Ein Leopard 2 der Bundeswehr. Flickr / Bundeswehr CC BY-ND 2.0

Vergangene Woche berichtete Contra Magazin über den neuen russischen Kampfpanzer T-4 Armata,  der nun Anfang 2017 die Streitkräfte der russischen Föderation bereichern wird, der den aktuellen Leopard 2 in vielerlei Hinsicht schlägt. Nun präsentiert Rheinmetall eine moderne Version des deutschen Kampfpanzers, mit revolutionären Neuerungen.

Von Christian Saarländer

Hätte Deutschland einen anständigen deutschen Verteidigungsminister, der die Bundeswehr nicht kaputtsparen würde und gleichzeitig mit neuen Reformen die Generäle und Stabsoffiziere von der Bonner Hardthöhe bis zum Bendler-Block quälen, die inzwischen sogar von amerikanischen Unternehmensberatern heimgesucht werden, dann könnte sich die Bundeswehr als allzeit bereite Verteidigungsarmee mit erweiterten Aufgabenspektrum sich das neue Upgrade von Rheinmetall leisten, der die Leistungsfähigkeit von deutschen Kampfpanzern definitiv erhöhen wird. Denn die Neuerungen, die der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall auf seiner Seite unter dem Titel MBT-Revolution verkauft, klingen sehr vielvesprechend.

Das wohl sehr ordenliche Panzersystem soll nun in jeder Hinsicht optimiert werden. Ein Rundumschutz soll den Panzer gegen Bedrohungen wie RPG7, Minen, Bomblets und großkalibrige Munition sowie gegen lasergelenkte Waffensysteme schützen. Ein digitales Turmsystem soll für erheblich kürzere Reaktionszeiten sorgen und den Raumbedarf erheblich verringern, so dass die Kameraden mit der rosanen Waffenfarbe weniger kuscheln müssen. Die Feuerleitsysteme sollen optimiert und auch die Gefechtsfeldüberwachung soll deutlich verbessert werden. Ein optronisches 360 Grad Kommandanten-Periskop mit skalierbarer Sensoraustattung und integrierter Scanning- und Trackingfunktion soll den Truppführer einen besseren Überblick verschaffen.

Eine Rundumüberwachung bei Tag und bei Nacht mit automatischer Zielerkennung und automatischer Alarmfunktion soll durch das neue Situational Awareness System nun möglich sein. Der Panzerkommandant soll durch eine zusätzliche Kommandanten-Bremse in der Lage sein das Kettenfahrzeug, ohne Zutun des Fahrers, in brenzligen Situationen eigenständig zu stoppen. Und schließlich gibt es neue Munition, die einen vernichtenden Schuss, ob es stürmt oder schneit oder die Sonne lacht, ermöglichen. Die temparaturunabhängige HE-Munition hat weiters einen programmierbaren Sprengmodus. Die Munition wird in einem entkoppelten Munitionsbunker ebenfalls geschützt. So soll nun das Main Battle Tank Concept (MBT) aussehen, das Deutschland zusammen mit Frankreich entwickelte.

Rheinmetall möchte mit diesen Neuerungen aufholen und mit den russischen Armata-Panzern gleichziehen. Radio Sputnik geht allerdings davon aus, dass dies nicht vor 2030 der Fall sein wird. Bei der Bundeswehr ist ohnehin erst einmal Sparflamme angesagt, da man durch das veränderte Einsatzspektrum der Bundeswehr zunächst die Priorität auf Schützenpanzer sowie auf kleinere Waffenträger wie den Wiesel setzt. Bisher haben die Kampfpanzer der Bundeswehr in den weltweiten Einsätzen mehr eine „Show of Force“-Funktion, also man will durch die Präsenz von schweren Panzern, den Gegner abschrecken. Dennoch wird sich diese Neuentwicklung für den privaten Düsseldorfer Konzern, der auf großkalibrige Fahrzeuge spezialisiert ist, lohnen, da diese Neuentwicklung auch Saudi-Arabien und andere Diktaturen nun sicher scharf auf den neuen deutschen Panzer machen wird.

