerufen. "Der Gipfel von Istanbul hat sich zum Ziel gesetzt, das Gesamtbudget auf eine Milliarde US-Dollar zu erhöhen. Hier ist die internationale Gemeinschaft als Ganzes aufgefordert, Solidarität zu zeigen", sagte Steinmeier der "Rheinischen Post".

Um dieses Ziel zu erreichen, werde Deutschland seinen Beitrag in Istanbul um zehn Millionen Euro auf dann insgesamt 50 Millionen Euro aufstocken, kündigte Steinmeier an, der am Montag nach Istanbul reist. Er verwies darauf, dass der "Bedarf an humanitärer Hilfe" heute größer sei denn je. "Es liegt in unser aller Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass internationale Hilfsorganisationen eine verlässliche Grundlage für ihre Arbeit haben und nicht ständig darum bangen müssen, wie sie über den nächsten Monat kommen, um das Wichtigste zu tun: Menschenleben zu retten."

Damit zeigt Steinmeier eine ordentliche Portion Zynismus. Immerhin hatten die internationalen Hilfsorganisationen schon seit Jahren um mehr Geld gebeten, weil sie ihre Unterstützung in vielen Ländern nicht mehr leisten konnten. Dies ist auch mit ein Grund dafür, weshalb hunderttausende Menschen aus den Flüchtlingslagern im Nahen Osten nach Europa strömten.

Steinmeier verwies zudem auf die Leistungen Deutschlands für humanitäre Hilfe. "Wir haben in den vergangenen Jahren unsere humanitäre Hilfe drastisch erhöht, sind beim Londoner Gipfel mit Zusagen von 2,3 Milliarden Euro der größte Geber gewesen und werden unser Engagement für die Menschen fortsetzen", so der SPD-Politiker. "Gerade bei den ganz drängenden Krisen, in denen der Nothilfefonds der Vereinten Nationen zum Einsatz kommt, haben wir unseren Beitrag inzwischen mehr als verdoppelt und gehören auch hier zu den größten Unterstützern."

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Wobei angemerkt werden muss, dass "Zusagen" noch keinen realen Geldfluss bedeuten. In Sachen Versprechungen war die deutsche Bundesregierung immer schon recht großzügig. Nur bei der tatsächlichen Umsetzung mangelte es dann immer wieder.

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9 Kommentare

  1. "Immerhin hatten die internationalen Hilfsorganisationen schon seit Jahren um mehr Geld gebeten, weil sie ihre Unterstützung in vielen Ländern nicht mehr leisten konnten. Dies ist auch mit ein Grund dafür, weshalb hunderttausende Menschen aus den Flüchtlingslagern im Nahen Osten nach Europa strömten. "

    Das müsste man man all den Pegida-Typen klar machen, dann würde sich deren Hass vielleicht auf die wirklich Schuldigen richten, nämlich den eigenen Politikern die im Auftrag der int. Eliten das ganze System an die Wand fahren!!

  2. Der neuerliche Komplize von und für Merkels USrael-Plan spricht. Klar ist humanitäre Hilfe aufgrund deer Siegermachtsbombardements größer denn je, aber für die Verurschungsländer. Wie   rezitiert  doch Frau Merkel dumm doof antrainiet: Wir müssen  Ursachenforschung betreiben und dann die Armut bekämpfen. Richtig!! Dies wird auch kommen aber  erst nach einem großen Krieg!!!

  3. Menschlichkeit ist vor allem in Regierungen eine Mangelware. Es ist jedoch fraglich, wenn diejenigen denen es daran mangelt (Wir erinnern uns an die völkerrechtswidrigen Kriege gegen Serbien, Libyen, Syrien,… und deren Aktionisten nun zu solchen Kongressen hinfahren und sich noch beweihräuchern.

    Mal reinhören was Herr Steinmeier für eine Ansicht vertritt. "Wir sind hier nicht in einem Seminar…Es ist nicht die Stunde Frankreich zu erklären…

    https://www.youtube.com/watch?v=HrVYYFp1ArM

    Angegriffen fühlt? Aus Belgien oder woher?

    "

  4. …..dann Ihr Politikkasper, verzichtet auf Eure ergaunerten Pründe, verzichtet auf eure " Aufwendungen, Schmiergelder und sonstige Bestechlichkeiten, spendet die ergaunerten Parteiengelder zu humanen Hilfszwecken, iihr habt nur die große Schnauze, sollange es nicht an Eure Gelder geht, zumal dieses Geld , bezahlt von Steuern, erarbeitet vom Volk, euch in keinster Weise zusteht. Das Volk zahlt für Euch Versager im Bundestag, Bundesrat ,in den Ämtern, Scheinhilfsorganidastionen, " bildungsstätten, Bundeswehr..und, und, und.

    Ihr alle müsstet Kniefälle vor dem fleißigen Volk leisten, statt dessen , wird verbal eingeprügelt, denunziert, beleidigt und verfolgt. Der Tag wird kommen, wo diese Untaten und Verbrecheren geahndet werden……………der Tag X

    http://www.bundesstaat-deutschland.de

  5. Das Ursächliche Problem ist, das unser Wirtschaftsystem zu erfolgreich ist. Es ist ein leichtes dieses System den ärmsten Ländern der Welt über zu stülpen und sie aus der Armut zu führen. Und dann? Dann ist auch schon alles zu Ende. Es gibt nicht genug Rohstoffe auf dieser Erde um 8 Milliarden Menschen unseren Lebenstyl zu gewähren. Die Erkenntnis mag weh tun und beschämen und deswegen von vielen verdrängt werden. Das ändert aber nichts an der Richtigkeit. Kritik wo sie angebracht ist, hier bei dem Thema und gegen Steinmeier ist sie falsch.

  6. Ach Steinmeier, Ihre Propaganda in eigener Sache ist so plump durchschaubar. Sagen Sie mal Ihren Regierungskollegen – voran Merkel und Schäuble – dass sie anstatt Waffen Hilfsgüter und Aufbauprojekte für die Bevölkerungen schicken sollen. Das würde ganz Deutschland und Europa gut tun. Die Migranten würden gleich markant abnehmen und neue Märket könnten sich erschliessen. Davon würden alle Bevölkerungen profitieren, ausser der kleinen Oberschicht, die sich mit der Rüstungsindustrie und den Migrantenströmen goldene Nasen verdienen.

    Also Steinmeier, nicht so falsch herumposaunen! Besser mal – zur Abwechslung – konkrete Vorschläge für eine Besserung bringen, was die Kriegsgebiete angeht.

  7. Die UN.

    Ja klar doch, sind dasnicht die, die die Flüchtlinge geziehlt hier hin lotsen um einen Bevölkerungsaustausch in Europa zu bewerkstelligen?

    Ich meine doch, das ich da schon öfters was gelesen hätte.

    Außerdem machen die doch eh was die USA sagen.

    Ich meine doch, das ich da schon öfters was gelesen hätte.

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