Rewe-Chef prophezeit das Ende der Discounter

Im deutschen Einzelhandel werde es einige Umwälzungen geben, so Rewe-Chef Caparros. Discounter wird es bald keine mehr geben. Kritik an Gabriel wegen der Tengelmann-Affäre gab es auch.

Von Redaktion/dts

Rewe-Chef Alain Caparros sagt das Ende der klassischen Lebensmitteldiscounter voraus. "In fünf Jahren wird es keinen reinen Discounter mehr geben", sagte der Manager im Interview mit der "Welt am Sonntag". Allen voran Aldi entwickele sich derzeit zu einem Supermarkt. "Die Grenzen zwischen Supermarkt und Discounter verschwimmen zunehmend." Aldi etwa biete plötzlich Markenware, habe statt 600 über 2.000 Produkte im Sortiment und wolle sich nun auch noch vom Palettenverkauf verabschieden. Rewe will auf diesen Trend mit neuen Konzepten reagieren, um sich weiterhin abzugrenzen. "Der Supermarkt der Zukunft ist weniger ein Laden als vielmehr ein Ort der Begegnung. Wir müssen Erlebnisse schaffen und auch Verzehrmöglichkeiten, damit die Besucher nicht mehr nur Kunden sind, sondern Gäste", sagte Caparros.

Rewe wolle mit seinen Supermärkten zum guten Nachbar werden. "Dazu geht es auch wieder verstärkt in die Innenstädte und die Stadtteilzentren mit kleineren Läden, die lange geöffnet haben", kündigte Caparros an. Platz für neue Filialen sieht er vor allem in den großen Städten. "In Berlin können wir sicherlich noch weitere 100 Läden eröffnen." Natürlich werde das Thema Expansion angesichts der ohnehin schon vorhandenen Ladendichte irgendwann zu einem Problem. "Nicht mehr zu wachsen ist aber schon jetzt ein Problem." Erst Recht mit der Übernehme von Kaiser`s Tengelmann durch Edeka, wie Caparros betonte.

Der 59-Jährige griff in dem Zusammenhang erneut Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an, der für die Fusion eine Ministererlaubnis gegeben und damit das Bundeskartellamt überstimmt hat. "Die Ministererlaubnis ist eine falsche Entscheidung, die für mich unbegreiflich ist und am Ende Existenzen vernichten kann", warnte Caparros. In einigen Regionen komme Edeka durch die Übernahme auf einen Marktanteil von fast 50 Prozent, in Berlin und München seien es fast 40 Prozent. "Rewe ist schon kein kleines Unternehmen, aber in einem solchen Marktumfeld können auch wir nicht mehr mithalten", sagte Caparros. Minister Gabriel greife damit massiv in den Wettbewerb ein und verschaffe Edeka Einkaufsvorteile, die weder von Rewe noch von einem anderen Wettbewerber zu erreichen seien. "Das ist und bleibt unbegreiflich für mich. Zumal es genügend Alternativen gab. Und damit meine ich nicht nur Rewe. Ich mache mir große Sorgen um die Branche."

Caparros rechnet nun mit einer Pleitewelle vor allem unter den kleinen Betreibern von Supermärkten. "Kleine Ketten haben auf absehbare Zeit immer weniger Überlebenschancen und werden entweder übernommen oder verschwinden komplett vom Markt", sagte der Manager. Noch habe er allerdings die Hoffnung, die Übernahme vor Gericht verhindern zu können. "Ich bin davon überzeugt, dass wir noch immer eine Chance haben. Die Argumente jedenfalls sind auf unserer Seite. Das Kartellamt und die Monopolkommission haben nicht ohne Grund anders entschieden."

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20 Kommentare

    1. Es macht keinen Sinn zu wählen, wenn man eine Partei haben möchte, die das macht, was man gerne hätte. Das liegt an den 2+4 Verträgen und der Weisungsgebundenheit der jewiligenRegierung. 

      Die Alliierten haben den Daumen auf Deutschland. Das ist aber  zu umfassend, um es hier zu erläutern. Es gibt aber Möglichkeiten etwas zu veändern. Das ist der Widerstand. Das tut Not, weil alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft sind. Verfassungsbeschwerden, bzw -klagen wurden allesamt abgeleht und Demonstrationen werden als rechte Paraden verleumdet.

      Bleibt der aktive Wiederstand oder Ungehorsam. Zum Beispiel durch wählen. Jedesmal vom Gemeinderat über den Bürgermeister bis zum eu Parlament. Es muss den Deutschen klar werden, dass man unbedingt (!) wählen muss.

      Aber nicht um Mehrheiten für eine Partei zu bekommen, sondern um Mehrheiten los zu werden. Es ist egal, welche Partei gewählt wird, da die Politik von den Alliierten bestimmt wird. (GB.F, USA,RF)

      Wenn man Parteien wählt, die den etablierten ein Dorn im Auge sind, und ausreichend Potential haben in die Regierungen zu kommen, verliert die etablierte Einheitspartei ihre Mehrheiten. Man muss sich nur einmal das Geschrei anhören, das die AFD ausglöst hat. Dabei spielt das für die große Politik keine Rolle. s.o.

