Wer weder lesen noch schreiben oder rechnen kann, hat selbst in den Billiglohnländern kaum eine Chance. Eine Gesellschaft die dumm gehalten wird, produziert Armut, Kriege und Wirtschaftsmigranten.

Von Marco Maier

Wenn die Europäer wirklich jene Migrantenströme versiegen lassen will, die sich insbesondere aus den armen Ländern Afrikas und Asiens in den Kontinent ergießen, dann braucht es mehr als Mauern und eine rudimentäre Entwicklungshilfe. Vielmehr muss man an einem besonders nachhaltigen Punkt ansetzen, der auch langfristig Erfolg zeigen kann: Bildung.

Denn eine Gesellschaft, in der ein erheblicher Teil der Bevölkerung weder lesen noch schreiben oder rechnen kann, hat kaum eine Chance auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Zudem wächst mit dem Bildungsgrad der Bevölkerung auch der Wunsch nach einer politischen Teilhabe, wie die vielen politischen Veränderungen in einigen asiatischen Staaten es vorzeigen. Die dumm gehaltenen Menschen in den arabischen und afrikanischen Staaten hingegen fügen sich mehr oder weniger ihren Diktatoren und Despoten – oder engagieren sich für oppositionelle Aspiranten auf den Diktatorenposten.

Es ist nämlich völlig sinnlos, Unsummen in Hilfsprojekte in solchen Ländern zu stecken, wenn man nicht gleichzeitig auch dafür sorgt, dass der Bildungsgrad der Menschen dort steigt. Was nützt all das technische Gerät, wenn es dort niemanden gibt der diese Maschinen und Geräte ordentlich instandhalten und reparieren, sowie im Idealfall auch Ersatzteile selbst herstellen kann? Und wer sieht, wie einem die gebratenen Hähnchen quasi in den Mund gesteckt werden, der wird selbst kaum mehr etwas für die selbstständige Deckung der eigenen Bedürfnisse machen. Wozu auch?

Ein Blick nach Asien zeigt, dass mit dem steigenden Bildungsgrad auch eine deutliche Reduktion des Bevölkerungswachstums einhergeht. In den arabischen Ländern und in Afrika hingegen sind die Wachstumsraten der Bevölkerung nach wie vor extrem hoch. Die entsprechend logische Folge: Verteilungskämpfe, weil das Wirtschaftswachstum nicht wirklich mithalten kann. Aber wie sollte es das auch, wenn es keine breite gebildete Schicht gibt, die Unternehmen gründet und den Mitbürgern Arbeit verschafft – und es zu wenige ausreichend gebildete Menschen dort gibt, die auch entsprechende Jobs annehmen kann?

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Es zeigt sich immer deutlicher, dass der Schlüssel zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg vor allem in der Bildung liegt – in der Bildung möglichst breiter Bevölkerungsschichten in den armen Ländern. Denn somit lässt sich auch die Abhängigkeit von Rohstoffen (ob nun aus der Erde oder von der Landwirtschaft) in vielen dieser Länder reduzieren, eine fuktionierende Wirtschaft aufbauen und die Macht der Diktatoren zumindest eindämmen.

Wenn man also die Flüchtlingsströme versiegen lassen will, muss man zuerst dort ansetzen, wo sich auch langfristig wirkliche Erfolge erzielen lassen: In der Bildung der Menschen. Je mehr Menschen in den armen Ländern eine ordentliche Schulbildung erhalten, umso eher lässt sich das globale Problem der Überbevölkerung, der Ressourcenkriege und der Wirtschaftsmigration bekämpfen.

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13 thoughts on “Entwicklungsländer: Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg”

  1. Unkontrolliertes Bevölkerungswachstum sorgt halt für Probleme. Wie soll man da mit Infrastruktur & Co. nachkommen, wenn ne Frau im Schnitt 5-6 Kinder wirft…

    Genau durch sowas haben es Länder wie zb. Nigeria ziemlich schwer vorwärts zu kommen – obwohl das Potential ja da ist, um ein Staat des Wohlstandes draus zu machen

    1.  Seh ich auch so ,Edward . Und dann stellt sich noch die Frage , ob die überhaupt gebildet sein WOLLEN. Dazu kommt noch die angeborene Faulheit dieser Brut.  Ich seh da SCHWARZ.

  2. Das ist zu einfach gedacht, Bildung alleine reicht eben nicht um ein Land erfolgreich zu machen. Dazu gehört auch Kreativität b.z.w. kreative Freiheiten.

  3. Ganz sicher ist Breitenbildung ein ganz wichtiger Faktor. Jedoch was nützt eine gute Ausbildung, wenn gerade die Bestausgebildetsten in Entwicklungs- und Schwellenländern anstreben, in den Westen, vor allem in die angelsächsischen Staaten, auszuwandern oder aber sie bleiben zwar in der Heimat, sehen in dieser aber in ihrer Gesamtheit von Land, Rohstoffen und Menschen nicht mehr als ein Sammelsurium von Ressourcen, die es zum Nutzen des eigenen Clans auszuplündern gilt. Wie man das anstellt, hat man oft zuvor an Elite-Hochschulen des Westens gelernt und nach der Graduierung sind dann reichlich "Experten" aus den USA und Europa vor Ort, die behilflich sind,die Machposition einheimischer Eliten zu sichern und ihre Beute ins Ausland zu schaffen. Solange solche Strukturen nicht aufgebrochen werden, wird Bildung allein nicht viel bewirken.