31 KOMMENTARE

  1. Wem soll denn der Helotenkampfpanzer dienen?? Es wird langsam Zeit, dass man das Kind beim Namen nennt und diese verdammten Verblödungsspielchen und Vorgaukelungen sein läßt. Wir sind Sklaven-und Koonialstaat, laßt uns doch diese Rolle akzeptieren!!

  2. Alles ganz nett. Die Kohle dafür wird aber vom Immigrant gerade verfrühstückt. Glaub nicht dass der Steuerzahler noch mehr Steuern akzeptiert. Also was für'n Export. Der Ami und die Saudis ham dafür sicher Verwendung. Wir kommen dann, wenn gewünscht, mit dem Mountainbike vorbei um den Flüchtlingen Wanderkarten für die Balkanroute nach DE auszuhändigen.

  3. Das russische Modell wird wie auch ein Schützenpanzer und andere Fahrzeuge auf einer einheitlichen Basis, die Armata heißt, gebaut. T-14 ist dann der mittlere Panzer, T-15 der Schützenpanzer usw.

    Wenn Uralwaggonsawod, der Hersteller, solche Technik präsentiert, geschieht das sehr sachlich, sehr auf den Gefechtswert reduziert.

    Marketing von Rheinmetall zieht das anders auf. Im typischen amerikanisierten Hollywoodstyle wird ein Eindruck erweckt, der einen geschäftlichen Hintergrund aber wenig innovativen Inhalt hat.

    Der Leopard 2A4 wurde bis 1992 gebaut und in den nächsten Jahren läuft die Nutzungsdauer ab. Wenn man den Ausrüstungsstand dieses Panzers mit den Modernisierungsinhalten abgleicht entsteht der Eindruck, dass der ganze Aufriß nichts anderes ist als eine Modernisierungsstufe. Jetzt muß Flintenuschi nur noch das Geld dafür beschaffen …

     

  4. Das russische Modell wird wie auch ein Schützenpanzer und andere Fahrzeuge auf einer einheitlichen Basis, die Armata heißt, gebaut. T-14 ist dann der mittlere Panzer, T-15 der Schützenpanzer usw.

    Wenn Uralwaggonsawod, der Hersteller, solche Technik präsentiert, geschieht das sehr sachlich, sehr auf den Gefechtswert reduziert.

    Marketing von Rheinmetall zieht das anders auf. Im typischen amerikanisierten Hollywoodstyle wird ein Eindruck erweckt, der einen geschäftlichen Hintergrund aber wenig innovativen Inhalt hat.

    Der Leopard 2A4 wurde bis 1992 gebaut und in den nächsten Jahren läuft die Nutzungsdauer ab. Wenn man den Ausrüstungsstand dieses Panzers mit den Modernisierungsinhalten abgleicht entsteht der Eindruck, dass der ganze Aufriß nichts anderes ist als eine Modernisierungsstufe. Jetzt muß Flintenuschi nur noch das Geld dafür beschaffen …

     

    • @Thomas Roth

      Sehr sachlich-fachlich. Unbeantwortet bleibt die im Raum stehende Frage: Für w e n soll der Panzer modernisiert werden??

  5. @Inga

    Ja wir sind ein Sklaven und Kolonialgebilde……….kein Staat…….

    aber warum, sollen wir uns damit abfinden, warum kämpfen wir nicht für unsere Souveränität, für Freiheit, Gerechtigkeit, für eine Gesellschaft, die es wert ist….Gesellschaft genannt zu werden.

    Dieses System schafft Alles Andere , als gütige, liebevolle.friedliebende Menschen. Aber in diesem Punkt, was Zusammenhalt angeht, Ehre……….haben uns Südländer viel vorraus, bei denen zählt Familie noch was, bei uns werden Familien, als letzter Halt, bewusst zerstört.

    Darüber sollte man mal nachdenken.

