Warum die Herren vor einem britischen Austritt aus der Europäischen Union warnen, ist wohl klar. Diese Herrschaften haben Angst vor dem Schrumpfen des eigenen Wohlstands. Sie nennen fadenscheinige Gründe, die man genauso gut widerlegen könnte. BASF-Chef Bock: "Nichts wird besser, falls die Briten die EU verlassen sollten." Ja, für die EU selbst nicht. 

Von Redaktion/dts

Führende europäische Top-Manager warnen vor einem EU-Austritt der Briten. Wie "Bild" unter Berufung auf einen offenen Brief des European Round Table of Industrialists (ERT) meldet, befürchten 51 Vorstandschefs massive Folgen für die Wirtschaft. "Ein Auseinanderbrechen des Binnenmarktes würde unseren Wohlstand verringern", zitiert "Bild" aus dem Schreiben. Nie zuvor sei es wichtiger gewesen, "weiterhin zusammenzuarbeiten und zusammenzubleiben".

Außerdem warnen die Manager: "Unser Kontinent hat von der Europäischen Union unermesslich profitiert", schreiben die Chefs. "Dank der engeren Beziehungen konnte die Wirtschaft in den vergangenen 60 Jahren florieren – und im Durchschnitt sind die Menschen wohlhabender geworden." Zudem hätten die EU-Abkommen zum Beispiel das Leben sicherer und das Reisen einfacher gemacht. Im ERT haben sich die Chefs der großen multinationalen europäischen Unternehmen zusammengeschlossen. Darunter sind BASF, Deutsche Telekom, BMW, Siemens, Shell, Philips, Vodafone. Zusammen beschäftigen die Konzerne rund sieben Millionen Mitarbeiter.

Eindringlich warnen die Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer der europäischen Top-Firmen vor dem Auseinanderbrechen des Binnenmarktes: "Ein Europa ohne das Vereinigte Königreich wäre schwächer – ebenso wie das Vereinigte Königreich außerhalb der EU schwächer wäre." BASF-Vorstandschef Kurt Bock sagte gegenüber "Bild": "Nichts wird besser, falls die Briten die EU verlassen sollten. Das gilt auch für das Ansehen Europas in der Welt und damit für den Ruf europäischer Unternehmen."

11 KOMMENTARE

  1. Ich versuche bis heute abend einen Teil dessen, was da von "Chefs" mit "unermeßlichem Profit" bezeichnet wird, zur Seite zu schaffen. Viel Zeit wird dafür nicht notwendig sein. —  Aus Sicht der Konzernchefs des European Round Table… ist die Aussage sicherlich zutreffend, um deren Bezüge ins "Unermeßliche" anwachsen zu lassen, mussten die Bezüge derer, die in immer kleiner werdenden Belegschaften die Umsätze erarbeiten, stagnieren.  —   Der Binnenmarkt wird nach einem Brexit nicht zusammenbrechen, werter Herr Bock,( das ist einfach dummes Zeug was Sie da sagen), wohl aber die Vorstellungen gewisser Kreise aus der Finanzwirtschaft. —  Der "unermeßliche Profit" von dem Sie sprachen,  drückt sich in Zahlen in etwa so aus, das in den letzten 25 jahren die Zahl der Milliardäre um 1000% angewachsen ist, während der Anteil der Menschen, die mit ihrem "Einkommen" unterhalb der sog. Armutsgrenze liegen, sich Richtung 20% der Gesamtbevölkerung Europas  bewegt.

  2. Bock hat recht wenn er sagt nichts wird besser, wenn das Vereinigte Königreich aus der EU austritt. Es wird aber auch nichts schlechter, hätte er noch hinzufügen sollen, denn die vorgeschobenen Argumente sind nur Angstmacherei vor dem Verlust der eigenen Pfründe, mehr nicht. Außerdem sollten diese Typen endlich mal kapieren, daß eine Abstimmung, auch wenn sie gegen Europa gerichtet ist die Entscheidung souveräner Bürger ist, und daran haben sich alle zu halten, denn die Demokratie zu zerstören ist schwerwiegender als das goldene Kalb zu verehren, was ja ehedem nur wenigen nützt.

  3. Für Otto- Normalverbraucher wird sich nichts ändern. Die Frage ist was hat die EU dem normalen Bürger ausser Reisefreiheit und eine Währung eigendlich gebracht? Schulden, Unzufriedenheit, Armut,… noch was? Ach ja, Europäer war ich vor der EU auch schon!

