Grüne: Bundesregierung soll gegen Glyphosat stimmen

Nachdem erst im April das EU-Parlament eine Zulassung von Glyphosat für weitere sieben Jahre erlaubte, fordern die Grünen die Bundesregierung dazu auf, im EU-Agrarausschuss dagegen zu stimmen. Doch diese ist sich uneinig.

Von Redaktion/dts

Der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling hat die deutsche Bundesregierung aufgefordert, in der entscheidenden Sitzung des EU-Agrarausschusses für ein Verbot des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat zu stimmen. "Eine Enthaltung reicht nicht. Nur, wenn Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden für ein Verbot stimmt, kommt das Unkrautgift vom Feld", sagte Häusling der "Berliner Zeitung".

Die Vertreter der Mitgliedstaaten wollen diese Woche über ein Verbot des Unkrautvernichters Glyphosat entscheiden. Vor allem Schweden und Frankreich setzen sich für ein Verbot ein. Erst im April hatte sich das EU-Parlament für eine Zulassung des Monsanto-Gifts für weitere sieben Jahre ausgesprochen.

Eine mit Krebs befasste Arbeitsgruppe der Weltgesundheitsorganisation WHO hatte im Vorjahr festgestellt, dass Glyphosat in hohen Dosen krebserregend ist, eine andere Arbeitsgruppe der WHO hatte ebenso wie die EU-Behörde Efsa in ihren Studien keinen Anlass für diese Annahme gesehen.

Die Große Koalition in Berlin ist uneins über ihre Haltung. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Mittel auf dem Markt halten. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte einen im Vormonat erzielten Kompromiss aufgekündigt und spricht sich gegen Glyphosat aus.

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Der Grünen-Agrarpolitiker Häusling setzte sich vehement für ein Verbot des Pflanzengifts ein. "Glyphosat muss vom Acker", sagte er und fügte hinzu: "Es geht um einen massiven Verlust der Biodiversität." Hinter dem Streit um eine weitere Zulassung für Glyphosat steht für Häusling ein grundsätzlicheres Problem. "Es geht um die Frage, welche Landwirtschaft wir in Europa wollen: große Agrarkonzerne oder familiär geprägte Betriebe", erklärte Häusling. Es sei nämlich nicht so, dass es keine Alternativen gibt. "Die EU-Kommission hat sie nur nicht geprüft", klagte Häusling. Häusling betreibt im Hessischen einen Biohof. Seine Alternative für Glyphosat: "Umpflügen und mechanische Bearbeitung", erläuterte Häusling.

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Ein Kommentar

  1. Ab sofort erhält jedes Mitglied des EU Parlamentes, der EU Kommssion, des EU Rates, des Bundestages, der Landtage jeden Tag eine Dosis von 500ml Glyphosat und der Additive, daß vor Zeugen oral einzunehmen ist.

    Die Vermutung liegt, nahe, daß das komplett unbedenkliche Produkt bald eine biologische Lösung herbeiführen würde.

    Sollten einige der Abgeordneten die Prozedur gut überstehen würde dann die rektale Frackingkampagne beginnen. 500 Liter Wasser, Sand, Chemikaliengemisch mit 5000bar rektal vor Zeugen. Es wird nicht nur die Neugier sein, die die Abgeordneten zum Platzen bringen werden.

    Der Flowback aus den Gedärmen wird dann unter die übrigens Parteibuchträgern zur Einnahme verteilt.

    Anschließend sollten die Bevölkerung in einem Volksentscheid darüber entscheiden, ob man Mutter Erde beide Dinge zumuten sollte.

     

     

    Nicht vergessen, man kann es trinken laut dem Chef Lobbyisten von Monsanto – wäre jedoch ein Idiot es zu tun laut dem Cheflobbyisten.

    https://www.youtube.com/watch?v=ovKw6YjqSfM

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