     

    • @Ernst

      Ich kann jedes einzelne Wort unterstreichen was sie sagen.Ich muß dazu allerdings sagen, dass ich vor ein paar Monaten in die Slowakische Republik umgezogen bin und durch den geschichtlichen Bezug  im Kampf mit dem Osmanischen Reich die Menschen hier eine ganz andere Einstellung zum Leben, zum Eigentum, zum Islam ohnehin haben. Ich stelle immer mehr fest, dass man Deutschland über Jahrzehnte moralisch in jeder Beziehing mürbe gemacht hat, die EU auch nur umstrukturiert wurde, damit man den C-K-Plan durchführen kann, Merkel möglicherweise nicht zufällig dort sitzt wo sie sitzt und dass USrael mit aller Macht versucht Deutschland wirtschaftlich aber auch anderweitig auf Null zu bringen. Wenn in Deutschland nicht eine absolute Aufbruchstimmung geistig-moralischer Art kommt, sehe ich schwarz. Ich hoffe täglich, dass Deutschland erwacht!

  6. Diesem Leo 2,49 fehlt das Entscheidende: Ein Wickelraum mit der Möglichkeit Säuglinge zu stillen ohne anzuhalten. Dazu noch Ruhestätten für Schwangere. Er ist auch nicht in der Lager sichere Schulwege zu verteidigen. In einer gleichberechtigten Armee sind das entscheidende Mängel.

  7. Ja wie nun? Rheinmetall präsentierte vergangen Woche, aber Radio Sputnik spricht von 2030. Ist das nun entwickelt und kann ab 01.06.2016 eingebaut werden, so Kohle fließt, oder will man das alles noch entwickeln und die Russen meinen dies dauere bis 2030, bis es entwickelt sein kann?

  8. Jetzt will man den Russen auch noch weis machen das unsere Panzer nicht die leiseste Chance haben gegen Kampfpanzer T-4 Armata.

    Leute, das ist meiner Ansicht nach Propaganda. 

    Ich glaube hier wird mit dem Feuer gespielt.

  9. Rheinmetall braucht wohl Geld oder warum geistert dieses "offizielle" Video schon seit rund zwei Jahren auf Youtube rum?

    Ach nee – das wird ja unter Investoren schon so lange herumgereicht und jetzt lässt man auch mal die Öffentlichkeit (d. h. die Medien) teilhaben, damit ein bisschen Druck in der Öffentlichkeit erzeugt wird um noch mehr Gelder locker machen zu können ("Wie? Nur 30 Milliarden für die Bundeswehr, aber 90 für die Flüchtlinge? Das geht ja mal gar nicht – *Wir* sitzen doch schließlich an den Fleischtöpfen!!!")…

     

  10. Bemerkenswert der Sonnenschirm auf der Kommandobrücke, denn unsere Gurkentruppe fällt ja schon bei Sonneneinstrahlung um !

  11. Anscheinend sind bisher 4 geordert, einen im Süden, einen im Norden einen im Osten und einen im Westen ! Ich glaube, das reicht erstmal für die Abschreckung !

  12. Aha, Rheinmetall will jetzt in dem einen Jahr seit der T 14 präsentiert wurde das alles entwickelt haben.

    Die ENtwicklung eines Autos, auf Basis der Vorgängermodelle dauert heutzutage 4-6 Jahre, nun will Rheinmetall so in der Kürze einen Panzer von den späten 70ern, innerhalb von einem Jahr auf den neusten Stand bringen. Ein gesonderter Munitionsbunker ist auch so schnell eingebaut. Das einzige, was ich, als ehemaliger Panzerfahrer – und Schütze an der Geschichte glaube, ist das mit dem Kommandantenbremspedal, was eigentlich schon seit 100 Jahren in Fahrschulpanzern verbaut wird. Ansonsten sehe ich das wie die Russen, und im Vergleich zum Eurofighter ist bis 2030 noch als kurze Zeit gerechnet.

  13. fehlen natuerlich nur noch die Genderklos und der kleine Leo ist als Abschreckung fur die Russen perfekt !!!

    • In Anlehnung an eine alte Klebstoffwahrheit wird das Geld schon beschafft werden :

      Im Falle eines Falles

      nimmt der Staat Dir wirklich alles.

      Denn der "lender of the last resort" sind wir.

