Steinmeier pocht darauf, dass in Syrien weiterhin am Friedensprozess gearbeitet wird. Es gebe "keine militärische Lösung, nur politische Verhandlungen" als Garant für einen Frieden.

Von Redaktion/dts

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht nach dem "rücksichtslosen Bombardement" von Krankenhäusern, Wohnvierteln und eines Flüchtlingslagers in Syrien, dessen Urheberschaft noch ungeklärt ist, einen Rückschlag für den Friedensprozess: Aufgeben und Wegsehen sei jedoch keine Option, hob Steinmeier in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" hervor. Die Bundesregierung arbeite "umso intensiver mit den Partnern daran", der Waffenruhe wieder Geltung zu verschaffen, humanitären Zugang hinzubekommen und die Bedingungen für eine Fortsetzung der Syrien-Konferenz zu schaffen.

"Es gibt keine militärische Lösung, nur politische Verhandlungen können Syrien wieder Frieden bringen", betonte der Bundesaußenminister. Zwar verfolge Russland in Syrien eigene Ziele. "Aber auch Moskau hat kein Interesse, dass Syrien als Staat völlig zerfällt und auf Dauer zum Hort von islamistischem Terrorismus, Chaos und Anarchie wird", sagte Steinmeier weiter.

Immerhin gebe es einen von allen Seiten akzeptierten Rahmen, in dem alle entscheidenden Akteure – die USA und Russland, aber auch die Türkei, der Iran und Saudi-Arabien – miteinander sprächen. "Darauf müssen wir aufbauen. Weitere fünf Jahre Krieg, Flucht und Zerstörung in Syrien können wir uns nicht leisten", sagte der Außenminister.

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13 thoughts on “Steinmeier: Aufgeben in Syrien keine Option”

  1. Das klingt immer nett. Aber es wird nichts ändern. Sie und die gesamte Regierung sind de facto Kriegsverbrecher und werden die Rechung bekommen.

    >> Zerstörung in Syrien können wir uns nicht leisten <<

    Das ist an Hohn nicht zu überbieten.

  2. Wenn deutsche Politiker und NGOs auftauchen, muß mit jeder Art bösartiger Heimtücke gerechnet werden, nach Innen wie nach Außen.

    1. Wie recht Sie doch haben. Ausgerechnet ein deutscher Prof. Perthes hat als "Syrienkenner" zusammen mit Ex-US-Botschafter Feltham auf Anweisung von US-Außenministerin C.Rice bereits in 2008 eine Strategie zur Destabilisierung Syriens und zur "Entfernung" Assad's ausgearbeitet. Er brachte auch die syrischen "Oppositionellen" mit türkischen Industriellen und Vertretern der VAR  zusammen, um die Finanzierung des geplanten Krieges zu organisieren.

  3. Was für ein dummes Geschwätz ! Erst macht man mit dem Ami gemeinsame Sache; bomt alles kaputt macht die Führer platt und wenn dan alles drunter und drüber geht sehnt man sich den Frieden herbei. Arschkriecher bleiben gottseidank nicht immer oben . Diese Regierung ist überreif- die muss gepflückt werden.

  4. Das Problem der Bundesregierung ist, das die Partner allesamt Kriegsparteien sind, was soll also diese Beschwichtigung?

    Reden tun die leider nur wenn es militärisch verloren wurde, siehe der Donbass.

  5. Die Steinkauz ist der schlechteste Außenminister den Deutschland jemals hatte, und ein notorischer Dummschwätzer, welcher seine Amtskollegen von welchen er nie ernst genommen wurde, beständig damit peinigt, ihnen seinen penetranten Bierschiss in die Nüstern zu treiben. Wenn dieser schreckliche Vogel endlich verschwunden ist, werden so einige aufatmen.

  6. Was erwartet man denn von einem Altlinken außer sozialem Gesäusel. Die stehen sich schon seit 130 Jahren selbst im Weg, und können einfach Realitäten nicht erkennen und meinen ständig, daß auf dem Verhandlungswege alles zu lösen sei. Welch ein grandioser Irrtum, denn die Weltpolitik nimmt ihren Lauf, ob die deutschen Sozis nun dafür oder dagegen sind. Wer interessiert sich denn für solche Wichte, nicht einmal der Herr aus Hinteranatolien, von den größten Ländern dieser Erde ganz zu schweigen. Man muß sich nur mal die Landkarte aus Sicht der Russen und Chinesen ansehen. Dann wird man schnell erkennen, wie klein und unbedeutend wir sind und schon immer waren, mit Ausnahme unserer regionalen Selbstüberschätzung 1914 und 1939.

  7. Wie wärs mit einem Abzug aller westlichen kriegsverbrecherischen Kräfte? Wir alle würden staunen wie schnell die Russen die gesamte Region befriedet und die Vertreibung der dortigen Menschen beendet hätten. Wir brauchen einen weltpolitischen Paradigmentwechsel wenn verhindert werden soll, daß eines Tages die Welt in die Luft fliegt. Vielleicht wäre Donald Trump sogar eine Chance, seine Verteufelung in unserer Presse ist diesbezüglich ein gutes Zeichen.

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