      Es bilden sich jetzt schon seltsame Koalitionen in den Bundesländern, in denen die AFD eingezogen ist. Rot,Schwarz,Grün (gelb?).  

      Wir können den Ungehorsam noch mehr vorantreiben, indem wir die Presse lahmlegen durch Leserbriefe per Post. Es ist wichtig dass es Papier ist und keine Mail. Man stelle sich vor, die BildZeitung bekommt regelmäßig Berge an Briefen.

      Beispiel: Wenn wir uns 1prozent.de anschließen und 1% erreichen, wären das bei 80 Mio. Deutschen 800.000 "Ungehorsame". Wenn jeder einmal pro Woche einen Brief schreibt, bekäme zB Bild 3,2 Mio Briefe. Briefe müssen geöffnet werden, weil Wichtiges kommt per Post und nicht per Email. Man übertrage das ganze noch auf ARD oder ZDF. Dan kostet jeden Bürger lächerliche 2-5 € pro Monat. Würde das System der EU Diktatur aber enorm belasten, wenn nicht sogar lahmlegen. Zumindest zeitweise.

      Wir haben kein Recht auf eine eigene Politik für Deutsche. Paradebeispiel sind die Grünen, deren Politik darauf setzt, die Deutschen abzuschaffen. Zitate findet man hier. Das und die Migrationspolitik ist sehr nah an der Definiton des Völkermords

      Nach den 2+4 Verträgen, kann Deutschland morgen wieder aufgeteilt werden, bzw die Besatzung ausgerufen und alle administrativen Aktivitäten durch die Alliierten übernommen werden. Auch Russland hat das Recht sofort Truppen in Deutschland aufzustellen. Aber ich denke Putin hat noch lange Atem, weil er Deutschlan auf "seine Seite" ziehen will.Man gaukelt uns einen Staat vor, damit jemand die Arbeit macht und Geld kauft.

       

  1. Die großen fressen die Kleinen, danach wollen sie uns fressen. Monopol politisch und korrupt legalisiert!

    Sonderpostenmärkte werden hoffentlich für Sklaven wieder boomen!

  2. "Der Supermarkt der Zukunft ist weniger ein Laden als vielmehr ein Ort der Begegnung"

     

    Ich "muß" einkaufen gehen und das tue ich auch. Ich will weder Stunden an der Kasse stehen, mich von öffentlich rechtlichen Radiosendern nerven lassen, noch möchte ich Begegnungen mit mir völlig fremden Menschen haben! Haben Sie eine Bonuskarte. Verdammt nochmal Nein, verpiss dich!

        1. geschlossen, ohne jemals eröffnet worden zu sein – liegt so vermutlich bis in alle ewigkeit irgendwo bei den akten und wartet auf einen gesetzlichen richter. 

  3. ich sehe rosige Zeiten für die Discounter wenn erst die Asylanten Geld verdienen, Rentner Lebensmittel benötigen usw. Eine Stätte der Begegnung zu schaffen heißt doch nicht , daß es nicht ohne Discounter geht und Aldi profitiert von seinem guten Management im richtigen Moment das richtige anzubieten! Also, ich denke – die Winner der Flüchtlingsbewegung werden die Discounter sein!

    1. naja, nun – für den moment hat die BRD erstmal nur den 1990 abgeschafften tatbestand des straffreien mundraubs, explizit nur für die sogenannten "flüchtlinge", wieder eingeführt!

  4. Minister Gabriel greife damit massiv in den Wettbewerb ein und verschaffe Edeka Einkaufsvorteile, die weder von Rewe noch von einem anderen Wettbewerber zu erreichen seien. "Das ist und bleibt unbegreiflich für mich.

    Für mich schon lange. Der mangelernährte Taugenix wird bald schon mit betroffener Mine die schlechten Arbeitsbedingungen beim Discountkonzern und seinen Zulieferern beklagen. Die daher rühren werden weil der Einkäufer eine solche Marktmacht hat das er seine Einkaufspreise diktiert zu denen er kauft. Und der Verbraucher kann auch nicht mit den Füßen abstimmen weil er oftmals nur mehr einen einzigen Discounter vorfindet.

    Merkel, Gabriel, Maas….. das eigentlich alles Unfassbar.

  5. Das ist nichts Neues,das die Großen die Kleinen fressen. Kann man in jeder noch so kleineren Stadt erkennen. Jede Anstrengung der Kleineren, ist meistens schnell hoffnungslos, finde ich sehr traurig und bedenklich.

    Aber so ist es: nur noch die Großen machen Kapital, die Kleinen läßt man verhungern. Alles von der Politik in Berlin so gewollt.

    So wie es jetzt ist, haben wir auch dem ungeliebten Teuro zu verdanken, den man uns einfach so, aufs Auge gedrückt hat, und der eh nur als Ausplünderungsmodel der KLEINEN geschaffen wurde, denn seitdem geht es nur noch in ganz EUROPA bergab !