  4. Bildung schützt nicht vor Kriminalität.

    Der Begriff Bildung ist mittlerweile völlig abgewetzt.Eine Phrase.

    Wie wir am Raubtier-Kapitalismus sehen schützt uns Bildung nicht vor Ausbeutung.

    Es ist sogar eine neue Form der Unterdrückung geworden.

    Bei wirklich Intelligenten Menschen zieht das Wort 'Bildung' schon lange nicht mehr.

  5. Alle Initiativen werden nur dann eine Chance haben erfolgreich zu sein, wenn man bereit ist Realitäten linksideologiefrei zur Kenntnis zu nehmen. Eine Realität besteht darin, daß nicht alle bildungsfähig sind und die haben nur dann eine Chance auf ein anständiges Leben, wenn die diesbezüglich Leistungsfähigeren entsprechend gefördert werden. Die linke Methode überall die Qualität abzusenken, damit alle gleich sein können führt geradewegs in die Armuts- und wie man in Afrika sieht sogar in die Hungergesellschaft. Da hilft auch alles Geschrei nach der Umverteilung nichts. Wenn der Umverteilungserlös aufgebraucht ist steht man wieder dort wo man angefangen hat.

  6. Ich kann den Begriff „Entwicklungsländer“ (vor allem in Afrika) nicht mehr hören! Obwohl sie in den letzten 50-60 Jahren Spenden/Entwicklungshilfen/Förderungen (und Kredite die man ihnen immer wieder erlassen hat) ohne Ende bekommen haben, hat sich bei denen gar nichts entwickelt, bis auf deren Bevölkerungsexplosion, die jetzt über`s Mittelmeer in Europa einfällt!

  7. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg

    —–

    Na dann mal fröhliches 'Bilden' bei einem Durchschnitts IQ zwischen 64 (Äquatorialafrika) und 74 (Subsahara).Was bei hochintelligenten Nordostasiaten ein Erfolgsrezept war ist bei Afrikanern und Moslem-Staaten von vornherein zum Scheitern verurteilt.

    Arab Human Development Report – Die katastrophale Lage der islamischen Nationen

    Die Wissensfeindlichkeit ist messbar: In den siebziger Jahren übersetzte die gesamte arabische Welt nur ein Fünftel so viele Bücher wie das kleine Griechenland. In den achtziger Jahren wurden, auf eine Million Menschen gerechnet, innerhalb von fünf Jahren nur 4,4 Bücher übersetzt. In Ungarn waren es 519, in Spanien 920. Derzeit fallen laut Buchmarktstatistiken der Frankfurter Buchmesse auf den arabischen Raum nur 0,4 Prozent der Lizenzvergaben deutschsprachiger Titel.

    Auch die eigene Wissensproduktion ist gering. Während die USA im Jahr 1991 mehr als 100  000 Neuerscheinungen herausbrachten, kam der arabische Buchmarkt mit 6500 Editionen aus. Beispiel Tunesien: 10 Millionen Einwohner, 26,8 Prozent Analphabeten. 2003 wurden 1383 Bücher produziert, der Löwenanteil davon waren Kinder- und Schulbücher. Zwischen 2004 und 2008 wurde kein einziger deutschsprachiger Titel in Lizenz übersetzt. In der marokkanischen Nationalbibliografie wurden zwischen 2007 und 2009 nur 172 neue Titel angezeigt. In Jordanien existieren nur unzuverlässige Statistiken über die Buchwelt. In Ägypten wurden 2008 vier deutschsprachige Bücher in Lizenz übersetzt. Die Buchimporte sanken. Selbst religiöse Literatur, die den Löwenanteil der Produktion ausmacht, ist nicht systematisch verfügbar. In der Bibliothek der Universität von Katar, der Hochschule des Gelehrten Al-Qaradawi, kann nur ein einziges seiner Werke ausgeliehen werden. 

    «Es gibt keine Hoffnung», sagt der Entwicklungsexperte Abdul Aziz Al-Muqaleh, «wo der Analphabetismus nahezu jeden ernsthaften Versuch zerstört, aus dem Tunnel der Entfremdung von der modernen Epoche zu entkommen.»

    http://www.arab-hdr.org/publications/other/ahdr/ahdr2002e.pdf

     

    1. Das sind eben die Realitäten die zuerst erhoben und akzeptiert werden müssen will man Probleme lösen. Die dümmliche Politik ist weit entfernt von einer derartig pragmatischen Vorgangsweise. Armut und gesellschaftliche Verwerfungen sind der beste Nährboden für die Machtpolitik der linken Ideologien. Im übrigen bin ich froh, daß sie uns wieder ihr Archiv zur Verfügung stellen und bedanke mich.

  8. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Richtig, aber auch der Schlüssel für den Machtverlust der Eliten. Und darum weiss kaum keiner von uns, was Bildung eigentlich ist. Was wir kennen, ist Ausbildung. Ausbildung, damit wir Jobs ausüben können, aber keine Denkfähigkeit, um zu verstehen.

  9. Das haben die Muslime uns voraus : Keine Bildung, also folgen die Menschen dem dummen Gelaber von z.B. einem Mullah. Noch vor 1000 Jahren waren die Moslems führend in den Wissenschaften überhaupt und schaut, was jetzt durch den "Glauben" daraus geworden ist!

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