In Libyen wurde der Bau des größten von Menschenhand geschaffenen Flusses von den Massenmedien aus irgendeinem Grunde nicht besonders aufmerksam betrachtet, ungeachtet dessen, dass dieser Bau im Guinnessbuch der Rekorde seit 2008 als größtes Bewässerungsprojekt der Welt anerkannt wurde.

Von Thomas Roth

Die Wasser-Pipeline in Libyen.
Die Wasser-Pipeline in Libyen.
Aber es sind nicht die Maßstäbe des Baus des Jahrhunderts die hier wichtig sind. Das Ziel ist hier viel wichtiger. Wenn nämlich der libysche von Menschenhand geschaffene Fluss eines Tages zu Ende gebaut sein wird, dann wird er Afrika aus einer Wüste in einen fruchtbaren Kontinent verwandeln, in einen solchen, wie Eurasien oder Amerika. Jedoch das Ganze hat einen Haken. Und der besteht – wie sehr oft – auch dieses Mal in dem kleinen Wörtchen "wenn"…

Wasser an Stelle des Erdöles

Im Jahr 1953 haben die Libyer, als sie versuchten, im Süden des Landes Erdölquellen zu finden, Wasser entdeckt: riesenhafte unterirdische Behältnisse, die die Oasen speisen. Und einige Jahrzehnte später haben die Bewohner Libyens verstanden, dass sie in ihren Händen einen viel größeren Schatz halten, als es das schwarze Gold gewesen wäre. Afrika ist seit Ewigkeiten ein unter der Dürre leidender Kontinent mit einer dürftigen Vegetation und hat jetzt – buchstäblich unter den Beinen – ungefähr 35.000 Kubikkilometer artesischen Wassers.

Mit soviel Wasser ist es – zum Beispiel – möglich, das Territorium Deutschlands (357.168 Quadratkilometer) vollständig zu überschwemmen und die Tiefe dieses Wasserbeckens würde ungefähr 100 Meter betragen. Wenn dieses Wasser auf der Oberfläche verwendet würde, wird es Afrika in einen blühenden Garten verwandeln!

Und genau so eine Idee hatte der libysche Führer Muammar al-Gaddafi gesucht, denn noch ist das Territorium Libyens zu mehr als 95 Prozent Wüste. Unter dem Patronat Gaddafis wurde dann das Projekt dieses komplizierten Netzes von Rohrleitungen entwickelt, welches das Wasser aus dem Nubischen Sandstein Aquifer in die dürren Bezirke des Landes liefern würde. Mit dem Begriff Nubischer Sandstein-Aquifer wird ein großes unterirdisches Wasserreservoir mit fossilem Grundwasser in der Nubischen Wüste bezeichnet. Mit einem Volumen von ca. 373.000 km³ (dies entspricht ca. 10 Prozent des Volumen des Mittelmeeres; die Schätzungen über das Speichervolumen variieren beträchtlich) handelt sich dabei um einen der größten bekannten Grundwasserleiter der Welt.

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Für die Realisierung dieses grandiosen Planes sind Fachleute mit hochmodernen Technologien aus Südkorea nach Libyen gekommen. In der Stadt El-Burajka wurde ein Betrieb zur Herstellung der Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von vier Metern aus dem Boden gestampft. Am 28. August 1984 war Muammar al-Gaddafi beim Baubeginn des Werkes persönlich anwesend.

Das achte Weltwunder

"Der größte von Menschenhand geschaffene Fluss" wird das größte Bewässerungssystem der Welt nicht ohne Grund genannt. Einige halten es für den größten ingenieurmäßigen Bau auf dem Planeten überhaupt. Gaddafi nannte das Werk das achte Weltwunder. Das Great-Man-Made-River-Projekt (GMMRP oder GMMR, dt. Großes Menschengemachtes Fluss-Projekt) in Libyen war das weltweit größte Trinkwasser-Pipeline-Projekt für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft.

Karte des GMMRP auf einer libyschen 20-Dinar-Note. Bild: Victor Korniyenko CC-BY-SA 3.0
Karte des GMMRP auf einer libyschen 20-Dinar-Note. Bild: Victor Korniyenko CC-BY-SA 3.0
In den vier Meter hohen Rohren wurde fossiles Grundwasser aus tief liegenden Speichergesteinen des Nubischen Sandstein-Aquifer, dem Kufra-Becken, Sirt-Becken, Murzuk-Becken, Hamadah-Becken und Jufrah-Becken der Wüste Sahara in Richtung der libyschen Mittelmeerküste geleitet und versorgte bereits seit einigen Jahren die Großstädte Tripolis (seit 1996), Benghasi, Sirte, Garjan sowie die gesamte Küstenregion mit Wasser. Die Pipeline verläuft parallel zu großen Teilen der Küste Libyens und transportiert täglich mehr als 6 Mio. m³ Trinkwasser. Jetzt umfasst dieses Netz 1.300 Eruptivförderstellen aus einer Tiefe von 500 Metern, 4.000 Kilometer unterirdisch verlegter Betonrohre, das System der Pumpstationen, die Behälter-Aufbewahrungsorte, die Kontrollzentren und die Verwaltungszentren.

