Steinmeier sieht kolumbianischen Friedensprozess auf gutem Weg

Optimistisch wie immer und überall ist Steinmeier auch beim baldigen Abkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC-Rebellen. Deutschland wird sich auch hier humanitär beteiligen. Wie viel Geld das Kosten wird, das hat Steinmeier nicht mitgeteilt. 

Von Redaktion/dts

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sieht den kolumbianischen Friedensprozess "weiterhin auf gutem Weg". "Ein Abschluss des Abkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC-Rebellen rückt in greifbare Nähe", so Steinmeier am Donnerstag. "Um diesen blutigen Konflikt endgültig beizulegen und die Gesellschaft dafür zu gewinnen, sind die jungen Menschen und ihre Reintegration in die Gesellschaft ein wichtiger Faktor.

Die Einigung zwischen den Verhandlungsparteien auf den Verzicht auf die Zwangsrekrutierung Minderjähriger, die Entlassung der noch in FARC-Diensten stehenden jungen Menschen und deren Reintegration in die Gesellschaft ist deshalb ein Meilenstein." Deutschland werde Kolumbien auch in der Zukunft in den Friedensbemühungen unterstützen. "Zusätzlich werden wir uns deshalb am humanitären Minenräumen beteiligen, ein deutsch-kolumbianisches Friedensinstitut mit Sitz in Kolumbien einrichten und das neu geschaffene Ministerium für Post-Konflikt und Menschenrechte mit einem Umweltberater personell verstärken", kündigte der Außenminister an.

Die FARC-Guerilla führt seit dem Jahr 1964 einen bewaffneten Kampf gegen den kolumbianischen Staat und die Armee, seit November 2012 laufen Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen Regierung.

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7 Kommentare

  1. "…das neu geschaffene Ministerium für Post-Konflikt und Menschenrechte mit einem Umweltberater personell verstärken…"

    Die Stellenbeschreibung täte mich interessieren, so spaßeshalber.

    1. Vorgestern in der Ukraine..gestern in Lybien..heute Kolumbien…morgen Bananistan..?!

      Kümmert dieser selbsternannte Welt-Pastor sich auch mal um seine eigene Ruine…

      Ausser Spesen nichts gewesen.

  2. Sicherheitshalber würde ich dann beiden Parteien noch Waffen verkaufen damit der Frieden auch von Dauer sein kann. Wo Minen geräumt werden, braucht es ja irgendwann eventuell auch mal wieder neue.

  3. Es ist wirklich erheiternd, wie sich diese Randfigur der Internationalen Diplomatie zu wirklich jedem Geschehen der Weltpolitik äußert, ohne in der Lage zu sein, auch nur die elementarsten Interessen des eigenen Landes zu vertreten. Möglicherweise sollen seine unqualifizierten Absonderungen auch nur seine Ohnmacht bezüglich aller für uns relevanten Fragen kompensieren.

    1. Aber bei den Micheln schafft er es mit dieser billigen Nummer davon abzulenken, daß er nur Kerrys Fiffi ist. Kolumbien soll ja schon scharf gemacht worden sein, um in das nicht us-hörige Vezuela einzumarschieren. Mal sehen, ob unsere elende Vasallenarmee dort auch mitmischen muß oder ob Washington das selbst macht.

  4. Prima Herr Steinmeier,

    dann sollten wir jetzt auch mal einen Friedensprozess anfangen und vielleicht auch mal mit einem echten völkerrechtlich anerkannten Friedensvertrag abschließen.

    Aber irgendwie wird man das dumpfe Gefühl nicht los, daß hier bereits ein massiver Krieg (Wirtschaftskrieg, Nachrichtenkrieg,..) im Gange ist und wenn ich allein einmal meinen Eindruck zusammenfassen darf, wieviele ausländische Panzer ich in den letzten 12 Monaten aus NL, US, GB,… auf der A7, A31, A20,… gesehen habe, dann habe ich nicht das Gefühl, daß man hier an einem Frieden überhaupt nicht interessiert ist bzw. wie man an dem sogenannten Raktenschutzschirm oder auch Hochfrequenzwaffen in Rostock Marlow, Berlin, bei Leipzig, Norderstedt, Tromsö…sehen kann stehen wir wohl kurz vor einem heißen Krieg.

    Was ihr da veranstaltet ist einfach nur widerwärtig.

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