    Die KLEINEN saufen ab, die Großen werden von Jahr zu Jahr reicher.

  6. Wer bestimmt immer mehr die Politik ? Das sind die ELITEN, BANKER UND GROSSKONZERNE die ihre Lobbyisten zu Tausende nach Brüssel und Berlin schicken und der Politik vorschreiben, wohin der Weg gehen muß !

    1. und das können sie weil die Vorturner im Bundestag völlig Inkompetent und Korrupt sind. Das ging 70 Jahre lang gut weil es genügend zu verteilen gab und deren Unfähigkeiten nicht so ins Gewicht fielen. Nun spitzt sich alles immer weiter zu und jeder Fehler fällt doppelt ins Gewicht. Eigentlich können wir uns solche Trottel gar nicht mehr leisten. Aber den Luxus gönnen sich die Deutschen offensichtlich. Naja ist halt der Zeitgeist. Mehr Schein als Sein. Gewählt wir, der beste Selbstdarsteller. Was solls. Muss man mit Humor nehmen. Also freuen wir uns darauf wenn der Gabriel bald schon die schlechten ausbeuterischen Arbeitsbedingungen anprangert und die Leute sagen, da schau her, die SPD das sind wirklich noch Sozialdemokraten, sind wirklich für den kleinen Arbeiter. :-))

  7. Allen Lobbyisten sollte man die rote Karte zeigen und arbeitslos machen. Jeden Schritt sollte ihnen in Regierungsviertel strikt und sofort verboten werden.

    Aber leider wird es das, mit dem Brüsseler und Berliner Verein nicht geben.

  8. Meiner MEINUNG nach

    passiert jetzt doch das, was ich schon vor 20 Jahren mitgeteilt habe, diese ganzen Discounter und Essens-Verteilungs-Logistiken werden zu den Neuen Privatküchen / Kühlschrank-Sammel-Ort und private Küchen-Hausgeräte-Orte werden, wo der Käufer von vornerein eher wissen muß, was er haben möchte / will – und dieser Wunsch wird abgestimmt, mit dem Lagervorrat, der Küche darin und dem Termin-Management, welches zu einer vorgegeben Zeit dann das entweder abzuholende Essen / Trinken bereit stellt oder direkt – wie schon längst bekannt dem Empfänger (Kunden / ….) anliefern wird – alles mit weniger Müll, Weniger FCKW-Giften, weniger Energieverbrauch und weniger nötiger Infrastruktur – so sieht man es bereits auch viel in heutigen Science-Fiction Filmen, wenn man mal darauf achtet.

    Als ich vor 10 Jahren dies mitteilte, wurde ich ausgelacht oder mit großen Augen angestarrt – Heute kann jeder die Zeichen der Zeit, selbst sich verinnerlichen.

    Und es geht noch weiter – weil der Wohnungsbau sich immer mehr wandeln wird – es wird wie schon Heute mit Pantryküchen / (Miets)Haus-Kantine usw. der Besorgungs und Kochvorgang verändert.

    Das was mit den Erlebnis-/Verweilungs-Aspekten gemeint ist, liegt daran, das es eben dann auch dazu führt, das die grösseren Restaurants / grösseren (Privat)Kantinen, eben durch diese Neuen Konstrukte dann vom Markt verdrängt werden – weil die wartenden Kunden (in dem Konsum- / Verweilungstempel) eben halt auch in Ruhe und ohne Stress zu machen,  warten sollen.

    Und damit wird das Bild der klassischen Hausfrau / Mutter / (kochenden) Haushaltshilfe usw. immer mehr aus der Gesellschaft entfernt und in diese Neuen Zentren verlagert. Inklusive, das es weniger Abfall geben wird, weil eben auch das Recycling dann in diese Neuen Groß-Nahrungs-Tempel angesiedelt werden wird – was bei ca. 60 Tonnen weggeworfenen Lebensmitteln durchaus überlegungsfähig ist – wenn das was nicht losgeworden ist, direkt auch dort als Tafel angebot (ohne die ganzen Transporte Aufwendungen usw.) dort gleich vom Abnehmer mit verwertet wird (allerdings in optisch getrennten Bereichen, um die sogenannte bessere Kundschaft nicht das Erlebnis zu verringern)).

    Es ist halt weniger die Politik / Wirtschaft, die sich hier austobt – sondern auch die Ansprüche der Menschen selber, die diese Wünsche äußern, auf die in unterschiedlicher Art und Weise reagiert wird.

    mfG und Danke fürs Lesen.

    Dipl. Ing. Ing.  Bernd Letz  (2016)

  9. "Kleine Ketten haben auf absehbare Zeit immer weniger Überlebenschancen und werden entweder übernommen oder verschwinden komplett vom Markt"

    Schritt für Schritt ebnet die Verbrecherbande im Bundestag dem von allen Bürgerrechten befreiten Handelsabkommen, wie CETA, (denn TTIP ist out) den Weg in eine immer katastrophalere "Zukunft" für uns Bürger dieses Vasallenregimes BRiD der USA!

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