Im Folgenden beabsichtigten die Libyer 130.000-150.000 Hektar der Wüstenerde zu bewässern und außerdem, zusätzlich zu Libyen in dieses System, auch noch andere afrikanische Länder aufzunehmen. Schließlich hätte Afrika nicht nur aufgehört, ein ewig hungernder Kontinent zu sein. Es hätte sogar selbst begonnen, die Gerste, den Hafer, den Weizen und den Mais zu exportieren. Die Vollendung des Projektes war in 25 Jahren geplant. Die Wasser- und die damit verbundene Lebensqualität hätten sich dort erheblich verbessert.

Die Vertreibung aus dem Paradies

Am Anfang 2011 begann in Libyen der Bürgerkrieg und am 20. Oktober wurde Muammar al-Gaddafi mit den Händen einiger spezieller Aufständischer (Schüsse in Kopf und Bauch) umgebracht. Unter anderem gibt es die Meinung, dass einer der wahren Gründe für die Ermordung des libyschen Führers gerade sein großer von Menschenhand geschaffener Fluss wurde.

Erstens liefert eine Reihe der großen Mächte Lebensmittel an die afrikanischen Ländern. Natürlich ist für sie die Umwandlung Afrikas von einem Konsumenten in einen Produzenten ganz unvorteilhaft.
Zweitens wird wegen der Größe der Bevölkerung auf dem Planeten das Frischwasser mit jedem Jahr eine immer wertvollere Ressource. Schon jetzt entsteht ein Mangel an Trinkwasser sogar in vielen europäischen Staaten. Und hier zeigte sich in den Händen der Libyer eine Quelle, die, nach den Schätzungen der Fachkräfte, die nächsten vier bis fünf Jahrtausende ausreichen würde.

Einmal hat auf der Einweihungsfeier eines der Teilstücke des Baues des Großen von Menschenhand geschaffenen Flusses Muammar al-Gaddafi erklärt: "Jetzt, nach dieser Errungenschaft, werden die USA die Drohungen gegen Libyen verdoppeln. Die Amerikaner werden alles machen, um unser Werk zu verderben und das Volk Libyens weiter unterdrückt zu halten".

Übrigens waren an dieser Feier die Chefs vieler afrikanischer Staaten anwesend. Die Führer des Schwarzen Kontinentes haben die Initiative Gaddafis unterstützt. Unter ihnen war auch der ägyptische Präsident Hosni Mubarak. Mubarak haben sie auch von seinem Posten – infolge der in Ägypten plötzlich aufflammenden Revolution – entfernt. Ist das nicht ein seltsames Zusammentreffen?

Ich finde es jedenfalls unglaublich, dass in dem Moment als sich in den libyschen Konflikt die Kräfte der NATO einmischten (mit der Weltkulturnation Frankreich in der Führungsrolle), mit dem Ziel "des Schutzes der friedlichen Bevölkerung", ihre Luftflotte Schläge gerade auf die Abschnitte des Großen Flusses geführt hat und auf die Pumpstationen. Als Krönung wurde der Betonrohre herstellenden Betrieb zerstört. Warum? "Schutz der Bevölkerung?" Was hat das damit zu tun? (Auch die 30.000 Toten und 50.000 Verwundeten passen nicht zu dem Motto.)

Ich will auch nicht auf die illegalen SMS der Präsidentschaftskandidatin Clinton eingehen. Was machte die US-Außenministerin und Kriegsverbrecherin Hillary Clinton als sie die Nachricht bekam, die NATO und ihre Freunde der Al-Qaida hätten Gaddafi getötet? Typisch für eine Psychophatin, die gerade ein Interview mit einer Medienhure machte, lachte sie über seinen Tod und sagte: "Wir kamen, wir sahen, er starb!"

Es gibt auch Leute, die halten Gadaffis Idee, eine afrikanische Goldwährung zu schaffen, für sein Todesurteil. Solche Vorhaben bedürfen der allerstrengsten Geheimhaltung, sonst weckt man die transatlantischen Verbrecher. Russland und China sind da deutlich vorsichtiger. Abschließend kann man aber mit großer Wahrscheinlichkeit vermuten, dass es heute nach den Kämpfen um das Erdöl auch zu möglichen anderen Kriegen – um das Wasser – kommt. Und Gaddafi wurde möglicherweise das erste Opfer dieses Krieges neuen Typus.

