EU-Spitzen verzichten bis vorerst auf Reisen nach Großbritannien

Bei den Brüsseler Eurokraten geht die Angst um, bei Besuchen in Großbritannien Wasser auf die Mühlen der Brexit-Befürworter zu schütten. Die Briten stimmen Ende Juni über den Verbleib in der EU ab.

Von Redaktion/dts

Die Spitzen aller drei EU-Institutionen wollen bis zur Volksabstimmung der Briten über einen Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union am 23. Juni nicht mehr nach Großbritannien reisen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Umfeld der jeweiligen Präsidenten. EU-Ratspräsident Donald Tusk, der Chef der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, verzichten demnach bewusst darauf, vor Ort die Pro-Europäer zu unterstützen, um keine Angriffsflächen für die britischen EU-Gegner zu bilden.

Außerdem seien die EU-Institutionen "nicht Teil der britischen Referendums-Kampagne", hieß es in Brüssel. Die 27 EU-Kommissare können sich dagegen auch in den kommenden knapp sechs Wochen bis zur Abstimmung in Großbritannien aufhalten, falls dies dienstlich notwendig ist, berichtet die "Welt am Sonntag" weiter. Allerdings werden sie dabei nur über Themen sprechen, die in ihren unmittelbaren Arbeitsbereich fallen, verlautete aus Kommissionskreisen.

Der EU-Abgeordnete David McAllister (CDU) warnte unterdessen die europäische Politik davor, im anstehenden Wahlkampf zu forsch aufzutreten: "Wenn man sich in die britische Debatte einschaltet, ist ganz entscheidend, nicht belehrend und ohne erhobenen Zeigefinger aufzutreten. Vielmehr sollte man deutlich machen, wie wichtig ein Verbleib des Vereinigten Königreichs für das Land selbst und alle allen 27 Mitgliedstaaten ist und wie sehr wir das Land als starken und aktiven Partner in der EU schätzen."

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4 Kommentare

  1. Für Risiken und Nebenwirkungen…….dürfte nach dem Austritt von GB der umworbendste und hofierteste Staat in dieser 'EU' werden, dem sämtliche geforderten Zugeständnis von dieser 'EU' freiwillig für einem Wiedereintritt angeboten werden, von denen bei einem Nichtaustritt aus dieser 'EU' die Engländer bisher nur träumen konnten. Was will man mehr?

     

  2. Es ist der EU-FASCHISMUS; WELCHER die Menschen plagt.

    EU-Faschismus aus Überheblichkeit dieser EU-Direktoren. Keine Demokratie!

  3. LOL. Diese Idioten in Brüssel wissen genau, was es geschlagen hat. Lassen ihre saudummen Gfrießer nicht mehr in England blicken weil ihnen klar ist, dass sie für die meisten ihrer "Untertanen" höchstens ein Brechmittel sind.
    Verlogene, falsche, dumme und korrupte Parasiten!

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