Merkel gratuliert designiertem philippinischen Präsidenten Duterte

Frau Merkel, lassen sie uns eine Bitte aussprechen. Bitte verschonen sie die Philippinen mit ihrer Vorstellung von Werten. Wir sind nicht aus dieser europäischen Union auf die Philippinen geflüchtet, um hier von ihren Werten eingeholt zu werden. Selbst wenn Duterte wieder die Todesstrafe für Kriminelle einführt, die Menschen hier – auf Mindanao sogar noch mehr – stehen hinter den neuen Präsidenten. 

Von Redaktion/dts

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem designierten Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Roa Duterte, zu seiner Wahl gratuliert. "Die Zusammenarbeit unserer beider Staaten ist durch Freundschaft und Vertrauen geprägt, das auf gemeinsamen Werten fußt", so Merkel am Montag. "Dazu gehört die Überzeugung, dass Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und ein Wirtschaftswachstum, das allen Bevölkerungsschichten zu Gute kommt, für eine nachhaltige Entwicklung unabdingbar sind", so die Bundeskanzlerin weiter.

"Ich bin sicher, dass wir auf dieser Grundlage unsere Beziehungen weiter vertiefen werden. Insbesondere wünsche ich Ihnen und Ihrem Land, dass der Friedensprozess auf Mindanao bald in eine dauerhafte Friedensregelung münden möge."

Das philippinische Parlament hatte Duterte zuvor förmlich zum künftigen Präsidenten erklärt. Der 71-Jährige hatte selbst nicht an der Zeremonie teilgenommen. Duterte, der die Präsidentschaftswahl am 9. Mai klar gewonnen hatte, hatte unter anderem angekündigt, die Todesstrafe wieder einzuführen und Zehntausende Kriminelle zu töten.

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6 Kommentare

  1. Die offiziellen Bürozeiten interessieren ihn nicht. Er wird von mittags bis Mitternacht arbeiten. Und nicht in der Hauptstadt wohnen, weil er sein Bett und seine Dusche schätzt:

    http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-05-30/philippines-duterte-to-begin-work-at-1-p-m-commute-to-manila

    Derweil schießt die Polizei Drogendealer ab und läßt Leute, die nach 10 auf der Straße saufen, 40 Liegestütze machen – sonst Knast:

    https://sg.news.yahoo.com/philippine-police-kill-three-more-drug-suspects-071613585.html?nhp=1

  2. Für mich ist Duterte ein Diktator, dem es nicht gelingen wird die wenigen Großfamilien der Philippinen, die dort das Sagen haben(hatten?) auszulöschen. Klar der arme Mann auf der Strße haßt die Großfasmilien, ob aber Duterte die Persönlichkeit mitbringt, dort etwas zu verbessern, wage ich zu bezweifeln.

    1. @inga, wer redet denn von Grossfamilien auszuloeschen?

      Wer seine pol. Zukunft so hoffnungslos sieht, sollte besser in Europa bleiben, oder zumindest seine Verhaltensmuster bis dato dort deponieren.                                             Es reicht als Ansatz schon, wenn er gewissen unantastbaren Leuten die Grenzen aufzeigt, bzw. sie in die Schranken verweist.

       

       

  3. Wer die Philippinen und seine Bevölkerung kennt, kann die Wahl dieses Präsidenten durchaus verstehen. Geht mal nachts allein als Langnase durch Manila. Wenn man da noch heil nach Hause kommst hat man nur Glück gehabt. Was die aufständischen Muslime im Süden anbelangt, so ist dies der Vorbote von religösen Kämpfen zwischen Christen und Muslimen. Da die Philippinen ein christliches Land sind, ist es naturgegeben ein Staatsverständnis daß die Muslime bekämpft werden. Im Gegensatz zu uns, wir haben keine Ahnung davon, wie asiatischen Länder ticken und meinen wie immer ihnen unser westliches Demokratieverständnis aufzudrücken und sind selbst nicht mal in der Lage, die schleichende Invasion der Orientalen zu verhindern. Hoffentlich kriegen wir nicht irgenwann einmal die gleichen Konflikte, wie sie derzeit auf den Philippinen stattfinden. Nebenbei: Der oberste Türke feiert ja gerade die Eroberung des ehemals christlichen Konstantinopels. Mal sehen wann sie die nächste Feier für Europa ansetzen können.

  4. "… die Todesstrafe wieder einzuführen und Zehntausende Kriminelle zu töten…."

    … und zusammen mit anderen auf Geheiß der USA China das Leben schwermachen, was?

  5. Merkel macht wieder Urlaub -kein Kontinent ist ihr fremd. Gibt es eigentlich noch was Schöneres als das ganze Jahr nur herum zureisen und die üblichen eh vorgegebenen Reden auf rote Teppiche zuhalten ? !

    Aber im eigenen Land nicht in der Lage ist, Chaos zu beenden.

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