In Zypern versuchen die beiden Volksgruppen der Griechen und Türken eine Lösung für den Konflikt auf der geteilten Insel zu finden. Ziel ist es, eine baldige Wiedervereinigung zustande zu bringen.

Von Redaktion/dts

Der Präsident der Republik Zypern, Nikos Anastasiadis, und der Präsident der nur von der Türkei als Staat anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinici, rechnen mit einer umfassenden Einigung in den Friedensgesprächen für die geteilte Insel noch im laufenden Jahr. In den vergangenen Monaten seien entscheidende Fortschritte erzielt worden, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Es blieben zwar weiterhin Schwierigkeiten und Differenzen, man sei jedoch entschlossen, die noch offenen Fragen zu lösen. Das Ziel sei es, eine gemeinsame Lösung zu finden, die die Interessen und Rechte aller in einem vereinten Zypern berücksichtige.

Infolge eines Putsches der Nationalgarde im Jahr 1974, welche von der griechischen Junta unterstützt wurde, da die Putschisten eine Angliederung der Insel an Griechenland anstrebten, intervenierte die Türkei als Schutzmacht der türkischen Inselbewohner und besetzte den Norden des Landes, nachdem es zu Pogromen und ethnischen Säuberungen durch die griechische Mehrheitsbevölkerung kam. Seitdem gab es immer wieder Versuche, mittels Friedensgesprächen eine Wiedervereinigung herbeizuführen. Seit 2008 ist auch ein Grenzübergang in der Altstadt von Nikosia offen. Die derzeitigen Führer der Republik Zypern und Nordzyperns bekundeten mehrfach, eine Einigung anzustreben.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here