Lauschangriff in den USA: Versteckte Mikrophone an öffentlichen Plätzen

Vollkommen verfassungswidrig hat das FBI in Oakland ohne richterlichen Beschluss Mikrophone an öffentlichen Plätzen angebracht, um so Kriminelle zu entlarven. Dies zeigt, wie weit der US-Staat geht.

Von Marco Maier

Wie der US-Sender CBS berichtet, haben FBI-Agenten von März 2010 bis Januar 2011 in der kalifornischen Stadt Oakland mehrere Mikrophone in der Öffentlichkeit angebracht, weil sie so angeblich verbotene Preisabsprachen zwischen Immobilienmogulen aufdecken wollten. Dabei haben sie jedoch auch unzählige Privatgespräche von anderen Menschen mit abgehört.

Jeff Harp, ein Sicherheitsanalyst von KPIX 5 News und ehemaliger FBI-Agent sagte: "Sie platzierten Mikrophone unter Steinen, sie platzierten Mikrophone in Bäumen, sie pflanzten Mikrophone in Geräte. Ich meine, da sind Mikrophone, die an Plätzen angebracht wurden, wo sie die Menschen gar nicht vermuten würden. Aber das ist ja die Absicht!"

Es zeigt sich immer wieder, wie sehr die USA zu einem totalen Polizei- und Überwachungsstaat avancieren. Bürgerliche Freiheits- und Grundrechte werden immer weiter eingeschränkt und selbst die verfassungsmäßigen Rechte spielen kaum mehr eine Rolle. Und nun fragt man sich, ob diese illegale Abhöraktion nur ein Einzelfall war, oder ob so etwas inzwischen schon zur alltäglichen Praxis zählt. Allerdings ist anzunehmen, dass es sich hierbei um eine mehrfach angewendete Maßnahme handelt die nur deshalb aufflog, weil die daraus erhaltenen Daten auch in einem Gerichtsprozess zur Anwendung kamen.

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2 Kommentare

  1. In der BRD macht man das uebrigens mit den phasengesteuerten Radaranlagen. Diese sind mittlerweile flächendeckend installiert worden.

    Gut zu erkennen an den zwei Antennen, die wiederum ca 48 Einzelantennen haben.

    Nicht zu verwechsels mit dem Behoerdenfunk Bos odrr auch dem Deltafunksystem.

    Guckt Euch die Antennen an und fragt bei den Bauaemtern oder Versorgern nach den Betreibern.

    Diese Anlagen werden uebrigens ohne Genehmigung drr Bauaemter aufgestellt.

    Messgeräte furr die Frequenbereiche gibt es auch nicht zu kaufen, damit man gar nicht auf die Idee kommt die Antennen zu suchen.

    Wen es dennoch interessiert, der sollte mal mit Autobahnrastplaetzen, Kreuzungen, ehemaligen Telekomgebaeuden mit der Suche beginnen. Praktischerweise hat der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission eine Firma fuer getarnte Antennen.

    Die Who erkennt ihn als Fachmann nicht an. Das koennte daran liegen, dass der Hoechstwert in der BRD einige tausendfach hoeher ist als in anderen Laendern wie S, NL, IT,

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