  14. Also erstens einmal heißt das Ding T-14, und nicht T-4.
    Zweitens war schon der Vorgänger T-90 dem Leopard turmhoch überlegen.
    Was aber nicht weiter verwundert, denn – drittens – die hier vorgestellten "Neuerungen" sollte ein moderner Kampfpanzer eigentlich schon seit Jahren mit sich führen. Das sind halt die typischen Life Extender für veralteten Schrott, damit man damit überhaupt noch mithalten kann. Von gleichziehen oder gar überlegen sein keine Spur.

    Und mit sowas will Deutschland als braver NATO-Dackel gegen Russland aufmucken? Bislang habe ich die Darstellung, wenn der Russe nur will, würde er in drei Tagen am Ärmelkanal stehen, nur für einen markigen Spruch gehalten. Aber da ist was dran, denn drei Tage, das ist genau die Zeit die man braucht, um mit dem Armata von der russischen Grenze zum Ärmelkanal zu kommen, inkl. Ruhepausen und ein bischen Tonpanzer-Schießen.

  15. Ich bin kein Waffenexperte, aber hat der Panzer immer noch so eine wichtige, militärische Bedeutung? Für mich ist das Technologie der Vergangenheit, die sehr teuer ist.

    Eine Drohne mit entsprechender Bewaffnung, die nur einen Bruchteil der Kosten eines Panzers und seiner Besatzung  verursacht, müsste doch so ein Waffensystem zerstören können. Ich weiis natürlich nicht, ob es schon " Kleinstraketen " gibt, die die Panzerung durchschlagen könnten. Ich könnte mir sogar vorstellen, eine sich selbst steuernde Drohne fliegt in das Rohr der Hauptwaffe und detoniert dort. Die Kanone wäre wahrscheinlich unbrauchbar. Oder die Drohne zerstört das Antriebsystem, indem sie durch eine Detonation die Kette zerstört. 

    Auch wenn jetzt manche darüber schmunzeln, so sollte es zumindest klar sein, wie ich es meine.

  16. Die Kiste ist fast 50 Jahre alt. Die Turmkonfiguration ist schon seit dem revolutionären französischen Leclerc veraltet.

    Da muß ein komplett neuer Turm her, sonst wird das nichts mehr .

    Und DAS kriegt die Bunzelwehr schon lange nicht mehr hin. Der vorhandene schrott kann ja nicht mal einsatzbereit gehalten werden und wenn was zuläuft gehört es meist schon ins Museum.

    • Und was genau war an dieser 'Turmkonfiguration des revolutionären Leclerc' so revolutionär? Stand da irgendwie 'Revolution' dran oder so…?

  17. Der Armata ist ein völlig neues Konzept. Die Besatzung ist um Welten sicherer und deswegen Kampfüberlegen. Die Bewaffnung durchschlägt 3 Leoparden in Reihe und die aktive Panzerung Afghanit ist das beste was ich kenne. Der Turm kann mehrere Treffer einstecken. Der Bordrechner dreht den Restschutz in den Zielbereich. Die US Panzer sind dagegen Müll. Das ist T34 gegen Tiger. US Dreck gegen Edelwaffen. Wir waren den Russen im kalten Krieg nie so unterlegen wie heute.

    • Na, dann sind das doch die besten Voraussetzungen, um an der Ostgrenze Rußlands mal ein bischen Krieg zu spielen…

  18. Mehr Unisnn habe ich selten gelesen! Ist wohl all den Schreibern hier engangen,dass  der Prototype des Armata auf den Roten Platz brennend abgeschleppt werdn musste, eine Öllache am Boden. Spitzentechnik sieht anderes aus. Den meisten ist wohl auch  entgangen,dass das Herstellerwerk darüber klagt, dass kein Geld dafür da ist, ihn zu bauen. Die Ölmilliarden bleiben gerade aus. Der T90 ist besser als der Leo II? Frage: Warum kauft die halbe welt Leo II's und nicht T90? Ein  bisschen das Hirn einschalten und  schon ist die  Antwort da. Der Leo ist offensichtlich besser. Wenn man ideologisch verbeldet ist verliert man anscheinend den Überblick….Dennoch unterschätze ich die rusische Kriegsmaschinerie nicht. Das währe dumm.
    Leute  aufwachen!. Jenden Schmarrn müsst Ihr hier nicht für bare Münze nehmen.

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