Russland versucht zwischen Armenien und Aserbaidschan zu schlichten

Bei einem Treffen in Wien soll gemeinsam mit internationalen Repräsentanten der Konflikt um die Region Bergkarabach zwischen Armenien und Aserbaidschan geschlichtet werden. Insbesondere Russland tritt hierbei als Vermittler auf.

Von Christian Saarländer

In Wien treffen sich die Präsidenten der Südkaukasusrepubliken Armenien und Aserbaidschan zu Verhandlungen, nachdem der Konflikt um Bergkarabach im April eskalierte. Der russische Außenminister Sergej Lawrow, sein amerikanischer Amtskollege John Kerry sowie Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault sind ebenfalls in der österreichischen Landeshauptstadt, um die Beilegung des militärischen Konfliktes zu unterstützen.

Es ist das erste mal, dass sich Armeniens Präsident Sersch Sargjan und sein aserbaidschanischer Amtskollege persönlich treffen. Der jahrelange Konflikt um die abtrünnige Region Bergkarabach eskalierte am 2. April erneut, wo es zu militärischen Auseinandersetzungen kam. Seitdem flammen immer wieder Kämpfe auf. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) soll nun die Verletzung des Waffenstillstands untersuchen. Wie die Agentur Tass berichtet, will Russland bei der Findung eines Kompromisses behilflich sein.

An den Gesprächen zwischen den Parteien werden auch die Ko-Vorsitzenden der Minsker OSZE-Gruppe teilnehmen. Das Treffen in Wien wurde bereits am 5. Mai von Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, angekündigt und Russlands Bereitschaft zur friedlichen Lösung des Konfliktes beitragen zu wollen erklärt, nachdem eine Waffenruhe in der Region ausgehandelt wurde. Allerdings ist die Waffenruhe bisher nach Ansicht der Agentur Sputnik sehr brüchig.

Seit dem 2. April wurden insgesamt circa 120 armenische und aserbaidschanische Soldaten getötet. Die OSZE soll nun die Vorfälle in Bergkarabach untersuchen. Beide Konfliktparteien beschuldigen sich gegenseitig für den Ausbruch des Konfliktes. Die Krisenregion Bergkarabach gehört zwar völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird allerdings überwiegend von Armeniern bewohnt.

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Ein Kommentar

  1. Ich frag mich wie die Lösung aussehen wird

    Aserbaidschan wir ja wohl nie im Leben zulassen dass Bergkarabach auf legalem Weg ein Teil von Armenien wird

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