  4. So dürften diese 51 Konzernschefs einer Betriebsblindheit verfallen sein, die nicht erkennen wollen, daß eine Wirtschaft die laufend gegen eine EUROsion ankämpfen muß, früher oder später, deren finanztechnische Seite von der Stütze einer EZB mit einer Fiat-Währung abhängig ist, mit einem Target II System, welches nicht ausgeglichen wird, sich ihr eigenes Grab schaufeln darf. Es ist nur zu verständlich, daß sich England mit QE Systemen, oder mit der neuesten Schöpfung der EZB des CSPP – corporate sector purchase programm – seine Wirtschaft und Finanzen nicht untergraben lassen will, wo das EUROsions-System seit seiner Einführung bewiesen hat, daß es nicht funktioniert und niemals funktionieren kann, auch wenn die EZB weiterhin beteuert ein 'Währungshüter' zu sein, einer Beteuerung der nur noch die Naivsten unter den Naiven Glauben schenken dürften.

  5. Wenn diese neoliberale Brut heimatloser Gesellen vor dem Brexit warnt, dann kann der Brexit nur segensreich sein, für die Menschen, die auf der Strecke geblieben sind, und von dieser satanischen EU-Mafia geknechtet, entrechtet, und geschächtet wurden.

  6. Die EU hält auf keiner Ebene einen Vergleich mit den Nationalstaaten vor den EU Bestrebungen stand . Es ist ganz im Gegenteil je mehr die EU Integration vertieft wurde desto kathastrophaler die Verwerfungen in allen Belangen. Der Gott der EU Betreiber ist der "Lug" und ihr Gruß ist die Lüge! Die Gründung einer prononciert Renationalisierungpartei wäre dringend notwendig bevor alles im Chaos versinkt.

  7. Mein Hals wird immer dicker, wenn ich solche scheinheiligen Aussagen von gewissen Konzern-Manager höre. Denn es sind ausgerechent diejenigen die den Hals nicht voll genug bekommen und dafür alles- absolut alles tun, um das nicht zu verändern.

    Immer dann, wenn sich BANKER und Konzern Manager zu Themen melden – ist es ( fürs Volk) der richtige Weg.

    Fakt ist, seit Jahren schrumpft die Mittelschicht, immer mehr Rentner/innen die von ihre Renten NICHT leben können.Immer mehr Hartz IV Familien, die dank der schlechten Löhne mit Hartz IV aufstocken müssen oder nur noch Leiharbeit, unwürdige Werksverträge und das Neuste – Arbeit auf Abruf – Arbeit finden und dementsprechend natürlich schlecht bezahlt werden.

    Und dieser MANAGER besitzt die Dreistigkeit zu sagen: Im Durchschnitt sind die Menschen wohlhabender geworden,und die EU Abkommen dazu geführt haben, das UNSER LEBEN SICHERER ist und das Reisen einfacher gemacht hat.

    Was für eine dreiste, freche Lüge !

    Weder das Eine noch das Andere stimmt !

    Denn noch NIE war unsere Sicherheit so gefährdet wie in den letzten Jahren.

    Denn Dank Schengen, boomen die EINBRÜCHE UND DIEBSTÄHLE im ganzen Land und wir sind unseres Leben nicht mehr sicher, weil alle europäischen Außen und Innengrenzen für alle Menschen dieser Welt – weit geöffnet sind. Und Merkel immer noch keinen Sinn darin sieht – unsere GRENZEN endlich zuschließen.

    Die einzigen die von Schengen profitieren sind genau die Konzern Manager und BANKER wie alle Superreichen !!!

    Dienigen die sich PRIVAT abschotten (hohe Zäune und gute Bewachungen) aber auf SCHENGEN (keine Abschottung) bestehen – weil, es trifft ja nur die DEPPEN (innere Sicherheit,Raub,Diebstahl,Mord,Gewalt und sexuelle Übergriffe).

     

     

     

  8. Nachtrag: es trifft die Deppen – die schon seit Jahren keine Lobby (Partei) in der Regierung mehr haben.

    Seit MERKEL regiert, gibt es nur noch eine Lobby-Regierung für "Reiche und Superreiche" .

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