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14 thoughts on “Das Geheimnis des Flusses von Gaddafi”

  1. 50.000 Tonnen Getreide sind es monatlich, was Europa nach Nordafrika auf eignen Kosten liefert und einige Bankster daran gut  verdienen, dass die  Bevölkerung nicht verhungern muss.

    Wäre zu untersduchen, welche sind das?

    1. Lybien war eines der wenigen Länder, die nicht bis über beide Ohren verschuldet waren, sondern pro Kopf ein Auslandsvermögen von über 30.000 US$ hatte! Die UN haben Gaddafi zum Abschuß freigegeben. Mir graust vor der korrupten Welt in der wir leben, und uns Sicherheit vorgegaukelt wird. google weiß noch mehr Länder, die nicht dem Rothschild Schuldensystem unterliegen!

      Werden aber immer weniger…

      1. Letztlich ausschlaggebend war die Drohung, Investitionen aus Frankreich abzuziehen, zu einer Zeit, als Frankreich in eine Rezession abrutschte. Sarkozy mußte nicht lange in den USA nachfragen, wie man Gaddafi beseitigen könnte, und so war es um ihn geschehen! Den USA war es sehr gelegen, weiter in der arabischen Welt zu zündeln, und dabei sogar noch Frankreich an seiner Seite zu haben!

  2. Wir sollten unsere eigene Geschicht besser hinterfragen.

    Warum wurde so viel Schmutz über Hitler ausgekippt:  Er befreite Deutschland aus dem Würgegriff der Finanzjuden. Deutschland brauchte keinen Krieg. Es brauchte nur einige Jahre freie Entwicklung und das Finazjudentum wäre zusammengebrochen. Die bolschwikischen Juden und die Finanzjuden waren sich einig, dies  musste auf alle Fälle verhindert werden. Sowohl die bolschwikischen Juden, als auch die Finanzjuden wollen die Welzherrschaft. Da wäre ein aufblühendes Deutsches Reich im Weg. 

    Die Juden wollen nicht Wohlstand, sondern Knechtschaft. Das Deutsche Reich wäre Wohlstand, aber eben ohne die blutsaugenden Weltjuden.

    Bitte lesen Suworow Der verhinderte Erstschlag

  3. "… aus irgendeinem Grunde nicht besonders aufmerksam betrachtet..."

    Aus irgendeinem Grund? Das ist einer der Gründe:

    Wenn dieses Wasser auf der Oberfläche verwendet würde, wird es Afrika in einen blühenden Garten verwandeln!

    Afrika wäre unabhängig vom Westen geworden, hätte ihn sogar mit Agrarprodukten beliefern können. Da musste Rothschilds Privatarmee, die US-geführte NATO "helfen".

    Den Kampf ums Wasser gibt es vor allem deshalb, weil das Wasser – das Oberfächenwasser und das Wasser, das relativ nahe an der Erdoberfläche liegt – gezielt kontaminiert wird (z. B. auch durch Fracking) und gleichzeitig Vorkommen privatisiert werden.

    Leider muss man sogar davon aussgehen, dass die Machtelite selbst das "primary water" zerstören würde, wenn es ihren Zielen nützt: http://stopesm.blogspot.com/2015/06/es-gibt-keine-wasserknappheit-in.html

     

  4. Diese Tatsache ist schon länger bekannt. Eine Brut satanischer Wesen lenkt die USA und auch England, auch das ist bekannt. Und jene westlichern Verräter in Europa, die die USA als "unsere Freunde" bezeichnen, sind ebenso auf diesem satanischem, die Erde unterwerfendem Trip. Und dieses ist nur möglich, weil es Menschen gibt, die sich für nichts interessieren und diese Kräfte im Dunklen ihre Vorhaben vollenden lassen. In einer normalen Gesellschaft in Europa gäbe es bei Bekanntwerden dieser Schandtaten schwerste Ausschreitungen auf der Strasse gegen die USA und England. Daran erkennt man das Gefängnis, in dem das europäische Kollektiv eingesperrt ist und welch kümmerliche Lebensziele sie verfolgen! Wann wird das verlogene Bild der Anglosachsen, das sie als unsere Freunde abbildet, durch reale Fotos von diesen schwerstkiminellen Staaten ersetzt???? Es sind Bilder widerwärtigster Propaganda, die einen Goebbels im Lügenranking auf eine der letzten Ränge verweisen!!!!!

    1. Gaddafi beging mehrere "Fehler", die versuchte Gründung einer afrikanischen (von Rothschild-Banken unabhängigen) Zentralbank, auch einer afrikanischen Investitionsbank gehörte zu diesen tödlichen "Fehlern". Zudem war er im Begriff, sein Öl für Euro zu verkaufen .  Allein diese Vorhaben hat bislang noch kein Volk und kein Staatsführer überlebt.

  5. Ein weiterer Grund für sein Todesurteil dürfte seine Rede vor der arabischen Liga gewesen sein… mal bei Youtube eingeben…

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